Große Aufholjagd sichert zweiten Heimsieg

Ex-Weltstar Rolando Urios saß am Samstagabend nicht wie erwartet auf der Bank der Gästesieben vom HSV Wildau – vielleicht hätte er den großen Einbruch seiner Mannschaft und die Aufholjagd der Trebbiner Handballmänner verhindern können. Nach einem frühen Sechs-Tore-Rückstand siegten die Clauertstädter mit 32:28 und schoben sich in der Brandenburgligatabelle an den Wildauern vorbei auf Platz fünf. Auch einige andere Mannschaften des SC Trebbin hatten Grund zum Jubeln.

Die SC-Männer starteten mit Schwierigkeiten in ihr drittes Heimspiel der Saison: Nach dem 2:3 von Kreisläufer Silvio Kahle legten die Gäste aus Wildau einen 5:0-Lauf hin, der vor allem darin begründet war, dass die Hausherren große Probleme mit der dynamischen Abwehr der Wildauer hatten und diese die SC-Ballverluste in schnellen Gegenangriffen nutzten. Hinzu kam, dass sich die Trebbiner zu sehr mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns Beyer/Höhne beschäftigte – Kreisläufer Kahle beispielsweise durfte nach einer Zeitstrafe wegen Meckerns gleich mal länger auf der Bank bleiben. „Im Positionsangriff haben wir uns sehr schwer getan“ schätzte Kahle die Schwierigkeiten ein, „wir haben den Wildauern dazu selbst zu viele Freiräume gelassen“.

Glücklicherweise hielten die SC-Torhüter Stephan Schmidt und Neuzugang Carsten Seffner (vom SV Lok Rangsdorf) in seinem ersten Heimspiel den Schaden mit einigen Paraden in Grenzen, auch aus einer doppelten Überzahl konnten die Gäste nicht allzu sehr Kapital schlagen. Die Umstellung auf eine 5:1-Abwehr stellte die Wildauer um ihre Topscorer Sebastian Kroll (9 Tore) und Jim Ludwig (7/2) vor große Probleme, mit einem 3:0-Lauf hatten die Trebbiner beim 8:11 den Anschluss wieder hergestellt. 

Als dann auch noch Robert Düsel-Eifler nach einer bis dato gebrauchten ersten Hälfte mit einem Rückraumknaller ins Spiel kam und einen weiteren 4:0-Lauf der Trebbiner zum ersten Ausgleich der Partie einleitete, war den Hausherren die deutlich verbesserte Körpersprache anzumerken. Mit einem nach dieser Anfangsphase nicht zu erwartenden knappen Vorsprung (13:14) für die Gäste wechselten die Seiten.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich dann das erwartet enge Spiel: SC-Topscorer Arne Pfaender (8 Tore), der in Halbzeit zwei nicht zu halten war, erzielte in der 33. Minute die erste Trebbiner Führung. Zwar erspielten sich die Wildauer bald, angeführt von ihrem starken Rückraumspieler Kroll und dessen Schlagwürfen, eine Zwei-Tore-Führung – allerdings kämpften sich die Trebbiner zum Beispiel durch vier Tore des kompromisslos durch die HSV-Abwehrlücken gehenden Jakob Henschke wieder heran.

Nach dem 24:25 zehn Minuten vor dem Ende lag das Momentum auf der Seite der Clauertstädter. Diesmal waren es nämlich die Wildauer, die mit den Schiedsrichtern haderten. HSV-Schlussmann Stefan Wagner tat seiner Mannschaft keinen Gefallen, als er sich in doppelter Unterzahl eine weitere Zeitstrafe wegen Meckerns einhandelte. Die Trebbiner nutzten die personelle Überlegenheit zur ersten Zwei-Tore-Führung ihrerseits (28:26, 55. Minute).

Nach dem Anschlusstreffer der Wildauer hatte die SC-Sieben in einer dramatischen Schlussphase vor 200 Zuschauern im Sportkomplex auch Glück, dass der mögliche Ausgleich durch Sebastian Kroll am Pfosten hängen blieb. Am Ende siegten die Clauertstädter etwas zu hoch mit 32:28 und durften sich über ihren zweiten Heimsieg und den fünften Tabellenplatz freuen. „Die Wildauer Abwehr ist in der zweiten Hälfte etwas lockerer geworden“ ordnete Silvio Kahle den Erfolg seiner Mannschaft ein, „und am Ende hatten wir dann auch das nötige Quäntchen Glück.“ Bereits am kommenden Samstag bestreiten die SC-Männer ihr nächstes Heimspiel gegen das noch aus Verbandsliga-Zeiten bekannte Tabellenschlusslicht Grün-Weiß Finsterwalde.

Auch die SC-Frauen hatten Grund zum Jubeln: Mit einem 28:9-Kantersieg gegen den BSR Klub zogen sie an den Brandenburgerinnen und einer Potsdamer Mannschaft vorbei auf Kreisliga-Platz sieben. Die zweite Männermannschaft verlor unterdessen gegen den Tabellenführer Grünheider SV III mit 24:34. Auch die D-Jugend musste sich in Stahnsdorf geschlagen geben: Nach dem deutlichen 6:21 gegen Ludwigsfelde unterlagen die SC-Kids unglücklich in letzter Sekunde der zweiten Mannschaft aus Teltow mit 18:19. Die E-Jugend hingegen siegte im Sportkomplex gegen Teltow II mit 23:2, verlor danach aber auch gegen den Ludwigsfelder HC.

Es spielten: Schmidt, Seffner; Kumm (4/2), Kahle (1/1), Wagner (5), Müller (2), Pfaender (8), Stollin, Mahns (4), Wettengel, Düsel-Eifler (2), Löwe, Henschke (5), Haupt (1)

Ex-Weltstar mit seiner Mannschaft zu Gast im Sportkomplex

Wenn die Trebbiner Handballmänner am Samstagabend (18:30 Uhr, Sportkomplex) auf den HSV Wildau treffen, wird voraussichtlich ein prominenter Trainer die Gästesieben betreuen: Rolando Urios, als Weltmeister und Champions-League-Sieger mit Ciudad Real ehemaliger Weltklassekreisläufer, trainiert den Tabellenvierten seit Saisonbeginn. Die SC-Männer wollen an die guten Leistungen der ersten Spiele anknüpfen und sich im Gegensatz zur Partie gegen den HC Spreewald belohnen. Bereits ab 10 Uhr und durchgängig bis zum Männerspiel am Abend wird im Trebbiner Sportkomplex Handball geboten – alle Freunde des Sports sind herzlich eingeladen!

Trotz einer dreiwöchigen Spielpause nach dem erst in der Schlussphase verlorenen Spiel gegen den Staffelfavoriten HC Spreewald (27:34) hoffen die Clauertstädter diesmal auf eine ähnlich gute Leistung gegen den HSV Wildau. Die Wildauer haben einen starken Saisonstart hingelegt und rangieren nach zwei Siegen, einem Unentschieden gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst sowie zwei knappen Niederlagen gegen die Staffelfavoriten Spreewald und Teltow auf Tabellenplatz vier – und haben die schwersten Brandenburgliga-Spiele dabei schon hinter sich. „Da ist natürlich viel Expertise dabei“ beurteilt SC-Kreisläufer Silvio Kahle die Rolle des neuen Wildauer Trainers, „die Wildauer stehen nicht umsonst da oben.“

Die Trebbiner sind unterdessen auf Tabellenplatz neun abgerutscht und hoffen nach den verlorenen Partien gegen Teltow und Spreewald wieder auf Punkte. Dabei dürfen sie auf eine breite Personaldecke zählen – mit einer Ausnahme: Die Verletzung aus dem Spreewald-Spiel von Rückraumspieler Ronny Lange hat sich wie befürchtet als Kreuzbandriss herausgestellt.

Um 10 Uhr bereits erfolgt der erste Anpfiff im Sportkomplex Trebbin: Die E-Jugend möchte in den Partien gegen die HSG Teltow/Ruhlsdorf II (10 Uhr) und den Ludwigsfelder HC (12 Uhr) ihre nächsten Punkte einfahren. Um 13:30 Uhr tritt dann die SC-Frauenmannschaft in der Kreisliga gegen den BSR Klub an, um ihren ersten Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen – ehe um 16 Uhr die zweite Trebbiner Männermannschaft das Vorspiel für die „Erste“ bestreitet. Die Landesliga-Sieben trifft auf den Tabellenführer Grünheider SV III, der nach dem Rückzug der zweiten Grünheider Mannschaft aus der Brandenburgliga einige Akteure vom letztjährigen Gegner der SC-Männer aufbieten dürfte.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Die Trebbiner Handballmänner haben ihr Heimspiel in der Brandenburgliga gegen einen der Staffelfavoriten, den HC Spreewald, mit 27:34 verloren. Was nach einem erwartbaren Ergebnis klingt, ist dem Spielverlauf nach eine bittere Niederlage für die Clauertstädter. „Wir haben gezeigt, dass wir fünfzig Minuten gegen eine Spitzenmannschaft mithalten können“ war SC-Spielertrainer Benjamin Stollin nach der Partie hin- und hergerissen, „eigentlich waren nur die Anfangs- und Schlussphase nicht gut.“

Nach der 1:0-Führung durch David Müller hatten die Hausherren vor 200 Zuschauern im Sportkomplex zunächst Probleme mit der offensiven Deckung der Spreewälder und lagen schnell mit 1:5 zurück. Die Gäste nutzten sowohl die sich ergebenden Tempogegenstöße als auch Lücken am Kreis der SC-Deckung durch Einläufer gnadenlos aus. 

Eine starke Phase der Trebbiner Deckung brachte den SC allerdings überraschenderweise wieder nah heran: Die Gäste wurden ein ums andere Mal zu überhasteten Würfen und ins Zeitspiel gezwungen. „Spreewald hatte im Positionsangriff richtig zu tun“ lobte Stollin seine Abwehr, „wir konnten auch die vielen Fehlpässe aus der Anfangsphase abstellen.“ 

Mit zwei Toren des eingewechselten Robert Düsel-Eifler und einem Treffer des Toptorschützen Alexander Kumm (7/2 Tore) hatten die Trebbiner beim 11:12 kurz vor der Pause den Anschluss wieder hergestellt. Allerdings machte sich der SC die Aufholjagd bis zur Halbzeit ein erstes Mal kaputt: Mit vielen technischen Fehlern, insbesondere Fehlpässen, wurden die Gäste zu Tempogegenstößen und einer dem Spielverlauf widersprechenden 12:17-Halbzeitführung eingeladen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte mussten die Clauertstädter dann auch noch einen Schockmoment verkraften: SC-Rückraumspieler Ronny Lange wurde mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung vom Feld getragen. Angeführt von Torsten Wagner und Robert Düsel-Eifler, die jeweils zwei knallharte Geschosse in den Winkel des HCS-Tores jagten, schienen die Hausherren allerdings eine ‚Jetzt-erst-recht‘-Mentalität zu entwickeln. 

Beide Mannschaften lebten fortan von einigen starken Einzelaktionen: Auf Seiten der Gäste sorgten in dieser Phase insbesondere Toptorschütze Pascal Freund (8 Tore), Mittelmann Nils Werner (6) und Paul Meisner (5 Tore) für die Glanzmomente. Auf SC-Seite drehten der eben erst wieder von einer Bänderverletzung genesene Spielmacher Arne Pfaender mit Hüftwürfen und Alexander Kumm auf. Der Angriff der Trebbiner funktionierte tadellos – das Problem in Hälfte zwei war die Abwehr: in gefühlt jedem Angriff erzielten beide Teams Tore, weswegen der 2-Tore-Rückstand erhalten blieb. Die größte Anschluss-Chance von Robert Düsel-Eifler landete am Pfosten.

Bis zur 52. Spielminute (26:28) blieb die Partie ausgeglichen, ehe das Misslingen der Aufholjagd die Kräfte der Trebbiner verschlissen hatte: Im Stile einer Spitzenmannschaft erspielte sich die HC-Sieben einen komfortablen Vorsprung, der in einem etwas hoch ausgefallenen, aber verdienten 27:34-Auswärtssieg mündete. Die Großzahl der angereisten HC-Fans und der Jubel derer mit ihrer Mannschaft verdeutlichen aber, dass die Trebbiner in der Liga angekommen sind und sich auch vor Spitzenmannschaften nicht fürchten müssen.

„Dass wir über weite Strecken so gut spielen, hat auch viel damit zu tun, was Sven uns beigebracht hat“ lobte Kapitän Silvio Kahle das Training des Ex-Trainers Sven Keck. Die Trebbiner belegen den sechsten Tabellenplatz und müssen nun drei Wochen auf ihr nächstes Spiel warten: Dann kommt mit dem HSV Wildau der Tabellendritte mit seinem Startrainer Rolando Urios – früher Weltklasse-Kreisläufer – in den Sportkomplex.

Die zweite Männermannschaft des SC hatte ihre Landesligapartie gegen den Ludwigsfelder HC II zuvor mit 23:35 verloren.

Es spielten: Schmidt, Schönfeld; Kumm (7/2), Kahle (1), Wagner (4), Schönebeck, Müller (4), Pfaender (4), Mahns (2), Wettengel, Düsel (4), Löwe, Henschke, Lange (1)

Zuversichtlich gegen einen Staffelfavoriten

Am Samstagabend (18:30 Uhr, Sportkomplex) empfangen die Trebbiner Brandenburgliga-Handballer mit dem HC Spreewald einen der Staffelfavoriten zu ihrem zweiten Heimspiel im Sportkomplex. Trotz der deutlichen 21:35-Niederlage bei der HSG Teltow/Ruhlsdorf Ende September können die SC-Handballer zuversichtlich in die Partie gegen die Spreewälder gehen – Grund dafür ist der Tabellenstand.

Mit drei Zählern aus den ersten drei Spielen, darunter neben dem Heimsieg gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst ein überraschender Punktgewinn bei der TSG Lübbenau, haben die Clauertstädter einen starken Saisonstart hingelegt. Lediglich beim Punktspiel in Teltow waren die Kräfteverhältnisse deutlich zu spüren: Bereits zur Halbzeit hatten sich die Teltower, die mit einem Auswärtssieg beim kommenden SC-Gegner HC Spreewald sehr gut in die Spielzeit eingestiegen waren, einen 21:10-Vorsprung erarbeitet.

Mit nunmehr drei weiteren Trainingswochen dürften allerdings die Neuzugänge wie Alexander Kumm, Ronny Lange und Richard Schulz weiter ins Spiel der Trebbiner eingebunden worden sein. Außerdem lieferten die SC-Männer dem HC Spreewald im vergangenen Jahr mit dezimiertem Kader gute Partien, die jeweils recht knapp (25:30/19:25) und im Heimspiel erst in der Schlussphase verloren gingen. Wenngleich ein Punktgewinn gegen die Gäste aus dem Spreewald eine faustdicke Überraschung wäre – Danach und nach der Partie gegen Tabellenführer Wildau warten wichtige Spiele gegen Finsterwalde, Oranienburg und Cottbus auf die Trebbiner, für die eine gute Leistung gegen Spreewald Selbstvertrauen geben kann.

Bereits um 16 Uhr trifft die zweite Männermannschaft des SC auf den Ludwigsfelder HC II. Die SC-Reserve um den Führenden der Torschützenliste, Patrick Schenk, hat zuletzt beim 31:21-Heimsieg gegen die HSG Teltow/Ruhlsdorf II ihre ersten Punkte in der Landesliga eingefahren. Bei der Partie treffen sich alte Bekannte wieder: LHC-Akteur Pierre Salo trug in der Jugend und später auch in der ersten Männermannschaft das Trikot der Clauertstädter, außerdem spielte Rückkehrer Marcel Kroop in den vergangenen Jahren für den LHC II. Die Trebbiner Handballmannschaften freuen sich auf einen großen Heimspieltag und über jeden Fan, der den Weg in den Sportkomplex findet.

Verstärkte SC-Sieben startet in Brandenburgligasaison

Am kommenden Sonntag (8.September, Anwurf 16 Uhr im Sportkomplex) ist es soweit: Die Handballmänner des SC Trebbin steigen mit einem Derby gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst in ihre zweite Brandenburgligasaison ein. Die Vorzeichen stehen trotz einer deutlichen Niederlage in der ersten Runde des HVB-Pokals gegen den SV Blau-Weiß Dahlewitz am Samstag besser als noch vor einigen Wochen – das liegt vor allem an einigen Neuzugängen. 

In Alexander Kumm (vom SV Lok Rangsdorf) und Ronny Lange (vom MTV Wünsdorf) haben sich zwei namhafte Rückraumspieler den Clauertstädtern angeschlossen. Außerdem verstärken Richard Schulz (von der HV Luckenwalde) und Sandro Haupt (aus Ahrensdorf) die Trebbiner auf der Kreisläuferposition. Trotz der Verstärkungen und der knappen 26:27-Niederlage gegen Ahrensdorf am letzten Spieltag der vergangenen Saison dürfte die Favoritenrolle auf Seiten der Gäste liegen, die erst zuletzt mit einem deutlichen Testspielerfolg gegen die stark verstärkte HV Luckenwalde auf sich aufmerksam machten.

Die erste Runde des HVB-Pokals führte die Clauertstädter zum SV Herzberg (Landesliga). Stark ersatzgeschwächt (mit 6 Feldspielern und 2 Torhütern) und noch ohne die Neuzugänge bezwangen die Trebbiner den Gastgeber bei tropischen Temperaturen mit 20:15. Die zweite Partie, das ‚Finale‘ des Auftaktturnieres, verloren die SC-Männer gegen Blau-Weiß Dahlewitz mit 14:24. Trauer über das Ergebnis hielt sich jedoch auf Trebbiner Seite aufgrund des suboptimalen Termins der zweiten Pokalrunde mitten in den Herbstferien in Grenzen.

Gegen die HSG Ahrensdorf / Schenkenhorst möchte die SC-Sieben den Grundstein für eine Verteidigung ihres Nichtabstiegsplatzes aus der Vorsaison legen. Bereits vor der Partie der 1.Männermannschaft tritt die zweite Mannschaft nach dem Aufstieg zu ihrem ersten Landesligaspiel an. Gegner ist auch hier die HSG Ahrensdorf /Schenkenhorst (2.Mannschaft), Anwurf ist um 13:30 Uhr. Es dürfte mit einem großen Gästeblock gerechnet werden, weshalb alle Sportbegeisterten herzlich in den Sportkomplex zum ersten Spieltag der Saison eingeladen sind.

Die Freude überwiegt nach turbulenter Schlussphase

Die Handballmänner des SC Trebbin haben ihren guten Saisonstart nach dem Auftakterfolg gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst bestätigt: Bei der TSG Lübbenau 63, dem Vorjahresvierten, spielten die Clauertstädter am Samstagabend 26:26-Unentschieden. „Hätte mir vor dem Spiel und auch in der Halbzeitpause jemand gesagt, dass wir in Lübbenau einen Punkt gewinnen, hätte ich den sofort genommen“ so SC-Spielertrainer Benjamin Stollin nach dem Spiel, „aber am Ende waren wir schon kurz traurig, auch wenn dann doch die Freude überwiegt.“ Nach einer Dreiviertelstunde nämlich lagen die Trebbiner in ihrer zweiten Brandenburgligapartie der Saison mit fünf Treffern Vorsprung in Führung.

Die gastgebende TSG musste nach der herben 26:34-Auftaktpleite im Derby gegen den HC Spreewald liefern, während die Trebbiner ohne Druck in das Spiel gingen. Die Anfangsphase im Spreewald gestaltete sich ausgeglichen: Keine Mannschaft konnte sich auf mehr als ein Tor absetzen, und das sollte auch bis zum 13:12-Halbzeitstand so bleiben. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kreisläufer Silvio Kahle mussten die Gäste aus der Clauertstadt allerdings eine weitere Schwächung hinnehmen: Spielmacher Arne Pfaender, beim Auftaktsieg gegen Ahrensdorf einer der stärksten Trebbiner, musste mit einer Oberschenkelverletzung verletzt ausgewechselt werden und wird den SC-Männern einige Wochen fehlen.

Die Trebbiner Abwehr präsentierte sich auch im zweiten Saisonspiel gut aufgestellt: Insbesondere der Innenblock um Chris Schönebeck und Geburtstagskind Maik Wettengel ließ die TSG-Angreifer verzweifeln. „Im Positionsspiel haben wir es dem Gegner schwer gemacht“ lobte Stollin seine Abwehr, „in der ersten Hälfte haben wir allerdings zu viele Gegenstoßtore hinnehmen müssen.“ Da konnte auch Luca Schönfeld, SC-Torhüter mit Zweitspielrecht in der A-Jugend des Ludwigsfelder HC, nicht viel ausrichten – allerdings hatte Schönfeld mit seinen Paraden in der zweiten Hälfte einen großen Anteil am davoneilenden Gast.

Die Trebbiner erspielten sich nämlich, angeführt vom starken Neuzugang Alexander Kumm (5/3 Tore) und dem Toptorschützen Robert Düsel-Eifler (6 Tore) eine 22:17-Führung (47. Minute). Allerdings gaben sich die Hausherren nicht auf und nutzten die nachlassenden Kräfte der SC-Männer zum 23:23-Ausgleich fünf Minuten vor dem Ende. Eine letzte Auszeit rüttelte die Gäste wieder wach, Linksaußen Peter Mahns erzielte dreizehn Sekunden vor Abpfiff die 26:25-Führung für den SC.

Was dann folgte, war eine turbulente Schlussphase: Ein siebenmeterwürdiges Foul am halblinken Rückraumspieler der TSG wurde von den Schiedsrichtern aus Müncheberg/Buckow nur mit einem Freiwurf für die Lübbenauer – ohne Timeout – bewertet. Daraufhin stürmte der TSG-Trainer unerlaubterweise auf das Spielfeld – eine folgerichtige progressive Bestrafung mit wechselndem Ballbesitz blieb aus. Der Lübbenauer Torhüter Florian Verhoeven sah wegen heftigen Diskussionen mit den Unparteiischen die blaue Karte (rote Karte mit Bericht), und die Schiedsrichter tauschten die Freiwurf-Entscheidung in einen Siebenmeter-Strafwurf für Lübbenau um – mit der hier unpassenden Begründung, dass Fouls in den letzten dreißig Sekunden immer einen Strafwurf nach sich ziehen (korrekt wäre dies bei Vereiteln einer klaren Chance, was die Schiedsrichter ja zunächst anders bewerteten). TSG-Toptorschütze Justin Suhl (7/2 Tore) verwandelte den Siebenmeter und bescherte seiner Mannschaft einen glücklichen Punktgewinn gegen die im letzten Jahr zehntplatzierten Trebbiner – die sich nach kurzer Enttäuschung über das Unentschieden freuen konnten und nun den dritten Platz der höchsten Brandenburger Spielklasse belegen.

Die übrigen SC-Mannschaften mussten sich am Wochenende ihren Gegnern geschlagen geben: Die zweite Männermannschaft des SC Trebbin unterlag in ihrem ersten Landesliga-Auswärtsspiel dem Neuenhagener HC mit 30:36, während die Kreisliga-Damen gegen den Staffelfavoriten Teltow/Ruhlsdorf mit 17:33 verloren. Bei den Nachwuchsmannschaften gab es zwei Niederlagen für die E-Jugend (6:14 gegen Lok Rangsdorf und 3:26 gegen Teltow/Ruhlsdorf) sowie eine 13:17-Niederlage der D-Jugend gegen Ahrensdorf, gefolgt von einem 10:25 gegen Blau-Weiß Dahlewitz.

Es spielten: Schönfeld, Piper; Kumm (5/3), Wagner (5), Janke, Schönebeck (3), Müller (1), Pfaender (1), Stollin, Mahns (4), Wettengel (1), Düsel (6)

Einstand nach Maß

Die Handballmänner des SC Trebbin haben am vergangenen Sonntag einen Start nach Maß in die neue Spielzeit gefeiert: Im Derby gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst gelang den Clauertstädtern ein 23:22-Heimerfolg. „Das war unser erster Sieg gegen Ahrensdorf nach zig Spielen“ freute sich Spielertrainer Benjamin Stollin, „die Rotation unserer Spieler war der Schlüssel zum Erfolg.“

Bereits von der ersten Sekunde an wechselten die Hausherren vor heimischem Publikum im Sportkomplex viel durch – ganz im Gegensatz zu den Gästen aus Ahrensdorf, die auf ihre eingespielte erste Sieben setzten. Zu Beginn hatten die Gäste mit dieser Taktik auch Erfolg, sie legten bis zum Halbzeitstand eine 4-Tore-Führung vor (10:14). Zwar hielten die SC-Männer kämpferisch dagegen und kamen insbesondere durch Spielmacher Arne Pfaender (Toptorschütze mit 6 Toren) immer wieder zu Torerfolgen. Allerdings zeigten sich in der Abwehr noch einige Lücken, außerdem war den Trebbinern um ihre Neuzugänge Alexander Kumm und Sandro Haupt, der Kreisläufer Silvio Kahle ersetzte, noch eine fehlende Abstimmung anzumerken.

Im SC-Tor zeigte Luca Schönfeld (Neuzugang mit Doppelspielrecht aus der A-Jugend des Ludwigsfelder HC) im zweiten Durchgang eine ansprechende Leistung. Hinzu kam, dass die Gäste aus Ahrensdorf, die in Maximilian Pohl (5 Tore) ihren erfolgreichsten Torschützen hatten, mit zunehmender Spielzeit einige Unkonzentriertheiten zeigten. Die Trebbiner, die mittlerweile wohl über einen der breitesten Kader ihrer bis dato personell immer eng gestrickten Geschichte verfügen, konnten diese Stärke fortan ausspielen und schlossen in der 38. Minute bereits wieder zum 15:15 auf.

Es entwickelte sich eine wahre Zitterpartie, in der zunächst die HSG-Sieben wieder Vorteile hatte. Fünf Minuten vor dem Ende jedoch gingen die Trebbiner zum ersten Mal seit dem 3:2 wieder in Führung (21:20). Insbesondere Jakob Henschke setzte in der Schlussphase auf der Mittelposition Akzente: „Er hat die Lücken gut genutzt“ lobte Spielertrainer Stollin seinen Angreifer, „wir hätten das Spiel schon früher auf unsere Seite bringen können, haben aber viel verworfen.“

Nach der 21:20-Führung ließen sich die SC-Männer den Sieg nicht mehr nehmen und gewannen knapp mit 23:22. Der erste Sieg gegen den Lokalrivalen aus Ahrensdorf bringt den Clauertstädtern zunächst Rang 4 – und gehörigen Respekt beim kommenden Gegner, der TSG Lübbenau, ein. Diese kündigte die Trebbiner für die Partie in Lübbenau am Samstag als unangenehmen Gegner an.

Die zweite Vertretung des SC war bei ihrem Landesliga-Debüt weniger erfolgreich: Zu lange liefen die Trebbiner einem Rückstand hinterher und unterlagen der zweiten Mannschaft der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst nach zwischenzeitlichem 8-Tore-Rückstand am Ende mit 22:24. Die neu formierte E-Jugend des SC Trebbin hielt in ihrem ersten Punktspiel überhaupt gegen den SV Blau-Weiß Dahlewitz gut mit und verlor erst am Ende mit 11:14. Das zweite Spiel, diesmal ebenfalls gegen Ahrensdorf/Schenkenhorst, gewannen die jüngsten SC-Handballer danach deutlich mit 16:2.

Es spielten (SC-Männer): Schönfeld, Piper; Wagner (4), Schönebeck, Müller (1), Pfaender (6), Stollin, Mahns (4), Wettengel, Düsel (3), Kumm (1/1), Löwe, Henschke (4), Haupt (1)

Mit Spaß und Schweiß: SC-Handballer in der Vorbereitung und auf Spielersuche

Trotz der Anstrengungen der Vorbereitungszeit sind die Trebbiner Handballmänner beim Training am Montagabend schon wieder mit Spaß an der Sache dabei. „Wir planen auf jeden Fall auch mit nur einem Torhüter den Aufstieg“ feixt Rückraumspieler Jakob Henschke – ein Spaß, der allerdings die beengte Personalsituation des letztjährigen Brandenburgliga-Zehnten verdeutlicht. Aktuell suchen die SC-Handballer noch nach einem zweiten Torhüter und einem Linkshänder (Rückraum und insbesondere  Rechtsaußen) für die neue Spielzeit, die Anfang September beginnt.

Gute Laune, ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl, und vor allem der Rückhalt der regelmäßig über 200 Zuschauer im Trebbiner Sportkomplex – diese Attribute wissen nicht nur Henschke und Linksaußen Peter Mahns, beide in Potsdam wohnhaft und von Ex-Trainer Sven Keck an die SC-Sieben herangebracht, zu schätzen. „Wir haben auch noch Platz in unserer Fahrgemeinschaft“ so Mahns, „die Solidarität der Mannschaft zeigt sich nicht nur darin.“ Auch Robert Düsel-Eifler, der seine erste vollständige Saison für die Clauertstädter spielen wird, genießt das Flair – am Montag zumindest so lange, bis Spielertrainer Benjamin Stollin und Kapitän Silvio Kahle das Training forcieren.

Mit Neuzugang Tino Piper aus der Kreisliga-Sieben hatten die Trebbiner eigentlich ihre Lücke auf der Torhüterposition geschlossen. Diese ist allerdings durch den Rückzug von Stephan Schmidt wieder vakant geworden. Ein weiterer Rückraumspieler, am besten Linkshänder, würde den Clauertstädtern ebenfalls nicht schaden – sind doch in Stollin, Düsel-Eifler, Torsten Wagner, Arne Pfaender und Maik Wettengel derzeit nur fünf Protagonisten für diese Positionen im Kader.  Auch ein Rechtsaußen wird noch dringend gesucht. Die Aussichten auf eine analog zur Rückrunde der vergangenen Saison erfolgreiche Spielzeit sind jedenfalls gegeben: Im Vorjahr hatten die SC-Männer nach einer punktlosen Hinrunde mit fünf Siegen noch den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft.

Neben den Abgängen von Matthias Frank, Trainer Sven Keck (beide Ludwigsfelder HC) und Leon Rühlmann (SV 63 Brandenburg/West) ist der Kader beisammen geblieben. Im weiteren Verlauf der Saisonvorbereitung werden die Trebbiner noch Testspiele gegen die OSG Fredersdorf/Vogelsdorf und die frisch verstärkte HV Luckenwalde 09 (jeweils Verbandsliga Süd) bestreiten, außerdem ist ein Trainingslager im August geplant. Nach dem Pflichtspielauftakt im HVB-Pokal am 30. August in Herzberg (Turnier mit dem SV Herzberg, Blau-Weiß Dahlewitz und Germania Massen) starten die SC-Männer gleich mit dem Heimderby gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst in die Saison – und zwar am Sonntag, 8. September um 16 Uhr im Sportkomplex. Die weiteren Heimspiele finden dann wieder zur gewohnten Uhrzeit Samstagabends um 18:30 Uhr statt.

Die zweite Männermannschaft des SC Trebbin steigt nach dem Aufstieg in ihr neues Abenteuer Landesliga ebenfalls am 8. September ein – ebenfalls gegen die (Reserve-)Mannschaft aus Ahrensdorf (13:30 Uhr). Der Pflichtspielauftakt der Kreisliga-Frauen ist eine Woche später mit einem Heimspiel gegen Teltow/Ruhlsdorf II (15 Uhr). Neben der letztjährigen E-Jugend, die in 2019/20 als D-Jugend auf Torejagd geht, wird auch wieder eine neue E-Jugend des SC Trebbin den Spielbetrieb der Kreisligen aufnehmen.

Interessierte Spieler für die Brandenburgliga-Mannschaft des SC Trebbin können sich gerne beim Mannschaftsverantwortlichen Benjamin Stollin unter der Telefonnummer 0151 40626388, per E-Mail an info@sc-trebbin.de oder auf der Facebook-Seite des SC Trebbin melden.

Frust, Bangen, Freude – SC-Handballer halten die Klasse

Die Trauer über den in letzter Sekunde verpassten Ausgleichstreffer im Derby bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst währte nicht lange: Wenige Sekunden später fanden die Ergebnisse der Konkurrenz ihren Weg auf das Smartphone von SC-Trainer Sven Keck, der noch auf dem Spielfeld die frohe Botschaft verkündete. Da sowohl der HC Bad Liebenwerda als auch der Grünheider SV II ihre letzten Saisonspiele verloren, bleiben die Trebbiner Handballer Tabellenzehnter und dürfen sich über den Klassenerhalt in der Brandenburgliga freuen. Die 26:27-Niederlage der aufopfernd kämpfenden SC-Sieben geriet im kollektiven Jubel der Mannschaft zur Nebensache.

Die ersatzgeschwächten Clauertstädter, die unter anderem ohne Robert Düsel, Maik Wettengel und Dustin Emmermacher angetreten waren, mussten in den Anfangsminuten mit Benjamin Stollin einen weiteren angeschlagenen Spieler hinnehmen. Trotzdem hielten die Trebbiner in einer nervösen Anfangsphase gegen den Tabellensechsten in der sehr gut gefüllten Ahrensdorfer Sporthalle mit, nach zehn Minuten lagen die Gäste mit 6:5 in Führung. 

Dank ihres guten Tempospiels in der zweiten Welle setzten sich die HSG-Männer nach einer Viertelstunde erstmals auf drei Tore ab (10:7). Zu oft fehlte den Trebbiner Verteidigern zudem gegen den Positionsangriff der Gastgeber die letzte Konsequenz, bei angezeigtem passiven Spiel kamen die Ahrensdorfer mehrmals über den SC-Block zu Torerfolgen. Trotzdem konnten sich die Hausherren nicht weiter absetzen, da die Clauertstädter im Angriff durch gute Eins-gegen-Eins-Aktionen oder Kreisanspiele einige Siebenmeter-Strafwürfe herausspielten – welche von Toptorschütze Silvio Kahle (7/4 Tore) fast alle verwandelt wurden. Nach zwei Gegenstoßtoren gingen die Ahrensdorfer dann doch noch mit einer 15:12-Führung in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verzweifelten die Gäste an der stärker werdenden Abwehr der HSG – einige technische Fehler der SC-Angreifer trugen ihren Teil zu einer 19:13-Führung der Hausherren bei (36. Minute). Was dann folgte, war eine große kämpferische Leistung der dezimierten Trebbiner, die sich nicht aufgaben und nach einigen HSG-Fehlwürfen und -Pfostentreffern beim 21:20 nach einer Dreiviertelstunde den Anschluss wieder geschafft hatten.

Der psychologisch so wichtige Ausgleichstreffer sollte jedoch trotz mehrerer Chancen nicht fallen, stattdessen nutzten die Ahrensdorfer in einer nervöser werdenden Partie ihre Möglichkeiten. Angeführt von ihrem Top-Torjäger Dave Skuddis (8 Tore), der nach seiner Wiedereinwechslung mit vier Treffern und starken Einzelaktionen maßgeblichen Anteil am Aufschwung der Hausherren hatte, erspielte sich die HSG-Sieben eine 27:23-Führung fünf Minuten vor Spielende.

Manch einer in der Ahrensdorfer Sporthalle, der in diesem Spielstand eine Vorentscheidung gesehen haben mag, wurde vom Kampfgeist der SC-Männer überrascht. Auf einmal wackelten die Nerven der HSG-Sieben, die kein Tor mehr erzielen sollte. Silvio Kahle verwandelte zwei Strafwürfe zum 26:27-Anschluss, ehe Spielmacher Arne Pfaender vierzig Sekunden vor dem Ende den Ball für die Trebbiner gewann. Zehn Sekunden vor Abpfiff hatte Kreisläufer Kahle mit einem freien Wurf die Chance auf den sicheren Klassenerhalt auf der Hand, scheiterte jedoch am früheren SC-Torwart Jan Hilbert im Ahrensdorfer Gehäuse. 

„Ich habe mich noch nie so geärgert wie nach dem letzten Wurf“ gab Kahle nach Spielende zu, „aber wir haben ganz stark gekämpft in unserer personellen Situation.“ Dass sich die Trebbiner nicht lange ärgern mussten, lag dann an den Ergebnissen der Kontrahenten, welche die Derby-Niederlage schnell vergessen machten. „Etwas schade ist es, dass uns einige der Heimfans so niedergemacht haben“ so Kahle, „da haben wir beispielsweise beim Meister in Brandenburg deutlich fairere Sachen erlebt.“ Die Handballmänner aus der Clauertstadt erreichten auch dank Rückraumspieler Matthias Frank (6 Tore) und den taktischen Kniffen von Trainer Sven Keck, die beide in Ahrensdorf ihr letztes Spiel für den SC bestritten, noch den im Januar nicht mehr für möglich gehaltenen zehnten Platz in ihrer Premierensaison in Brandenburgs höchster Spielklasse.

Es spielten: Schmidt; Frank (6), Kahle (7/4), Wagner (1), Schönebeck (1), Pfaender (4), Stollin (1), Mahns, Rühlmann (4/2), Henschke (2)

Autor(en): Fabian Stollin

Großer Schritt zum Klassenerhalt

Die Trebbiner Brandenburgligahandballer haben durch einen 32:26-Erfolg gegen den Tabellenneunten LHC Cottbus II einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht und sich auf den zehnten Tabellenplatz verbessert. „Ich kann meiner Mannschaft gar nicht genug Respekt zollen“ freute sich Trainer Sven Keck, „dass sie sich nach der punktlosen Hinrunde so herausgezogen und fünf Siege eingefahren hat, ist eine überragende Leistung.“ Vorjahres-Meistertrainer Keck wurde nach dem Spiel ebenso wie Rückraumspieler Matthias Frank (beide zum Ludwigsfelder HC) und Linksaußen Dustin Emmermacher (SC II) verabschiedet.

Einen guten Start erwischte die Trebbiner Abwehr vor gut 180 Zuschauern im Sportkomplex: Ein ums andere Mal blieben die Wurfversuche der LHC-Reserve im SC-Block hängen, nach zehn Minuten lagen die Hausherren mit 6:2 in Führung. Nach einer unkonzentrierten Phase der SC-Angreifer, in der sich die Gäste zu sortieren schienen, schrumpfte der Vorsprung wieder – die Lausitzer zeigten angeführt von Schlüsselakteur Sven Haase (9 Tore) ihre Klasse und glichen fünf Minuten vor der Pause zum 11:11 aus. Da allerdings auch Stephan Schmidt im Trebbiner Tor einen guten Tag erwischte und gegen Ende der ersten Hälfte einige Paraden zeigte, erspielten sich die Clauertstädter mit einem 4:0-Lauf wieder einen größeren Vorsprung zur 15:11-Pausenführung.

Die Cottbusser kamen besser aus der Kabine: Mit schnellen Durchbrüchen im Eins-gegen-Eins und stärkerem Spiel in die Tiefe kamen die Gäste wieder bis auf 19:17 heran. Drei vergebene Siebenmeter der Trebbiner Strafwurfschützen trugen ihr Übriges dazu bei, dass es die SC-Sieben verpasste, sich eine komfortable Führung herauszuspielen. Zumindest bis zu diesem Zeitpunkt, denn in der Folge kamen die Clauertstädter wieder besser in die Partie und durften sich aufgrund ihrer stabilen Abwehr und des gewonnenen Torhüterduells über die erste Fünf-Tore-Führung (23:18, 45. Minute) freuen.

Zwei Treffer des Toptorschützen Robert Düsel (6 Tore) zum 30:23 knapp fünf Minuten vor dem Ende führten die Vorentscheidung herbei. Saison-Toptorjäger Silvio Kahle setzte mit dem Treffer zum 32:26-Endstand den Schlusspunkt unter ein Spiel, welches den SC-Männern höchstwahrscheinlich den Klassenerhalt gesichert hat. Aufgrund der gleichzeitigen 24:26-Niederlage des HC Bad Liebenwerda gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst können die Trebbiner nur noch in einem speziellen Fall vom in dieser Saison rettenden elften Platz fallen: Bei einer Niederlage im Abschlussspiel in Ahrensdorf (Sa, 4.5., 18:30 Uhr), einem zeitgleichen Sieg des Konkurrenten aus Bad Liebenwerda und einem Punktgewinn des Grünheider SV II würde kein Dreiervergleich, sondern der direkte Vergleich zwischen Trebbin und Bad Liebenwerda zählen. Da der Handballverband die Auswärtstor-Regel in direkten Vergleichen gestrichen hat, würde es in diesem speziellen Fall zu Entscheidungsspielen kommen.

Dieser Fall soll jedoch verhindert werden: „Wir werden nochmal alles geben in Ahrensdorf, die Truppe hat sich die Brandenburgliga verdient“ so Trainer Keck, „sie ist sportlich und menschlich in der Liga angekommen.“ Auch Rückraumspieler Matthias Frank, der im nächsten Jahr wieder als Torhüter wie damals beim VfL Potsdam agieren wird, war voll des Lobes für seine Zeit im blau-weißen SC-Dress: „Ich habe die Lust zum Handball in Trebbin wieder gefunden“ meinte Frank, „wenn es die Möglichkeit beim LHC nicht gegeben hätte, hätte ich hier weitergespielt.“ Auf ihre Zeit beim Oberligisten in Ludwigsfelde freuen sich die beiden verdienten SC-Akteure: „Das wird eine schöne Herausforderung in einer attraktiven Liga, mit einer guten Truppe und bei einem traditionellen Verein.“ Bei der Verabschiedung ließ Zeremonienmeister Silvio Kahle dem Trebbiner Meistertrainer eine Hintertür offen: „Wir haben dich zwar schon drei Mal verabschiedet, aber du bist immer gern hier gesehen.“

Es spielten: Schmidt; Frank (4), Kahle (5/1), Wagner, Janke (1), Schönebeck (1), Pfaender (4), Stollin (2), Mahns (1), Düsel (6), Rühlmann (5/3), Emmermacher (3)

Autor(en): Fabian Stollin