Kompletter Medaillensatz vor den Ferien

In Brandenburg an der Havel starteten die Trebbiner Leichtathletinnen der Altersklasse U14 am ersten Juli-Wochenende zu den Kinder- und Sportspielen. Dort wurde auch die Landesmeisterschaft der 3×800-m-Läuferinnen ausgetragen. Vor dem Beginn der Sommerferien sicherten sich die Sportlerinnen vom SC Trebbin einen vollständigen Medaillensatz.

Ballwurf-Landesmeisterin Yagmur Demirbolat bestätigte ihr Leistungsniveau in der Landesspitze mit 51,50 m und der Goldmedaille. Mit der Kugel erzielte Yagmur 8,15 m, was zum zweiten Platz führte. Tessa Böttner als zweite Starterin aus der Clauertstadt wurde Fünfte im Hürdenlauf, im Weitsprung verfehlte sie das Finale der besten acht. Mit der 3×800-m-Staffel der Startgemeinschaft Dahme-Fläming erreichte Tessa gemeinsam mit Lucy Seifert und Anna Boock aus Königs Wusterhausen dann einen tollen dritten Platz (8:27,80 min). „Bei den hohen Temperaturen von dreißig Grad war es nicht so einfach“ erklärt SC-Trainerin Sophie Weigelt, „alle haben für das Team das Beste gegeben.“ Kurz vor Schluss stürzte Schlussläuferin Lucy Seifert gemeinsam mit der später zweitplatzierten Staffelläuferin aus Falkensee sogar, es reichte aber am Ende zu Bronze.

Bereits am Mittwochabend zuvor unterzogen sich die SC-Sportschülerinnen Julina Arndt (U16) und Laila Kegel (U18) einem Leistungstest beim Abendsportfest in Potsdam. Julina kam mit 10,80 m wieder etwas näher an ihre Kugel-PB heran, mit dem Diskus warf sie 22,85 m und damit etwas schwächer als bei der LM vor Wochenfrist. Laila lief über die 100-m-Hürdendistanz zwei Mal exakt die gleiche Zeit (15,54 s) – und das einmal bei Gegen- und einmal bei Rückenwind. Im Hochsprung übersprang sie 1,52 m und konnte damit ihre Topform von den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften Mitte Juni nicht mehr halten.

„Jetzt wird es Zeit für die Sommerpause“ blickt Weigelt voraus, „es war eine erfolgreiche, aber sehr lange Saison bis dahin.“ Im September wartet dann wieder ein volles Programm auf die Leichtathletinnen und Leichtathleten des SC Trebbin.

Doppeltitel mit dem Schlagball

Bei 37 Grad im Schatten am Sonntagmittag gegen 13 Uhr wurden die weiteren Wettkämpfe bei den Einzel-Landesmeisterschaften der U14/U12-Leichtathleten in Strausberg abgesagt – schade für die 800-m-Läufer und Speerwerferinnen, aber bis dahin hatten die Sportlerinnen und Sportler vom SC Trebbin schon etliche Medaillen und Titel mit im Gepäck. „Es war sehr stark, dass unsere 4 Athleten bei diesen Temperaturen lauter Bestleistungen aufgestellt haben“ freute sich Trainerin Sophie Weigelt, „andere haben das Wochenende wahrscheinlich im Freibad verbracht.“

Mit Vorjahressieger Ole Zerning (M11) ging es am Samstag gleich gut los: Mit neuer Bestleistung von 55,50 m verteidigte Ole seinen Ballwurf-Landesmeistertitel, außerdem sprang er zu einer neuen Weitsprung-Bestmarke (4,09 m). Die reichte allerdings bei starker Konkurrenz nicht fürs Finale, genauso wie seine PB im 50-m-Sprint.

Der zweite SC-Starter Richard Stange (M12) lief nach durchwachsenem Weitsprung mit einem technisch starken Rennen zu einer neuen Bestzeit im 60-m-Hürden-Zeitlauf (11,07 s) und damit zum Vizelandesmeistertitel! „Leider gab es Zeitläufe, sodass Richards Lauf mit über 2 Meter pro Sekunde Gegenwind nicht mit dem anderen Zeitlauf mit Rückenwind vergleichbar war“ berichtete Weigelt, „auch bei den Mädchen liefen die Hürdenwettkämpfe etwas chaotisch ab.“ Dort wurden andere Hürdenhöhen als in der Ausschreibung verwendet, da der Ausrichter am Wettkampftag feststellte, dass die angegebenen Hürden nicht im Fundus der Sportstätte vorhanden sind.

Dafür lief Charleen Müller (W12) über die Hürden und unbeeindruckt vom Chaos zur Silbermedaille und mit der Zeit von 10,72 s sogar zur LVB-Kadernorm! „Sie hat ein selbstbewusstes Rennen hingelegt“ lobte SC-Trainerin Weigelt, „das war sehr zielstrebig.“ Ebenso selbstbewusst zeigte sich die vierte Starterin aus der Clauertstadt, Yagmur Demirbolat (W13): In ihrem ersten Diskus-Wettkampf warf sie zunächst eine neue Bestleistung von 20,23 m, ehe die Silbermedaille im Kugelstoßen (8,62 m) und der Landesmeistertitel mit dem Schlagball (53,50 m) folgten.

Zur Höchstbelastung sollte das Wochenende vor allem auch für die Kampfrichter werden, die viel Zeit in der Sonne verbrachten – die Wettkämpfe wurden am Sonntagmittag unter Absprache mit den Trainern abgebrochen, auch, da einige Kampfrichter beinahe kollabiert wären. Gute Besserung und vielen Dank an die Helfenden!

Nächster Titel für Laila Kegel

Nach dem Berlin-Brandenburgischen Meistertitel unter dem Hallendach stand für Laila Kegel vom SC Trebbin, die in der Leichtathletik-Sparte an der Sportschule Potsdam trainiert, nun die Freiluft-Meisterschaft in Berlin-Hohenschönhausen an. „Sie war sensationell“ freute sich Trainerin Sophie Weigelt, nachdem Laila mit 1,67 m (neuem Vereinsrekord) zum Titel geflogen war. Damit fehlten der Sportschülerin nur drei Zentimeter zur Norm für die Deutschen Meisterschaften. „Laila war extrem fokussiert, obwohl sie am Ende einige Höhen schnell nacheinander springen musste“ lobte Weigelt die SC-Sportlerin.

Leider war das zweite SC-Ass, Josephine Müller, nicht am Start. Sie hätte eine echte Medaillenchance gehabt, die Bronzemedaille ging mit 1,53 m nach Neukölln. Einen nicht so guten Hochsprung-Wettkampf am Sonntag erwischte Leonhard Pfaender (ebenfalls U18), der seine Einstiegshöhe trotz gutem Einspringens dreimal riss.

Bereits am Samstag war SC-Trainer Johann Dauss mit Laila Kegel am Sportforum: Im 100-m-Hürdenlauf verpasste sie den Endlauf nach 15,22 s denkbar knapp um 2/100 Sekunden. Die zweite SC-Starterin des Wochenendes, Emely Soeberdt, erreichte im Kugelstoßen den Endkampf und wurde Sechste – mit dem Diskus belegte sie Platz neun.

In der kommenden Woche folgen dann die nächsten Landestitelkämpfe, dann sind die Altersklassen U14 und U12 in Strausberg am Start. Julina Arndt (W14), ebenfalls Sportschülerin in Potsdam, testete beim Block-Mehrkampf-Meeting am vergangenen Mittwoch in Potsdam bereits dafür und erzielte dabei unter anderem eine neue Bestweite mit dem Diskus (24,78 m).

Gegen starke Konkurrenz behauptet

Das Berliner Pfingstsportfest „The BERLIN Meeting“, an dem in diesem Jahr im Stadion Lichterfelde Vereine aus ganz Deutschland (z.B. Rostock, Garbsen, Dresden, Schwerin, Bautzen) und auch Dänemark sowie bei den Erwachsenen der ein oder andere Profi teilnahm, stand natürlich auch auf dem Programm des SC Trebbin. Die Leichtathletik-Gruppe um Trainerin Sophie Weigelt erreichte dabei auf der zur Leichtathletik-WM 2009 neu mit blauer Tartanbahn aufgelegten Anlage Spitzenergebnisse.

Emely Soeberdt (U18) startete am Samstag mit einem dritten Platz im Kugelstoßring und einem Diskuswurf knapp an ihre Bestweite heran in das Zwei-Tage-Meeting. Kilian Albrecht (M15) sprintete eine neue 100-m-Bestzeit, obwohl seine Spikes nicht passten: „Er hat sie sich mit Taschentüchern ausgestopft“ berichtete Weigelt von der Improvisationskunst ihres Schützlings. Leonhard Pfaender (M14), dessen Mutter und SC-Handballerin Daniela Pfaender noch kurzfristig und spontan als Kampfrichterin einsprang, übersprang 1,72 m und landete auf einem undankbaren 4. Rang im Hochsprung – trotzdem eine gute Vorbereitung für die Landesmeisterschaften am kommenden Wochenende. Die vierte SC-Starterin des Samstags, Paula Walter (W14), lief nach einem späten Start noch zu einer 100-m-Zeit von 13,80 s und in der Abrechnung aller Zeitläufe auf Platz acht.

Am Pfingstsonntag eröffnete Richard Stange (M12) mit einer starken neuen Bestzeit von 11,18 s über 75 m den Wettkampftag. Bei brütender Hitze und mit der Unterstützung von Papa Danny legte Richard dann eine tolle 800-m-Zeit hin (2:34,29 min), mit der er Sechster wurde. Paula Walter rundete ihr Wochenende mit einem vierten Platz im Weitsprung und der Hochsprung-Bronzemedaille ab.

Mads Pfaender (M13) fand nach Anlauf-Problemen im Einspringen noch in den Hochsprung-Wettkampf und übersprang 1,53 m – das bedeutete die Silbermedaille. Einen „Wahnsinnswettkampf“, so Trainerin Weigelt, legte Charleen Müller (W12) hin: Mit neuer Bestleistung von 10,85 s im 60-m-Hürdensprint lief sie zur Silbermedaille, ehe eine Weite von 4,42 m (ebenfalls Bestleistung) in der Weitsprunggrube aufgrund der starken Konkurrenz nur zu Platz fünf reichte. Schade: Da Charleen noch im später begonnenen Hochsprung-Wettbewerb aktiv war, musste sie ihren 800-m-Start absagen – dafür gab es im Hochsprung dann noch Bronze (1,35 m; höhengleich mit der Siegerin).

Tessa Böttner (W13) gewann nach einer Bestzeit im Hürdensprint ihren 800-m-Zeitlauf: Nach einer Hitzeschlacht und mit einer Führung von Anfang bis Ende wurde sie in einer Zeit von 2:44,57 min Gesamt-Fünfte. Die gleichaltrige Yagmur Demirbolat vertrat den SC Trebbin in den Wurfdisziplinen und musste sich zweimal knapp geschlagen geben: Mit nur 50 Zentimetern Rückstand (bei einer Weite von 55 m) wurde sie Zweite mit dem Schlagball, außerdem holte sie die Silbermedaille mit der Kugel. Die dritte Starterin dieser Altersklasse, Lilly Stollin, sprang gute 4,33 m im Weitsprung, aber bei einer starken Konkurrenz damit leider am Finale vorbei. Dafür wurde es im Hochsprung der fünfte Platz (1,38 m). Luis Hasche (M12) rundete den tollen Auftritt der SC-Sportler mit einer neuen Bestleistung über die Hürdenstrecke und Bronze im Hochsprung (1,31 m) ab.

„Meine Hochachtung gilt unseren 800-m-Läufer*innen, die bei dieser Hitze so beeindruckende Rennen abgeliefert haben“ schwärmte SC-Trainerin Sophie Weigelt, „das war eine richtige Leichtathletik-Party mit viel Musik.“ An den beiden kommenden Wochenenden präsentiert sich die Leichtathletik aus der Clauertstadt bei den U18- und U14-Landestitelkämpfen.

Medaillenregen für SC-Leichtathletik

Fünfzehn Zentimeter. So viel legte Eric Schmidt (U20, SC Trebbin) am Wochenende bei den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften auf den über fünfzehn Jahre alten Hochsprung-Vereinsrekord von Nils Hager drauf und sicherte sich mit der Wahnsinnshöhe von 1,90 m die Goldmedaille. Und damit war Eric nicht alleine, denn die Leichtathleten aus der Clauertstadt sorgten für einen wahren Medaillenregen…

Bereits am Samstag trotzte Liana Kegel (W14) den schwierigen Bedingungen im Ludwigsfelder Waldstadion mit wechselnden Winden und Regen und gewann im Hochsprung mit 1,54 m die Silbermedaille. Auch im 100-m-Sprint stellte Liana eine neue Bestleistung auf – trotz 2,2 m/s Gegenwindes – und wurde Zweite im Brandenburger Finale. Mehr Pech hatte hingegen Paula Walter (W14), die in ihrem 100-m-Vorlauf mehr Wind als andere Starterinnen gegen sich hatte und knapp das Finale verpasste. Mit 1,44 m im Hochsprung verpasste Paula zudem knapp das Podest.

Bei besseren Wetterbedingungen am Sonntag nahm die Sportlerin aus der Clauertstadt volles Risiko mit in die Weitsprunggrube und erreichte trotz einiger Fehlversuche das Finale. „Sie hatte zuletzt noch Probleme mit dem Fuß, deshalb ist es toll, dass sie dieses Wochenende überhaupt gestartet ist“ freute sich SC-Trainerin Sophie Weigelt über den Start ihrer Athletin und das obendrauf noch tolle Abschneiden.

Mit neuer Bestleistung von 11,12 m verteidigte Julina Arndt (W14) ihren Titel im Kugelstoßen und sicherte sich die Goldmedaille! Auch mit dem Diskus reichte es dann zum ersten Platz und einer weiteren Goldmedaille in der Brandenburger Konkurrenz (22,67 m).

Eine Verbesserung ihres eigenen Vereinsrekords und die Bronzemedaille feierte Laila Kegel (U20) über 100-m-Hürden nach ihrem Vorlaufsieg im Finale gegen die Besten des Landes. Mit 15,12 s pulverisierte sie ihre keine drei Wochen alte Bestzeit. Auch im Hochsprung-Wettbewerb war Laila fast nicht zu schlagen und gewann mit übersprungenen 1,60 m Silber. Leonhard Pfaender (U18) startete in Vorbereitung auf seine eigenen Meisterschaften in der höheren Konkurrenz, scheiterte aber leider an der Einstiegshöhe von 1,70 m im Hochsprung.

Der nächste Wettkampf wird für die SC-Leichtathletinnen und -Leichtathleten das Pfingstsportfest „The Berlin Meeting“ sein.

Liana Kegel kürt sich zur Mehrkampfmeisterin

Bei den Landesmeisterschaften im Blockmehrkampf, die aus Mangel an Teilnehmern des Landesverbandes in Halle an der Saale durchgeführt wurden, mussten die Trebbiner Leichtathletinnen mit einer „One-Woman-Show“ auskommen. Die hatte es aber in sich: Nachdem Paula Walter verletzungsbedingt nicht antreten konnte, krönte sich Liana Kegel mit einem überragenden Wettkampf zur Landesmeisterin im Blockmehrkampf Sprint/Sprung der Altersklasse 14.

Gleich mit der ersten Disziplin stellte Liana ihre Absichten unter Beweis: Einer neuen Bestleistung mit dem Speer verdankte sie ihren guten Einstieg. Dann folgte der 60-m-Hürdensprint, wo Liana vor einer Woche in Frankfurt / Oder noch gestürzt war. Sie ließ sich davon jedoch nicht beirren und stellte bei Gegenwind sogar einen neuen Vereinsrekord von 12,62 s auf. Eine weitere Bestleistung folgte in der Weitsprunggrube (4,66 m), auch im 100-m-Sprint war Liana schneller unterwegs als vor einer Woche.

Zum Schluss folgte der Hochsprung, Lianas Paradedisziplin, wo sie aufgrund eines späten Einstiegs in den Wettkampf nur noch allein im Wettbewerb war und immer in kurzen Abständen erneut antreten musste. Mit einer Einstellung ihrer Bestleistung von 1,50 m bei großem Abstand zur Latte krönte sie ihren überwältigenden Mehrkampf, wenngleich bei mehr Konkurrenz sicher auch noch eine Steigerung ihrer Bestmarke möglich gewesen wäre. „Das war ein wirklich starker Wettkampf“ freute sich SC-Trainerin Sophie Weigelt, die Liana nach Halle begleitete.

Mit 2553 Punkten siegte Liana schließlich nicht nur vor ihren Konkurrentinnen aus Rathenow, Dessau, Löwenberg und Potsdam, sie schnappte sich auch noch den zweiten Vereinsrekord des Tages. Und in der nächsten Woche stehen gleich die nächsten Möglichkeiten für eine Verbesserung der Rekorde an: Bei den Einzel-Landesmeisterschaften der U16/U20 ist Liana neben anderen SC-Sportlern auch wieder am Start.

Leichtathleten eröffnen Outdoor-Saison

Die Leichtathleten des SC Trebbin haben bei der Bahneröffnung in Frankfurt/Oder einen gelungenen Start in die Freiluftsaison 2022 hingelegt. Nach einem Trainingslager in Beeskow in den Osterferien suchten neun Sportlerinnen und Sportler den Wettkampfeinstieg, bereits vier Tage zuvor gab es den ersten Vereinsrekord der neuen Saison.

Sportschülerin Laila Kegel (U18) testete bei einem „Heim“-Wettkampf in Potsdam über die 100-m-Hürden-Distanz und verbesserte den über zehn Jahre alten Vereinsrekord von SC-Trainerin Sophie Weigelt auf 15,20 s. Außerdem freute sich Laila über einen starken Hochsprung-Einstand mit 1,60 m. Auch die zweite Sportschülerin des SC Trebbin, Julina Arndt (U16), stieg beim Abendsportfest ins Freiluft-Jahr ein und durfte mit 10 Metern im Kugelstoßen und 23,70 m im Diskusring zufrieden sein.

Mit einem Teilnehmerrekord starteten die Leichtathleten dann aus dem Corona-Winter in Frankfurt/Oder wieder ins blühende Leben der Außen-Leichtathletik – und gleich setzten „alte Bekannte“ wieder Duftmarken. Josephine Müller (U18) siegte mit neuer Speerwurf-Bestleistung (32,16 m) und landete in der Weitsprunggrube auf dem Silberplatz, Hallen-Landesmeisterin Liana Kegel (W14) ließ sich sogar von einem Sturz nicht abhalten. Über die 80-m-Hürdenstrecke blieb Liana an der zweiten Hürde hängen und startete dann mit Wunde am Knie trotzdem im 100-m-Sprint, wo Liana trotz veränderter Startblock-Einstellung eine neue Bestleistung und Siegerzeit von 13,34 s aufstellte. Hochsprung-Landesmeisterin Paula Walter (W14) wurde in ihrem ersten 80-m-Hürdenrennen Zweite und über 100 m gute Dritte.

Zwei Zentimeter kürzer als am Dienstag mit der Kugel, aber dafür so weit wie noch nie mit dem Speer kam Julina Arndt (W14) mit den Plätzen eins und zwei auf ein erfreuliches Ergebnis. Ebenfalls neue Bestleistungen stellte Yagmur Demirbolat nach ihrem Hallen-LM-Bronze mit der Kugel und dem Speer auf. Auch Tessa Böttner (W13) durfte sich über eine Medaille freuen, sie wurde im 800-m-Lauf Dritte und stellte drei weitere Bestleistungen auf. Und Charleen Müller (W12) rundete unter anderem mit einem mutigen 60-m-Hürdenlauf (Silber) und einer Speerwurf-Bestleistung den tollen Auftritt der SC-Mädchen ab.

Bei den Jungen hielten Julien Meyfarth (M12) mit zwei vierten Plätzen, aber auch zwei Bestleistungen und Luis Hasche (M12) mit seinem ersten Hürden-Wettkampf die Fahnen hoch. „Alle hatten einen tollen Wettkampf mit viel Sonne, wir freuen uns, dass die Saison jetzt so richtig losgeht“ so Trainerin Sophie Weigelt – viel Sonne wird schon am kommenden Wochenende wieder benötigt. Dann stehen die Mehrkampf-Landesmeisterschaften U14/U12 in Jüterbog auf dem Programm.

Überraschende Bronzemedaillen

Nach langer Zeit durften die Sportlerinnen und Sportler der Altersklassen U14 und U12 endlich wieder Leichtathletik-Wettkämpfe betreiben. Bei den Landesmeisterschaften in der Halle des Potsdamer Luftschiffhafens gab es dabei überraschende Bronzemedaillen für Lilly Stollin und Yagmur Demirbolat (AK 13), auch den anderen SC-Starterinnen und -Startern war der Spaß an einem Wettkampf nach langer Durststrecke anzumerken.

Mit übersprungenen 1,47 m gelang Lilly Stollin höhengleich mit der Siegerin aus Potsdam der Sprung aufs Podest. „Das war überragend, genau wie die Bronzemedaille mit der Staffel“ freute sich Trainerin Sophie Weigelt – in der Startgemeinschaft Dahme-Fläming hatte Lilly mit ihren drei Mitstreiterinnen in der 4×50-m-Staffel trotz suboptimaler Wechsel nur vier Hundertstelsekunden vor dem viertplatzierten Quartett aus Nauen-Falkensee den dritten Platz behauptet.

Yagmur Demirbolat hatte sich eigentlich eine Weite von 6,50 m mit der Kugel vorgenommen – heraus kamen am Ende 8,25 m und die Bronzemedaille! „Sie war selbst ganz überrascht“ berichtete Trainerin Weigelt, „das war wirklich stark.“ Eine ebenso neue Bestleistung gelang Tessa Böttner in der gleichen Altersklasse, die über 800 m den elften Platz belegte. Einen Platz weiter vorn landete Charleen Müller (W12) über die gleiche Distanz.

Charleens Schwester Tara fuhr zu ihrem ersten Wettkampf überhaupt und überzeugte mit einer taktischen klugen Laufeinteilung über die vier Hallenrunden, die nach 800 Metern mit dem sechsten Platz belohnt wurde. Der einzige männliche Starter des SC Trebbin, Richard Stange, hatte zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen – mit einer Einstellung seiner 800-m-Bestleistung aus dem September kann er deshalb sehr zufrieden sein.

„Das Disziplinenangebot war recht ausgedünnt, es gab beispielsweise keine Hochsprung- und Kugelwettkämpfe in der Altersklasse 12“, so Weigelt, „sonst hätten wir noch mehr Sportler an den Start geschickt.“ Mit den angetretenen Leichtathlet*innen konnte die Trainerin jedenfalls sehr zufrieden sein, während die Hallensaison auf der Zielgeraden ist.

Erste Landesmeistertitel für SC-Leichtathleten

Die Trebbiner Leichtathletinnen und Leichtathleten sind im Januar bei den ersten Wettkämpfen des neuen Jahres gleich erfolgreich gewesen. Mit zwei Landesmeistertiteln gelang den Clauertstädtern ein goldener Start in die Hallensaison, außerdem gab es einen neuen Vereinsrekord.

Beim Jugend-Hallensportfest in Potsdam am 08.01. nämlich gelang Laila Kegel (U18) ein neuer Vereinsrekord im Hochsprung (1,62 m) – dabei verbesserte sie eine fast zwanzig Jahre alte Bestmarke von Kathrin Voigt. Eine Woche später wurde Laila bei den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften in Berlin Landesmeisterin im Hochsprung (1,58 m), außerdem gelang ihr eine tolle neue Bestzeit über die 60-m-Hürden-Strecke.

Zweiter Trebbiner Starter in Berlin war Leonhard Pfaender (U18), der als jüngerer seines Doppeljahrgangs starke Anlaufschwierigkeiten im Hochsprung hatte und deshalb nicht die Höhen abrufen konnte, die er im Moment imstande ist zu springen. Mit 1,71 m und einem trotzdem starken 6.Platz in seinem ersten Hochsprung-Wettkampf seit August war Leonhard nicht ganz zufrieden.

Eine Woche später bei den U20-Landesmeisterschaften in Potsdam versuchte sich Leonhard Pfaender dann in der höheren Altersklasse erneut im Hochsprung: Mit mehr Wettkampf-Routine und 1,75 m schlug er sich beachtlich, hätte diese Höhe eine Woche zuvor doch für eine Medaille gereicht. Ebenfalls in den Top10 im Hochsprung landete Jonas Fraedrich (U20), der mit 1,60m Sechster wurde.

Einer weiteren „höher startenden“ Springerin Josephine Müller (eigentlich U18) gelang ein starker Wettkampf mit überquerten 1,50 m. Auch Paula Walter (W14) startete im Hochsprung der U16, musste sich hier aber mit Anlaufproblemen schon bei 1,45 m verabschieden und war sehr enttäuscht. Dafür gelang Paula eine neue 60-m-Bestzeit und der vierte Platz – mit ihrer Zeit wäre sie im Finale der W15 sogar Landesmeisterin geworden.

Für den zweiten Landesmeistertitel der SC-Sportlerinnen sorgte Liana Kegel (W14), Schwester von Laila. Im Finale über 60 m Hürden steigerte sie ihre starke Vorlauf-Zeit noch einmal und gewann nach 9,27 s die Goldmedaille – zeitgleich mit der Cottbusser Sportschülerin Mia Poralla. Außerdem wurde Liana mit einer gewaltigen Steigerung auf 1,50 m Dritte im Hochsprung. Einziger Wermutstropfen: Als Mitfavoritin im 60-m-Sprint gestartet, musste Liana nach einem Fehlstart im Finale die Bahn verlassen.

Insgesamt gelang den Trebbiner Leichtathlet*innen damit ein Start nach Maß ins neue Wettkampfjahr.

Die „kleinen“ Hallenmeisterschaften der ‚Großen‘

Die Erwachsenen-Trainingsgruppe der SC-Leichtathleten hat aufgrund der mangelnden Kampfrichter-Tätigkeit bei den wegen der Pandemie ausgefallenen Trebbiner Hallenmeisterschaften sämtlichen Elan in die traditionell auch in dieser Trainingsgruppe stattfindenden Wettkämpfe gesteckt. Fünf Männer und zwei Frauen wetteiferten mit vollem Einsatz und mit der Aussicht auf baldige Hockey-Turniere zum adrenalingetränkten Auskurieren der Dreierhop-Blessuren um den inoffiziellen Titel des Trebbiner Hallenmeistis (oder wie das heutzutage gegendert wird..).

So spannend wie seit gefühlt zwei Jahrzehnten nicht mehr war der Wettkampf bei den Männern: Danny Stange hielt gegenüber Seriensieger und Trainer Thomas Stollin so lange Paroli, bis dieser sich aufgrund der Winzigkeit von sechs Zentimetern Unterschied im Medizinballstoßen seinen circa hundertsten Titel sichern und den fortwährenden Respekt der gesamten Trainingsgruppe verdienen konnte. Auch im Sprint lag die Winzigkeit von nur einer Hundertstelsekunde zwischen den beiden Sportlern, aber Danny verzichtete mit der Aussicht auf einen Antrag für eine vierte Disziplin „Boxen“ für das kommende Jahr auf einen Videobeweis. Ärgerlich, schrammte Danny Stange doch nur um eine Winzigkeit von einer weiteren Hundertstelsekunde am Hallenrekord vorbei…Es muss ja noch Ansporn bleiben. René Müller, Uwe Konrad und Frank Ueckert blieben zwar nur noch die Bronze- und Blechmedaillen, aber die erfahrenen technikversierten Ballsportprofis werden den Musterathleten bei einigen Sportspielen wohl bald wieder den Schneid abkaufen.

Bei den Damen, die sich über viel Platz in den Umkleideräumen freuen dürfen, siegte Svenja Abel vor Katrin Genowa. Das erste Jahreshighlight der Erwachsenen-Trainingsgruppe ist damit Geschichte – während die Vorbereitungen für Sportabzeichen 2022, Eisstockschießen reloaded, oder anderen spaßigen sportlichen Herausforderungen wie Zirkeltraining nach Trainers Art sicher bereits auf dem Schreibtisch von Thomas Stollin auf seine Schützlinge warten.