Einstand nach Maß

Die Handballmänner des SC Trebbin haben am vergangenen Sonntag einen Start nach Maß in die neue Spielzeit gefeiert: Im Derby gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst gelang den Clauertstädtern ein 23:22-Heimerfolg. „Das war unser erster Sieg gegen Ahrensdorf nach zig Spielen“ freute sich Spielertrainer Benjamin Stollin, „die Rotation unserer Spieler war der Schlüssel zum Erfolg.“

Bereits von der ersten Sekunde an wechselten die Hausherren vor heimischem Publikum im Sportkomplex viel durch – ganz im Gegensatz zu den Gästen aus Ahrensdorf, die auf ihre eingespielte erste Sieben setzten. Zu Beginn hatten die Gäste mit dieser Taktik auch Erfolg, sie legten bis zum Halbzeitstand eine 4-Tore-Führung vor (10:14). Zwar hielten die SC-Männer kämpferisch dagegen und kamen insbesondere durch Spielmacher Arne Pfaender (Toptorschütze mit 6 Toren) immer wieder zu Torerfolgen. Allerdings zeigten sich in der Abwehr noch einige Lücken, außerdem war den Trebbinern um ihre Neuzugänge Alexander Kumm und Sandro Haupt, der Kreisläufer Silvio Kahle ersetzte, noch eine fehlende Abstimmung anzumerken.

Im SC-Tor zeigte Luca Schönfeld (Neuzugang mit Doppelspielrecht aus der A-Jugend des Ludwigsfelder HC) im zweiten Durchgang eine ansprechende Leistung. Hinzu kam, dass die Gäste aus Ahrensdorf, die in Maximilian Pohl (5 Tore) ihren erfolgreichsten Torschützen hatten, mit zunehmender Spielzeit einige Unkonzentriertheiten zeigten. Die Trebbiner, die mittlerweile wohl über einen der breitesten Kader ihrer bis dato personell immer eng gestrickten Geschichte verfügen, konnten diese Stärke fortan ausspielen und schlossen in der 38. Minute bereits wieder zum 15:15 auf.

Es entwickelte sich eine wahre Zitterpartie, in der zunächst die HSG-Sieben wieder Vorteile hatte. Fünf Minuten vor dem Ende jedoch gingen die Trebbiner zum ersten Mal seit dem 3:2 wieder in Führung (21:20). Insbesondere Jakob Henschke setzte in der Schlussphase auf der Mittelposition Akzente: „Er hat die Lücken gut genutzt“ lobte Spielertrainer Stollin seinen Angreifer, „wir hätten das Spiel schon früher auf unsere Seite bringen können, haben aber viel verworfen.“

Nach der 21:20-Führung ließen sich die SC-Männer den Sieg nicht mehr nehmen und gewannen knapp mit 23:22. Der erste Sieg gegen den Lokalrivalen aus Ahrensdorf bringt den Clauertstädtern zunächst Rang 4 – und gehörigen Respekt beim kommenden Gegner, der TSG Lübbenau, ein. Diese kündigte die Trebbiner für die Partie in Lübbenau am Samstag als unangenehmen Gegner an.

Die zweite Vertretung des SC war bei ihrem Landesliga-Debüt weniger erfolgreich: Zu lange liefen die Trebbiner einem Rückstand hinterher und unterlagen der zweiten Mannschaft der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst nach zwischenzeitlichem 8-Tore-Rückstand am Ende mit 22:24. Die neu formierte E-Jugend des SC Trebbin hielt in ihrem ersten Punktspiel überhaupt gegen den SV Blau-Weiß Dahlewitz gut mit und verlor erst am Ende mit 11:14. Das zweite Spiel, diesmal ebenfalls gegen Ahrensdorf/Schenkenhorst, gewannen die jüngsten SC-Handballer danach deutlich mit 16:2.

Es spielten (SC-Männer): Schönfeld, Piper; Wagner (4), Schönebeck, Müller (1), Pfaender (6), Stollin, Mahns (4), Wettengel, Düsel (3), Kumm (1/1), Löwe, Henschke (4), Haupt (1)

Mit Spaß und Schweiß: SC-Handballer in der Vorbereitung und auf Spielersuche

Trotz der Anstrengungen der Vorbereitungszeit sind die Trebbiner Handballmänner beim Training am Montagabend schon wieder mit Spaß an der Sache dabei. „Wir planen auf jeden Fall auch mit nur einem Torhüter den Aufstieg“ feixt Rückraumspieler Jakob Henschke – ein Spaß, der allerdings die beengte Personalsituation des letztjährigen Brandenburgliga-Zehnten verdeutlicht. Aktuell suchen die SC-Handballer noch nach einem zweiten Torhüter und einem Linkshänder (Rückraum und insbesondere  Rechtsaußen) für die neue Spielzeit, die Anfang September beginnt.

Gute Laune, ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl, und vor allem der Rückhalt der regelmäßig über 200 Zuschauer im Trebbiner Sportkomplex – diese Attribute wissen nicht nur Henschke und Linksaußen Peter Mahns, beide in Potsdam wohnhaft und von Ex-Trainer Sven Keck an die SC-Sieben herangebracht, zu schätzen. „Wir haben auch noch Platz in unserer Fahrgemeinschaft“ so Mahns, „die Solidarität der Mannschaft zeigt sich nicht nur darin.“ Auch Robert Düsel-Eifler, der seine erste vollständige Saison für die Clauertstädter spielen wird, genießt das Flair – am Montag zumindest so lange, bis Spielertrainer Benjamin Stollin und Kapitän Silvio Kahle das Training forcieren.

Mit Neuzugang Tino Piper aus der Kreisliga-Sieben hatten die Trebbiner eigentlich ihre Lücke auf der Torhüterposition geschlossen. Diese ist allerdings durch den Rückzug von Stephan Schmidt wieder vakant geworden. Ein weiterer Rückraumspieler, am besten Linkshänder, würde den Clauertstädtern ebenfalls nicht schaden – sind doch in Stollin, Düsel-Eifler, Torsten Wagner, Arne Pfaender und Maik Wettengel derzeit nur fünf Protagonisten für diese Positionen im Kader.  Auch ein Rechtsaußen wird noch dringend gesucht. Die Aussichten auf eine analog zur Rückrunde der vergangenen Saison erfolgreiche Spielzeit sind jedenfalls gegeben: Im Vorjahr hatten die SC-Männer nach einer punktlosen Hinrunde mit fünf Siegen noch den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft.

Neben den Abgängen von Matthias Frank, Trainer Sven Keck (beide Ludwigsfelder HC) und Leon Rühlmann (SV 63 Brandenburg/West) ist der Kader beisammen geblieben. Im weiteren Verlauf der Saisonvorbereitung werden die Trebbiner noch Testspiele gegen die OSG Fredersdorf/Vogelsdorf und die frisch verstärkte HV Luckenwalde 09 (jeweils Verbandsliga Süd) bestreiten, außerdem ist ein Trainingslager im August geplant. Nach dem Pflichtspielauftakt im HVB-Pokal am 30. August in Herzberg (Turnier mit dem SV Herzberg, Blau-Weiß Dahlewitz und Germania Massen) starten die SC-Männer gleich mit dem Heimderby gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst in die Saison – und zwar am Sonntag, 8. September um 16 Uhr im Sportkomplex. Die weiteren Heimspiele finden dann wieder zur gewohnten Uhrzeit Samstagabends um 18:30 Uhr statt.

Die zweite Männermannschaft des SC Trebbin steigt nach dem Aufstieg in ihr neues Abenteuer Landesliga ebenfalls am 8. September ein – ebenfalls gegen die (Reserve-)Mannschaft aus Ahrensdorf (13:30 Uhr). Der Pflichtspielauftakt der Kreisliga-Frauen ist eine Woche später mit einem Heimspiel gegen Teltow/Ruhlsdorf II (15 Uhr). Neben der letztjährigen E-Jugend, die in 2019/20 als D-Jugend auf Torejagd geht, wird auch wieder eine neue E-Jugend des SC Trebbin den Spielbetrieb der Kreisligen aufnehmen.

Interessierte Spieler für die Brandenburgliga-Mannschaft des SC Trebbin können sich gerne beim Mannschaftsverantwortlichen Benjamin Stollin unter der Telefonnummer 0151 40626388, per E-Mail an info@sc-trebbin.de oder auf der Facebook-Seite des SC Trebbin melden.

Frust, Bangen, Freude – SC-Handballer halten die Klasse

Die Trauer über den in letzter Sekunde verpassten Ausgleichstreffer im Derby bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst währte nicht lange: Wenige Sekunden später fanden die Ergebnisse der Konkurrenz ihren Weg auf das Smartphone von SC-Trainer Sven Keck, der noch auf dem Spielfeld die frohe Botschaft verkündete. Da sowohl der HC Bad Liebenwerda als auch der Grünheider SV II ihre letzten Saisonspiele verloren, bleiben die Trebbiner Handballer Tabellenzehnter und dürfen sich über den Klassenerhalt in der Brandenburgliga freuen. Die 26:27-Niederlage der aufopfernd kämpfenden SC-Sieben geriet im kollektiven Jubel der Mannschaft zur Nebensache.

Die ersatzgeschwächten Clauertstädter, die unter anderem ohne Robert Düsel, Maik Wettengel und Dustin Emmermacher angetreten waren, mussten in den Anfangsminuten mit Benjamin Stollin einen weiteren angeschlagenen Spieler hinnehmen. Trotzdem hielten die Trebbiner in einer nervösen Anfangsphase gegen den Tabellensechsten in der sehr gut gefüllten Ahrensdorfer Sporthalle mit, nach zehn Minuten lagen die Gäste mit 6:5 in Führung. 

Dank ihres guten Tempospiels in der zweiten Welle setzten sich die HSG-Männer nach einer Viertelstunde erstmals auf drei Tore ab (10:7). Zu oft fehlte den Trebbiner Verteidigern zudem gegen den Positionsangriff der Gastgeber die letzte Konsequenz, bei angezeigtem passiven Spiel kamen die Ahrensdorfer mehrmals über den SC-Block zu Torerfolgen. Trotzdem konnten sich die Hausherren nicht weiter absetzen, da die Clauertstädter im Angriff durch gute Eins-gegen-Eins-Aktionen oder Kreisanspiele einige Siebenmeter-Strafwürfe herausspielten – welche von Toptorschütze Silvio Kahle (7/4 Tore) fast alle verwandelt wurden. Nach zwei Gegenstoßtoren gingen die Ahrensdorfer dann doch noch mit einer 15:12-Führung in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verzweifelten die Gäste an der stärker werdenden Abwehr der HSG – einige technische Fehler der SC-Angreifer trugen ihren Teil zu einer 19:13-Führung der Hausherren bei (36. Minute). Was dann folgte, war eine große kämpferische Leistung der dezimierten Trebbiner, die sich nicht aufgaben und nach einigen HSG-Fehlwürfen und -Pfostentreffern beim 21:20 nach einer Dreiviertelstunde den Anschluss wieder geschafft hatten.

Der psychologisch so wichtige Ausgleichstreffer sollte jedoch trotz mehrerer Chancen nicht fallen, stattdessen nutzten die Ahrensdorfer in einer nervöser werdenden Partie ihre Möglichkeiten. Angeführt von ihrem Top-Torjäger Dave Skuddis (8 Tore), der nach seiner Wiedereinwechslung mit vier Treffern und starken Einzelaktionen maßgeblichen Anteil am Aufschwung der Hausherren hatte, erspielte sich die HSG-Sieben eine 27:23-Führung fünf Minuten vor Spielende.

Manch einer in der Ahrensdorfer Sporthalle, der in diesem Spielstand eine Vorentscheidung gesehen haben mag, wurde vom Kampfgeist der SC-Männer überrascht. Auf einmal wackelten die Nerven der HSG-Sieben, die kein Tor mehr erzielen sollte. Silvio Kahle verwandelte zwei Strafwürfe zum 26:27-Anschluss, ehe Spielmacher Arne Pfaender vierzig Sekunden vor dem Ende den Ball für die Trebbiner gewann. Zehn Sekunden vor Abpfiff hatte Kreisläufer Kahle mit einem freien Wurf die Chance auf den sicheren Klassenerhalt auf der Hand, scheiterte jedoch am früheren SC-Torwart Jan Hilbert im Ahrensdorfer Gehäuse. 

„Ich habe mich noch nie so geärgert wie nach dem letzten Wurf“ gab Kahle nach Spielende zu, „aber wir haben ganz stark gekämpft in unserer personellen Situation.“ Dass sich die Trebbiner nicht lange ärgern mussten, lag dann an den Ergebnissen der Kontrahenten, welche die Derby-Niederlage schnell vergessen machten. „Etwas schade ist es, dass uns einige der Heimfans so niedergemacht haben“ so Kahle, „da haben wir beispielsweise beim Meister in Brandenburg deutlich fairere Sachen erlebt.“ Die Handballmänner aus der Clauertstadt erreichten auch dank Rückraumspieler Matthias Frank (6 Tore) und den taktischen Kniffen von Trainer Sven Keck, die beide in Ahrensdorf ihr letztes Spiel für den SC bestritten, noch den im Januar nicht mehr für möglich gehaltenen zehnten Platz in ihrer Premierensaison in Brandenburgs höchster Spielklasse.

Es spielten: Schmidt; Frank (6), Kahle (7/4), Wagner (1), Schönebeck (1), Pfaender (4), Stollin (1), Mahns, Rühlmann (4/2), Henschke (2)

Autor(en): Fabian Stollin

Großer Schritt zum Klassenerhalt

Die Trebbiner Brandenburgligahandballer haben durch einen 32:26-Erfolg gegen den Tabellenneunten LHC Cottbus II einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht und sich auf den zehnten Tabellenplatz verbessert. „Ich kann meiner Mannschaft gar nicht genug Respekt zollen“ freute sich Trainer Sven Keck, „dass sie sich nach der punktlosen Hinrunde so herausgezogen und fünf Siege eingefahren hat, ist eine überragende Leistung.“ Vorjahres-Meistertrainer Keck wurde nach dem Spiel ebenso wie Rückraumspieler Matthias Frank (beide zum Ludwigsfelder HC) und Linksaußen Dustin Emmermacher (SC II) verabschiedet.

Einen guten Start erwischte die Trebbiner Abwehr vor gut 180 Zuschauern im Sportkomplex: Ein ums andere Mal blieben die Wurfversuche der LHC-Reserve im SC-Block hängen, nach zehn Minuten lagen die Hausherren mit 6:2 in Führung. Nach einer unkonzentrierten Phase der SC-Angreifer, in der sich die Gäste zu sortieren schienen, schrumpfte der Vorsprung wieder – die Lausitzer zeigten angeführt von Schlüsselakteur Sven Haase (9 Tore) ihre Klasse und glichen fünf Minuten vor der Pause zum 11:11 aus. Da allerdings auch Stephan Schmidt im Trebbiner Tor einen guten Tag erwischte und gegen Ende der ersten Hälfte einige Paraden zeigte, erspielten sich die Clauertstädter mit einem 4:0-Lauf wieder einen größeren Vorsprung zur 15:11-Pausenführung.

Die Cottbusser kamen besser aus der Kabine: Mit schnellen Durchbrüchen im Eins-gegen-Eins und stärkerem Spiel in die Tiefe kamen die Gäste wieder bis auf 19:17 heran. Drei vergebene Siebenmeter der Trebbiner Strafwurfschützen trugen ihr Übriges dazu bei, dass es die SC-Sieben verpasste, sich eine komfortable Führung herauszuspielen. Zumindest bis zu diesem Zeitpunkt, denn in der Folge kamen die Clauertstädter wieder besser in die Partie und durften sich aufgrund ihrer stabilen Abwehr und des gewonnenen Torhüterduells über die erste Fünf-Tore-Führung (23:18, 45. Minute) freuen.

Zwei Treffer des Toptorschützen Robert Düsel (6 Tore) zum 30:23 knapp fünf Minuten vor dem Ende führten die Vorentscheidung herbei. Saison-Toptorjäger Silvio Kahle setzte mit dem Treffer zum 32:26-Endstand den Schlusspunkt unter ein Spiel, welches den SC-Männern höchstwahrscheinlich den Klassenerhalt gesichert hat. Aufgrund der gleichzeitigen 24:26-Niederlage des HC Bad Liebenwerda gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst können die Trebbiner nur noch in einem speziellen Fall vom in dieser Saison rettenden elften Platz fallen: Bei einer Niederlage im Abschlussspiel in Ahrensdorf (Sa, 4.5., 18:30 Uhr), einem zeitgleichen Sieg des Konkurrenten aus Bad Liebenwerda und einem Punktgewinn des Grünheider SV II würde kein Dreiervergleich, sondern der direkte Vergleich zwischen Trebbin und Bad Liebenwerda zählen. Da der Handballverband die Auswärtstor-Regel in direkten Vergleichen gestrichen hat, würde es in diesem speziellen Fall zu Entscheidungsspielen kommen.

Dieser Fall soll jedoch verhindert werden: „Wir werden nochmal alles geben in Ahrensdorf, die Truppe hat sich die Brandenburgliga verdient“ so Trainer Keck, „sie ist sportlich und menschlich in der Liga angekommen.“ Auch Rückraumspieler Matthias Frank, der im nächsten Jahr wieder als Torhüter wie damals beim VfL Potsdam agieren wird, war voll des Lobes für seine Zeit im blau-weißen SC-Dress: „Ich habe die Lust zum Handball in Trebbin wieder gefunden“ meinte Frank, „wenn es die Möglichkeit beim LHC nicht gegeben hätte, hätte ich hier weitergespielt.“ Auf ihre Zeit beim Oberligisten in Ludwigsfelde freuen sich die beiden verdienten SC-Akteure: „Das wird eine schöne Herausforderung in einer attraktiven Liga, mit einer guten Truppe und bei einem traditionellen Verein.“ Bei der Verabschiedung ließ Zeremonienmeister Silvio Kahle dem Trebbiner Meistertrainer eine Hintertür offen: „Wir haben dich zwar schon drei Mal verabschiedet, aber du bist immer gern hier gesehen.“

Es spielten: Schmidt; Frank (4), Kahle (5/1), Wagner, Janke (1), Schönebeck (1), Pfaender (4), Stollin (2), Mahns (1), Düsel (6), Rühlmann (5/3), Emmermacher (3)

Autor(en): Fabian Stollin

Letztes Heimspiel – letzte Chance?

Am Samstagabend (18:30 Uhr, Sportkomplex) treten die Trebbiner Handball-Männer in ihrem letzten Saison-Heimspiel gegen den LHC Cottbus II an. Damit es nicht das vorerst letzte Heimspiel in der Brandenburgliga bleibt, wäre ein Erfolg gegen den Tabellenneunten immens wichtig. Nicht nur die sportliche Ausgangssituation dürfte einen Besuch wert sein – schließlich werden nach dem Spiel Meistertrainer Sven Keck und die scheidenden Spieler, unter anderem Matthias Frank (wechselt als Torhüter zum Ludwigsfelder HC), verabschiedet.

Bei einem Erfolg gegen die Lausitzer Oberliga-Reserve und einer gleichzeitigen Niederlage des Konkurrenten aus Bad Liebenwerda würden die Trebbiner erstmals seit Saisonbeginn wieder auf den zehnten Rang und damit einen Nichtabstiegsplatz klettern. Insbesondere in der Rückrunde, in der die Clauertstädter in keinem einzigen Spiel enttäuschten und vier Siege einfahren konnten, stellten die SC-Männer ihre Ligatauglichkeit unter Beweis. Das Hinspiel in Cottbus Mitte Dezember ging allerdings mit 29:43 deutlich verloren – vor eigenem Publikum und hoffentlich großer Kulisse werden die Trebbiner aber alles daransetzen, die Spielzeit mit einem Erfolg zu beenden.

Aufgrund fehlender Brandenburger Absteiger aus der Ostsee-Spree-Oberliga wird wahrscheinlich nur der Tabellenletzte der Brandenburgliga den Weg in die Verbandsliga antreten. Bei Punktgleichheit mit den Mannschaften des HC Bad Liebenwerda oder vom Grünheider SV II und auch in einem möglichen Dreiervergleich würden die SC-Handballer wegen der direkten Vergleiche nicht als schlechtestes Team dastehen. Lediglich zwei Trebbiner Niederlagen gegen Cottbus und im Abschlussspiel bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst sowie ein Punktgewinn der Mannschaft aus Bad Liebenwerda (gegen Ahrensdorf oder die TSG Lübbenau) bedeuten einen Abstieg der Clauertstädter.

Neben den angekündigten Verabschiedungen und einem gemeinsamen Ausklang mit den Fans bei Getränken und Verpflegung wird es auch eine Spendenaktion geben: Am Stand der DKMS können sich die Besucher als Stammzellenspender registrieren lassen und mit wenig Aufwand die Lebenschancen von Blutkrebs-Patienten erhöhen.

Autor(en): Fabian Stollin

SC-Männer als unbequemer Partygast

Trotz eines Rumpfkaders von nur neun angereisten Spielern haben die Trebbiner Handballmänner am Samstagabend beinahe die Aufstiegsparty des Tabellenführers SV 63 Brandenburg-West verdorben. Bis in die zweite Halbzeit hinein lagen die Clauertstädter in Führung, ehe der haushohe Favorit und Gastgeber mit einem 34:28-Erfolg gegen die SC-Sieben doch den bereits feststehenden Meistertitel feiern konnte. Die Trebbiner bleiben auf einem Abstiegsplatz – haben aber nach Ostern ein ‚Endspiel‘ gegen den LHC Cottbus II (27.4., Sportkomplex), in dem sie mit einem Erfolg und einer Niederlage der Konkurrenz aus Bad Liebenwerda auf den zehnten Tabellenplatz klettern können.

Beim SV 63 Brandenburg-West rieben sich vermutlich einige der Zuschauer verwundert die Augen, als die SC-Männer – die das Hinspiel noch deutlich mit 26:45 verloren hatten – mit ihrem kleinen Kader die Anfangsphase dominierten. Immer wieder gelang es den Gästen, ihre Kreis- und Außenspieler freizuspielen – dabei nutzten die Trebbiner auch die Freiräume, die ihnen eine Manndeckung gegen Rückraumspieler Matthias Frank einbrachte. Die Hausherren hingegen überzeugten mit ihrem Tempospiel, scheiterten aber ein ums andere Mal am gut aufgelegten SC-Torhüter Stephan Schmidt. Nach einer Viertelstunde führte der Außenseiter aus Trebbin mit 9:5.

Zum Ende der zweiten Hälfte fanden die Brandenburger, die nach ihrer ersten Saisonniederlage in der Vorwoche in Ahrensdorf scheinbar den Kopf nicht frei hatten, besser in die Partie. Trotzdem nahmen die Trebbiner einen 16:14-Vorsprung mit in die Halbzeitpause, den die SV-Mannen nach Wiederanpfiff allerdings in eine 17:16-Führung umwandeln sollten. Die Hausherren agierten in der Abwehr aggressiver und sicherten sich mit einem 8:1-Lauf eine Vier-Tore-Führung (21:17).

Trotz dieser schwierigen Phase steckten die grandios kämpfenden Clauertstädter nicht auf und hielten, angeführt von ihrem Toptorschützen Leon Rühlmann (9/2 Tore), den Vier-Tore-Abstand aufrecht. Dabei ließen die SC-Männer sogar noch einige Möglichkeiten liegen, die einen noch knapperen Spielverlauf möglich gemacht hätten. Erst in den letzten Minuten gestalteten die Brandenburger das Spiel deutlicher, gewannen am Ende mit 34:28 und durften sich über den verdienten Wiederaufstieg in die Ostsee-Spree-Oberliga freuen.

Die Trebbiner Kreisliga-Frauenmannschaft hat ihr letztes Heimspiel der Saison am Samstag mit 9:23 gegen den HV Grün-Weiß Werder II verloren, kann aber die Spielzeit in der finalen Partie Anfang Mai beim Tabellenschlusslicht BSR Klub mit einem Sieg abschließen.  

Es spielten: Schmidt; Frank (2), Kahle (4), Schönebeck (3), Pfaender (4), Stollin (3), Rühlmann (9/2), Emmermacher (3), Henschke

Autor(en): Fabian Stollin

Freud und Leid für Trebbiner Handballer

Einen großen Erfolg feierte am ersten Aprilsamstag die zweite Männermannschaft des SC Trebbin: In der Handball-Kreisliga gewann die SC-Reserve ihr letztes Saisonspiel gegen die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf III deutlich mit 27:17 und feierte somit die Vize-Meisterschaft. Die Brandenburgliga-Sieben des SC hatte im Anschluss die Chance, mit einem Erfolg gegen den SV Jahn Bad Freienwalde auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern – allerdings mussten sich die Clauertstädter am Ende eines großen Kampfes mit 32:35 geschlagen geben.

In der Anfangsphase durften sich die Trebbiner Brandenburgliga-Handballer bei Torhüter Stephan Schmidt bedanken, der den Gästen aus der Kurstadt Bad Freienwalde einige überhastete Torabschlüsse abkaufte. Beiden Teams war die Nervosität anzumerken, nach zehn Minuten stand es 5:5-Unentschieden vor etwa 150 Zuschauern im Sportkomplex. Nach einem ersten Zwei-Tore-Vorsprung für den SC schlichen sich Unkonzentriertheiten ins Trebbiner Aufbauspiel, die den Gästen wieder die Führung ermöglichten.

Mit der Einwechslung einer frischen Rückraumreihe, aus der zum Ende der ersten Hälfte insbesondere Maik Wettengel und Robert Düsel (je 4 Tore) die Lücken in der Jahn-Abwehr nutzten, setzten sich die Hausherren wieder ab – kurz vor dem Ende der ersten Hälfte betrug der Vorsprung drei Tore (17:14). Aufgrund von hektischen Abschlüssen in einer doppelten Unterzahlsituation glichen die Gäste jedoch bis zum Pausenpfiff wieder auf 17:17 aus. „In der Anfangsphase haben wir den gegnerischen Kreisläufer nicht in den Griff bekommen“ erklärte Maik Wettengel die vielen Gegentore, „dann sind wir etwas passiver geblieben und haben kein Mittel gegen die Würfe aus der zweiten Reihe gefunden.“

Insbesondere Jahn-Rückraumspieler Oliver Viert, derzeit auf Platz vier der Torschützenliste (Schnitt: 7 Tore pro Partie) und am Samstag mit neun Treffern Toptorschütze, nutzte in der zweiten Hälfte den Raum, den ihm die passive SC-Abwehrreihe bot, clever aus. Hielt zunächst SC-Torhüter Schmidt mit einem gehaltenen Siebenmeter die Führung noch in den Reihen der Hausherren, setzten sich bald die Gäste in einer hektischen Partie auf 25:23 ab. Beide Mannschaften ließen in der weiter torreichen Partie einige Chancen liegen – nach weiteren Glanzleistungen ihres Torhüters Schmidt ließ die Gastgebersieben mehrmals die Möglichkeit, in Führung zu gehen, ungenutzt.

Drei Treffer in Folge des aufmerksamen Bad Freienwalders Raik Höhne beendeten die Trebbiner Euphorie und ließen das Momentum wieder in Richtung der Gäste ausschlagen. Mit drei verwandelten Siebenmetern hielt Silvio Kahle, gemeinsam mit Leon Rühlmann (je 5 Tore) Toptorschütze der SC-Männer, seine Mannschaft bei einem Tor Rückstand im Spiel (57. Minute). Weitere Ballverluste aus Trebbiner Seite führten jedoch die Entscheidung für die in der Schlussphase sehr konsequent agierenden Gäste herbei, die das Spiel mit 35:32 verdient gewannen. „Wir sind zu hektisch geworden“ sah Wettengel die Leistung seiner Mannschaft selbstkritisch, „das war viel zu aufgeregt.“ Durch die Niederlage verpassten die Clauertstädter einen Ausbau ihrer Siegesserie und den Sprung auf Tabellenplatz zehn – in der kommenden Woche steht das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenführer SV 63 Brandenburg/West an.

Für die Kreisliga-Mannschaft erfüllte sich hingegen der Traum vom zweiten Platz: Nach einer durchwachsenen Anfangsphase, in der die Gäste aus Teltow zunächst vorn lagen, übernahm die SC-Reserve die Initiative und hatte schon beim 12:8-Halbzeitstand einen Vorsprung inne. Angeführt vom Toptorschützen Felix Henschke (8 Tore) bauten die Trebbiner diesen Vorsprung kontinuierlich bis zum 27:17-Endstand aus und durften am Ende ihre erste Vizemeisterschaft feiern.

Es spielten: Schmidt; Kahle (5/3), Wagner (4), Schönebeck (1), Pfaender (2), Stollin, F. Henschke, Mahns (4), Wettengel (4), Düsel (4), Rühlmann (5), Emmermacher (1), J. Henschke (2)

Autor(en): Fabian Stollin

Endspielcharakter im Sportkomplex

Zum vorletzten Mal in dieser Saison treten die Trebbiner Handball-Männer am ersten Aprilsamstag vor heimischer Kulisse an. Im Spiel gegen den SV Jahn Bad Freienwalde (Anwurf 18:30 Uhr, Sportkomplex) wollen die Clauertstädter die große Chance ergreifen, zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern. Auch die Partie der Kreisligamänner gegen die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf III (16 Uhr) bietet Endspielcharakter: Im letzten Saisonspiel geht es um nicht weniger als die Vizemeisterschaft.

Die sehr heimstarken Kurstädter aus Bad Freienwalde, die in der Heimtabelle der Brandenburgliga den dritten Tabellenplatz belegen, reisen als Achtplatzierter zum SC – und bringen traditionell eine große Fangemeinde mit. Für Stimmung wird also auch aus dem Gästeblock gesorgt sein. Der Jugendverein des SC-Rückraumspielers Jakob Henschke, welcher zuletzt beim deutlichen Auswärtssieg der Trebbiner in Grünheide starke Anfangsminuten hatte, entschied das Hinspiel im November mit 39:31 für sich. 

Seitdem haben sich die SC-Männer allerdings stabilisiert und wollen mit einem weiteren Heimsieg nach den Erfolgen gegen Rangsdorf und Lübbenau erstmals seit September wieder auf den zehnten Tabellenplatz klettern. Bei Schützenhilfe aus Teltow und der Unterstützung des Publikums könnten die Trebbiner an Grünheide vorbeiziehen und sich vor den abschließenden Spielen beim Tabellenführer Brandenburg/West und gegen Cottbus II sowie Ahrensdorf/Schenkenhorst eine gute Ausgangsposition schaffen.

In der Handball-Kreisliga steht unterdessen ein echtes Endspiel auf dem Programm: Die zweite Mannschaft des SC möchte im letzten Saisonspiel eine ganz starke Saison mit dem Vizemeistertitel krönen. Punktgleich liegen die Clauertstädter mit dem leicht schlechteren Torverhältnis noch hinter den Teltowern – das Hinspiel gewann die SC-Reserve auswärts mit 27:26. Ab 16 Uhr ist auch hier die Unterstützung der SC-Fans für die erste Vizemeisterschaft der Kreisligasieben gefragt.

Autor(en): Fabian Stollin

Starke Leistung bringt Klassenerhalt wieder näher

Die Handballmänner des SC Trebbin haben am Samstagnachmittag ein Ausrufezeichen gesetzt: Sie gewannen beim Tabellenzehnten Grünheider SV II nicht nur das Spiel deutlich mit 32:26. Durch diesen Sieg sicherten sich die Clauertstädter wie schon gegen den HC Bad Liebenwerda auch den im Abstiegskampf so wichtigen direkten Vergleich. „Wir waren heute richtig gut“ freute sich Kreisläufer Silvio Kahle, der mit sechs Treffern bester SC-Schütze war. Übrigens klettern die Trebbiner mit dem Sieg um einen Rang in der Brandenburgliga-Tabelle nach oben – auf Rang elf liegend fehlen ihnen nur noch zwei Punkte zum ersten Nichtabstiegsplatz, den weiterhin Grünheide innehat.

Wieder mit an Bord waren nach dem furiosen Erfolg gegen den Tabellenvierten Lübbenau vor einer Woche Matthias Frank und Robert Düsel, dafür musste Trainer Sven Keck kurzfristig absagen – er wurde wie in Bad Liebenwerda durch Benjamin Stollin ersetzt, der als Spielertrainer fungierte. Die Anfangsphase gehörte vor gut 100 Zuschauern in der Löcknitz-Halle den Gästen aus Trebbin – und Robert Düsel, gegen dessen Schlagwürfe die GSV-Verteidiger oft alt aussahen. Düsel war mit sechs Toren ebenfalls SC-Toptorschütze. Dazu kam eine gute Leistung des SC-Abwehrverbundes inklusive Torhüter Stephan Schmidt, sodass die Trebbiner nach zehn Minuten mit 8:5 in Führung lagen.

Immer wieder leisteten sich die Hausherren, die von ihrem Rechtsaußen und sicheren Siebenmeterschützen Thomas Klose (13/9 Tore) im Spiel gehalten wurden, technische Fehler. In der siebzehnten Minute lagen die Trebbiner, die gute Entscheidungen in klug ausgespielten Angriffen trafen, nach einem Rückraumkracher von Matthias Frank erstmals mit fünf Toren vorn (11:6). Auch in der Schlussphase der ersten Hälfte nutzten die SC-Männer die Lücken in der Abwehr der Hausherren und zogen weiter davon – sogar eine doppelte Unterzahlsituation konnten die Grünheider kurz vor der Pause nicht nutzen. Das „Vier-gegen-Sechs“ ging mit einem 1:1-Unentschieden aus, und die Trebbiner freuten sich über die deutliche 16:9-Pausenführung. „Das war eine bezeichnende Phase“ erklärte Spielertrainer Stollin nach dem Spiel, „wir haben in der ersten Hälfte mit viel Tempo gespielt, jeder hat einen guten Job gemacht.“

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte ließen die Clauertstädter die Zügel nicht schleifen: Kurz nach Wiederanpfiff hatten sie beim verdoppelten Spielstand von 18:9 den größten Vorsprung der Partie inne. Eine etwas schlampige Phase, in der die Hausherren bis auf 17:23 verkürzen konnten, schloss sich an – auch, weil die Trebbiner mit der mannbezogenen Deckung gegen Spielmacher Arne Pfaender zunächst nicht zurechtkamen. „Unsere Abwehr war in der zweiten Hälfte nicht mehr so stark“ analysierte Benjamin Stollin, „siebzehn Gegentore sind zu viel.“

Glücklicherweise nutzten die Grünheider ihre Chancen, auf fünf Tore Abstand zu verkürzen, nicht: Zunächst parierte Stephan Schmidt im SC-Tor einen Siebenmeter, dann schlichen sich wieder mehr Fehlpässe in das Aufbauspiel der Gastgeber. Die Trebbiner blieben kompromisslos im Angriff, Leon Rühlmann sorgte mit einem verwandelten Gegenstoß beim 29:21 acht Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung. Symbolisch war der letzte Angriff der Grünheider, bei denen an diesem Tag nicht viel zusammenpasste – freistehend warf der GSV-Angreifer den Ball an die Querlatte.

Durch den gewonnenen direkten Vergleich nach der 26:28-Hinspielniederlage können sich die Trebbiner ernsthafte Hoffnungen auf einen sportlichen Klassenerhalt machen. Nach einem spielfreien Wochenende wartet nämlich mit dem Heimspiel gegen den Tabellenneunten SV Jahn Bad Freienwalde keine unlösbare Aufgabe.

Die zweite Männermannschaft des SC verlor zwar durch ein 31:31-Unentschieden beim MTV Wünsdorf II ihren zweiten Tabellenplatz an die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf III, hat aber am letzten Spieltag im Heimspiel gegen eben jene Teltower ein Endspiel um die Vizemeisterschaft. 

Es spielten: Schmidt; Frank (5), Kahle (6/3), Wagner (5), Pfaender (4), Stollin (1), Düsel (6), Janke, Wettengel, Henschke, Rühlmann (4), Mahns (1)

Autor(en): Fabian Stollin

Euphorie nach zweitem Heimsieg

Zweiter Heimsieg der Saison für die Trebbiner Handballmänner: Am Samstagabend überraschte die SC-Sieben den Tabellenfünften TSG Lübbenau 63 und sicherte sich mit einem beherzten Auftritt und einem 29:27-Erfolg die Punkte fünf und sechs in der laufenden Brandenburgliga-Saison. Entscheidender Faktor in seinem ersten Spiel nach langer Verletzungspause war Rückraumspieler Torsten Wagner, der in der spannenden Schlussphase mit vier Treffern in Folge bewies, wie wichtig er für die Clauertstädter ist. „Es war eine starke Mannschaftsleistung“ freute sich Wagner nach dem Spiel, „wir haben gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können, wenn alle fit und konzentriert sind.“

Dabei mussten die Trebbiner am Samstag auf einige Stammkräfte verzichten: Matthias Frank, der sich in der kommenden Saison dem Oberligisten Ludwigsfelder HC wieder auf seiner ursprünglichen Torhüterposition anschließen wird, fehlte ebenso wie Robert Düsel und Chris Schönebeck. Dafür sprangen gegen die Lübbenauer andere in die Bresche – Jakob Henschke beispielsweise nutzte in der Anfangsphase den erweiterten Gegenstoß gegen die noch nicht gesammelte TSG-Abwehr zu drei Treffern. Im Positionsangriff taten sich die Trebbiner vor 180 Zuschauern im Sportkomplex allerdings schwer, weswegen die Gäste nach zehn Spielminuten mit 6:5 in Führung lagen.

Was dann allerdings folgte, war eine bärenstarke Abwehrleistung der Clauertstädter: Die wendigen Lübbenauer Spielmacher schafften es nicht mehr, gegen die bewegliche und aggressive SC-Deckung Räume zu erspielen. Ein ums andere Mal scheiterten die Gäste am Innenblock, dazu kamen etliche Paraden der Trebbiner Torhüter und Aluminiumtreffer. Die Hausherren, die ihre Angriffe geduldig ausspielten, setzten sich bis fünf Minuten vor dem Pausenpfiff auf 12:8 ab – und ließen dabei noch einige Möglichkeiten liegen. In der letzten Phase der ersten Hälfte verspielten die SC-Männer allerdings ihre gute Ausgangslage durch unnötige Ballverluste, welche die Gäste konsequent im Gegenstoß zu schnellen Toren und dem 12:12-Ausgleich nutzten. Topscorer Leon Rühlmann (6/1 Tore) erzielte kurz vor der Halbzeit noch die psychologisch wichtige 13:12-Führung für den SC.

Die Gäste aus Lübbenau begannen in der zweiten Hälfte mit einer 5:1-Deckung und einem auf den Trebbiner Aufbauspieler vorgezogenen Verteidiger. Nach dem 16:15 (37. Minute) entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, keine Mannschaft sollte sich in Folge mehr als ein Tor Vorsprung erspielen. Glück für die Hausherren: Die Gästeangreifer um Nicola Kuhlmey und Henrik Wahnschaffe erwischten nicht ihren besten Tag. Nach einer Dreiviertelstunde hatte sich die TSG-Sieben trotzdem ihre erste Führung seit der zehnten Minute erarbeitet, was SC-Trainer Sven Keck zu einer Auszeit veranlasste. In dieser kam der entscheidende Kniff: Zunächst agierten die Trebbiner zeitweise mit zwei Kreisläufern, um die Wirkung der vorgezogenen Gäste-Abwehr zu minimieren, außerdem kam Torsten Wagner zurück auf das Parkett.

Als die Trebbiner den Ball fünf Minuten vor dem Ende nämlich eigentlich schon weggeworfen hatten, schnappte sich Wagner den Abpraller und erzielte die erste Zwei-Tore-Führung seit der 37. Minute. Im nächsten Angriff traf der 36-Jährige bei passivem Vorwarnzeichen aus einem gestellten Block heraus, anschließend folgten zwei weitere Treffer von ihm zur 27:24-Vorentscheidung zwei Minuten vor Spielende. „Eigentlich wollte ich nur fünf Minuten spielen, das ist dann doch ein bisschen mehr geworden“ erklärte Wagner nach dem Spiel, „die Schmerzen sind fast weg.“.

Linksaußen Peter Mahns behielt am Ende gegen die Manndeckung der Gäste die Nerven und setzte mit zwei Treffern den 29:27-Endstand – sehr zur Freude der völlig euphorisierten Zuschauer im Sportkomplex, die mit frenetischer Anfeuerung in der Schlussphase einen großen Anteil am zweiten SC-Heimsieg der Saison hatten. Dieser bietet den Trebbinern die Chance, im Auswärtsspiel am kommenden Samstag beim Tabellenzehnten Grünheider SV II die rote Laterne abzugeben.

Im Spitzenspiel gegen Tabellenführer VfL Potsdam III unterlagen die SC-Kreisliga-Männer am Nachmittag nach ausgeglichener erster Hälfte mit 18:28. Die Frauenmannschaft des SC Trebbin, ebenfalls gegen den Tabellenführer spielend, unterlag der HSG Teltow/Ruhlsdorf mit 15:30. Ein Erfolgserlebnis feierte die E-Jugend zu Beginn des langen Trebbiner Handballtages: Gegen Teltow/Ruhlsdorf II gewannen die Trebbiner mit 18:11, ehe eine 7:20-Niederlage gegen den Tabellenführer VfL Potsdam folgte.

Es spielten: Schmidt; Kahle (4/3), Wagner (5), Janke, Pfaender (3), Stollin, Hager, Mahns (3), Wettengel (2), Rühlmann (6/1), Emmermacher (3), Henschke (3)

Autor(en): Fabian Stollin