Die Trebbiner Handballmänner haben einen bitteren Ligaauftakt hinnehmen müssen: Im Heimspiel gegen die TSG Lübbenau 63 III, dem ersten Landesligaspiel seit zwanzig Jahren, haben die SC-Männer mit 17:33 verloren. „Kopf hoch und weiter, es hilft ja nichts“, gab ein zerknirschter SC-Spielertrainer Silvio Kahle nach der Partie zu Protokoll, „der Gegner war auch ein bisschen eine Wundertüte.“
Die ‚Wundertüte‘ bekamen die Clauertstädter gleich von Beginn an zu spüren. TSG-Keeper Steve Sangl, ehemalig in der ersten Lübbenauer Mannschaft in der Oberliga aktiv, drückte dem Spiel ebenso seinen Stempel auf wie der Topscorer der Partie, Gäste-Rückraumspieler Sebastian Schultz (11 Tore). Beim Stand von 2:8 nach einer Viertelstunde (!) aus Sicht der Trebbiner folgte eine erste Auszeit; manch Besucher im trotz sommerlichem Wetter gut gefüllten Sportkomplex rieb sich ob der wenigen Treffer der Hausherren verwundert die Augen.
Leider fruchtete auch eine Abwehrumstellung auf eine offensivere Variante nicht, die schnellen Gästespieler bekamen dadurch nur noch mehr Freiräume. Bei Rückkehr auf die 6:0-Variante riss dann wieder Topscorer Schultz die Fäden an sich; im Angriff hatten die Trebbiner immer wieder das Nachsehen gegen den starken TSG-Torhüter Sangl. Beim Stand von 7:16 wurden die Seiten gewechselt.
„Wir haben uns auch nicht mehr richtig getraut, in die Räume zu gehen“ resümierte Kahle ob der Härte der TSG-Abwehr, „das war dann leider schon ein Nackenschlag heute.“ Dabei hatten sich die SC-Männer nach dem überraschenden 33:31-Sieg in der ersten Runde des Verbandspokals gegen die junge Mannschaft des VfL Potsdam II mehr ausgerechnet, insbesondere aber nicht chancenlos zu sein. In der zweiten Hälfte trat aber genau das ein, das Spiel lief dahin und endete mit einer bitteren 17:33-Auftaktpleite für die Trebbiner Handballer.
„Im Training läuft es gerade wirklich gut“ warf Kahle einen Lichtblick für die kommenden Partien auf, „wir haben eine homogene Truppe beisammen, jeder hat Lust, etwas zu investieren.“ Nach dem Zusammenschluss der ersten und zweiten Mannschaft können die Clauertstädter aus einem größeren Personalpool schöpfen, wenngleich im Ligaauftakt mit Arne Pfaender und Maximilian Störl zwei wichtige Stützen gefehlt hatten. Vielleicht hilft diese im Vergleich zur letzten Saison sehr positive Eigenschaft, den Kopf vor dem ersten Auswärtsspiel beim HC Spreewald II (Samstag, 27. September, 16:15 Uhr in Lübben) wieder hoch zubekommen und den Spreewäldern einen harten Kampf zu liefern.
Die B-Jugend des SC hat sich im Vorfeld knapp mit 27:28 dem SSV Falkensee II geschlagen geben müssen.
