Kampf um Platz vier zum Saisonfinale

Zum letzten Heimspiel der Saison empfangen die Trebbiner Verbandsligahandballer die OSG Fredersdorf/Vogelsdorf (18:30 Uhr, Sportkomplex) am Samstagabend. Dabei treffen die fünftplatzierten Clauertstädter auf einen Gegner, der einen Platz vor ihnen liegt und in der Folgewoche den SC empfangen wird. Somit ist das Spiel gegen die Märkisch-Oderländer der Auftakt zu zwei direkten Duellen um den vierten Tabellenplatz der Südstaffel. Wie in den vergangenen Jahren soll das Saisonfinale mit Freibier und Grillgut gefeiert werden.

Seit vergangener Woche steht auch der Südstaffel-Meister fest: Der MTV Wünsdorf, bei dem die SC-Sieben zum letzten Saisonspiel Anfang Juni noch antreten wird, hat sich die Meisterschaft gesichert. Dahinter stehen Blau-Weiß Dahlewitz und die HSG Schlaubetal/Odervorland schon als Verfolger auf den Medaillenplätzen fest, dann folgen der SC und der Gegner vom Wochenende. Die Trebbiner haben eine Saison mit Höhen und Tiefen hinter sich: Zuletzt fanden sich die Clauertstädter eher in einem Formtief mit Niederlagen gegen Belzig und Luckenwalde, zuvor feierten sie überzeugende Siege gegen Lübbenau oder in Belzig. Den Abschluss der Saison wollen die Männer um Spielertrainer Benjamin Stollin vor heimischer Kulisse positiv gestalten und hoffen auf einen gut gefüllten Sportkomplex.

Vorletzter Heimspieltag

Die Trebbiner Handballmänner empfangen am Samstagabend (18:30 Uhr, Sportkomplex) mit dem MBSV Belzig einen Gegner zu ihrem vorletzten Heimspiel, den sie vor erst einer Woche auswärts mit 31:28 bezwingen konnten. Abwarten müssen unterdessen die SC-Damen, die nach einem 25:21-Erfolg in ihrem letzten Kreisligaspiel beim SV Motor Babelsberg weiter an der Tabellenspitze bleiben, da in der Damen-Kreisliga die Quotientenregel greift.

So entschieden sich die Trebbinerinnen zu Beginn des Jahres, nur die Hinrunde zu absolvieren – andere Mannschaften hingegen absolvieren auch die restlichen Spiele. Am Ende wird eine Tabelle aufgrund der Quotientenregel (Punkte / Spiel) gebildet. Überaus erfolgreich haben sich die Damen aus der Clauertstadt in diesem Jahr jedenfalls präsentiert: Von acht Spielen, davon sieben auswärts stattfindenden, gewannen die SC-Frauen sechs. Zwei Partien endeten unentschieden. Gut möglich, dass die Sieben um Trainer Torsten Wagner ihre erfolgreichste Saison mit dem Kreismeistertitel abschließen wird.

Die SC-Männer sind im April auch wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und sind mit einem 31:29-Heimsieg gegen die TSG Lübbenau II und eben dem Auswärtssieg von Belzig ihren beiden Verfolgern etwas enteilt. Auch Tabellenplatz vier, den derzeit die OSG Fredersdorf/Vogelsdorf innehat, ist mit nur zwei Punkten Rückstand möglich. Dazu müssen die Clauertstädter, die vergangene Woche auf Spielertrainer Benjamin Stollin verzichten mussten, aber in der Erfolgsspur bleiben – nach dem Derby in Luckenwalde warten auf die Trebbiner im Anschluss an das Belzig-Spiel noch die beiden direkten Vergleiche mit Fredersdorf sowie zum Abschluss die vermutliche Meisterparty beim Tabellenführer in Wünsdorf. Unterstützung ist also auf jeden Fall erwünscht, und die Voraussetzungen für einen schönen Handballabend sind auch gegeben.

Viele Emotionen im Kreisderby

Das Kreisderby in der Handball-Verbandsliga Süd zwischen dem SC Trebbin und der HV Luckenwalde, das mit einem 31:18-Erfolg für die Clauertstädter endete, wurde am Samstagabend im Trebbiner Sportkomplex von vielen Emotionen geprägt. Die Gäste aus Luckenwalde kündigten nach der Partie Protest gegen eine blaue Karte (rote Karte mit Bericht) an, außerdem monierten sie auf ihrer Instagram-Plattform Kopftreffer ihrer Torhüter.

Mit viel Tempo starteten die Trebbiner, ihrerseits Tabellenfünfter, in das erste Derby gegen Luckenwalde seit 2018 – wenige Sekunden nach Erlangen des Ballbesitzes jubelten die Hausherren in der Anfangsphase über einen Treffer. Die Gäste aus der Kreisstadt hingegen spielten ihre Angriffe lange aus – bis zum Stand von 7:6 nach zehn Minuten war nicht klar, welche Taktik zum Erfolg führen würde.

Bis zum Pausenpfiff sollte sich jedoch das Tempospiel der Hausherren auszahlen: Mit schneller zweiter Welle und einigen Gegenstößen erarbeiteten sich die Trebbiner eine deutliche 17:9-Halbzeitführung. Die HVL-Sieben monierte einige Kopftreffer ihres Torhüterduos, die allerdings allesamt unter Bedrängnis durch HVL-Abwehrspieler und bei Bewegung der Torhüter passierten und somit von den souverän und ruhig auftretenden Schiedsrichtern Hofmann/Leintz richtigerweise nicht geahndet wurden.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kulminierte der angewachsene Frust der Gäste in einer blauen Karte gegen HVL-Akteur Dustin Blume, welcher gegen SC-Rückraumspieler Robert Düsel-Eifler nach einem laut Schiedsrichtereinschätzung vorsätzlichen Tritt gegen Knie das Spielfeld verlassen musste. Nach Maik Wettengel, der bereits zuvor verletzungsbedingt passen musste, konnte auch Düsel-Eifler nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen.

Die verbliebenen drei Rückraumspieler der Hausherren ließen sich dadurch allerdings nicht von ihrem Tempospiel abhalten: Nach einer Dreiviertelstunde erhöhte der Ex-Luckenwalder Steven Busek (4 Tore), der gemeinsam mit Silvio Kahle und Torsten Wagner das Top-Torjägertrio beim SC bildete, auf 24:13. Die Partie war entschieden, endete aber mit einer zweiten blauen Karte gegen den Luckenwalder Hannes Huth und weiteren Derby-Emotionen.

„Wir haben das heute gut gemacht“ lobte Spielertrainer Benjamin Stollin seine Mannschaft, „am Ende hätte der Erfolg sogar noch höher ausfallen müssen.“ Aufgrund von technischen Fehlern und nachlassender Kondition konnte die erfahrene SC-Sieben das Tempospiel nicht über die volle Distanz anbieten. Zu den Protesten auf Seiten der HVL 09 äußerte sich Stollin verhalten und wünschte den Luckenwalder Torhütern eine gute Besserung: „Ich denke, dass die Schiedsrichter bei den blauen Karten Tatsachenentscheidungen getroffen haben – uns eine Absicht bei Kopfwürfen zu unterstellen, ist Unsinn.“

Mit dem Erfolg halten die Trebbiner lockeren Anschluss an das Verfolgertrio von Spitzenreiter MTV Wünsdorf, während die Luckenwalder auf Platz sieben die untere Tabellenhälfte anführen. Bereits am Mittwoch empfangen die SC-Männer in einem Nachholspiel die HSG Schlaubetal (Anwurf 20:00 Uhr). Die D-Jugend des SC gewann unterdessen ihr Heimspiel gegen den SSV Falkensee II mit 16:14, während die C-Jugend der Trebbiner gegen Blau-Weiß Dahlewitz mit 20:33 unterlag.

Es spielten: Hilbert, Schlecht; Busek (4), Kahle (4/3), Wagner (4), Müller (1), Komoll (2), Stollin (3), Wettengel (2), Düsel-Eifler (2), Löwe (2), Thiele (1), Ehresmann (3), Schulz (3)

Mit Rückenwind ins Derby

Die Handballmänner des SC Trebbin haben durch einen 23:21-Auswärtssieg bei der SG Schöneiche eine gelungene Generalprobe für das Derby gegen die HV Luckenwalde 09 gefeiert. Am Samstagabend (18:30 Uhr, Sportkomplex) treffen beide Mannschaften zum ersten Mal seit März 2018 und zuvor unzähligen spannenden Partien wieder aufeinander – dabei wollen die SC-Männer ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Bereits ab 10 Uhr trifft die D-Jugend, die am letzten Wochenende ebenfalls mit zwei Siegen begeisterte, in der Kreisklassen-Endrunde auf Teams aus Werder und Falkensee.

In Schöneiche beim Tabellenachten mussten die Clauertstädter am vergangenen Sonntag lange kämpfen, ehe der Auswärtserfolg feststand. Insbesondere Robert Düsel-Eifler und Silvio Kahle (mit jeweils 5 Treffern Topscorer) brachten die Gäste bis kurz vor der Pause in Führung, ehe Toni Sauerbrei auf Seiten der Schöneicher kurz vor der Pause erstmals ausglich. Nach Wiederanpfiff lagen die Hausherren gar mit 15:14 in Führung, ehe eine starke Abwehrleistung der SC-Sieben einen 22:18-Vorsprung (55.Minute) und damit die Vorentscheidung bescherte.

Gegen die Luckenwalder am Samstag wird sicherlich eine Leistungssteigerung nötig sein, immerhin legte die Sieben aus der Kreisstadt einen fulminanten Saisonstart mit Erfolgen gegen Schlaubetal und beim HC Spreewald II hin. In Schöneiche und zuletzt gegen Fredersdorf/Vogelsdorf unterlagen die HVL-Männer jedoch, weshalb das Momentum vor dem langerwarteten Derby auf Seite der Trebbiner liegt. Doch Derbys schreiben ja bekanntlich ihre eigenen Gesetze, weswegen hoffentlich viele Zuschauerinnen und Zuschauer ihren Weg in den Sportkomplex finden werden.

Die Flügelzange trifft wieder

Nachdem die Handballer des SC Trebbin in der Vorwoche mit 20:29 bei der zweiten Vertretung der TSG Lübbenau 63 unterlegen waren, fanden die Clauertstädter am Samstag vor heimischem Publikum gegen den Tabellenletzten HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf II zurück in die Erfolgsspur. Mit 29:24 siegte die Mannschaft von Spielertrainer Benjamin Stollin, insbesondere die Außenspieler Fabien Komoll (Neuzugang vom Ludwigsfelder HC) und Peter Mahns taten sich hervor.

Vor einer Woche in Lübbenau waren die Trebbiner bei der deutlichen Niederlage noch ohne Chance gewesen, allerdings traten die Hausherren im Spreewald aufgrund der Spielpause in der Oberliga Ostsee/Spree mit einigen Spielern der ersten Mannschaft an – ein Fakt, der die SC-Männer in dieser Corona-Saison bereits gegen den HSV Wildau II und den HC Spreewald II getroffen hatte. Das Problem im Spiel gegen die Lübbenauer lag laut Spielertrainer Stollin allerdings wieder einmal in der Chancenverwertung, die die Trebbiner Gäste bereits bis zum 13:7-Pausenstand weit abgeschlagen hatte.

Umso besser, dass gleich eine Woche später die Chance zur Wiedergutmachung bestand – wobei das Spiel gegen die bisher erst mit einem Unentschieden auf dem letzten Südstaffelplatz stehende Reserve aus Teltow fast noch geplatzt wäre. „Ende der Woche kam der Wunsch des Gegners auf, das Spiel wegen einer klammen Personaldecke zu verlegen“ erläuterte Benjamin Stollin das Anliegen der Teltower, „aufgrund unseres engen Spielplans konnten wir dem allerdings nicht nachkommen.“ Trotz der Ankündigung hatten die Gäste aus Teltow am Samstag vierzehn Spieler im Aufgebot; einige Akteure aus der zurückgezogenen Kreisligasieben, auch ehemalige Viertligaprofis, verstärkten das Team.

Gegen die wenig eingespielten Gäste gehörte die Anfangsphase dann auch den Hausherren: Mit seinem ersten Tor im SC-Dress fügte sich Rechtsaußen Fabien Komoll, der gemeinsam mit Jared Ehresmann in der Jugend beim Ludwigsfelder HC spielte, blendend ein. Nach zwölf Minuten führten die Clauertstädter mit 8:4, immer wieder kam die Trebbiner Flügelzange mit Komoll (Toptorjäger mit 7 Toren) und Peter Mahns (6 Tore) zum Zug. Bis zur Halbzeit (14:10) sollte dieser Vorsprung konstant bleiben.

Nach Wiederanpfiff verpassten die Gäste aus Teltow einige Gelegenheiten, das Spiel aufgrund nicht optimaler Chancenverwertung der Trebbiner wieder spannender zu gestalten. Im Gegenzug erhöhten die Hausherren ihren Vorsprung bis auf 23:17 (48. Minute) und führten so die Vorentscheidung herbei. Basierend auf einer guten Abwehrleistung mit dem gut haltenden Jan-Philipp Hilbert im SC-Tor siegten die Trebbiner letztlich ungefährdet mit 29:24 und halten den Anschluss an die obere Tabellenhälfte.

SC-Männer verlieren emotionales Derby

Gegen den Tabellenzweiten SV Blau-Weiß Dahlewitz haben die Handballmänner des SC Trebbin am Samstagabend ein emotionales Derby mit 23:27 verloren. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und sind zu oft an Gäste-Torhüter Stefan Bombich gescheitert“ erklärte Spielertrainer Benjamin Stollin, der in der Schlussminute noch drei Zeitstrafen kassiert hatte. Durch die zweite Niederlage in diesem Jahr bleiben die Clauertstädter auf einem Mittelfeldplatz der Verbandsliga Süd.

In einer torarmen Anfangsphase konnte sich zunächst keine Mannschaft absetzen, dafür luden sich auf Seiten der Hausherren bereits viele Emotionen ins Spiel. Jakob Henschke beispielsweise musste wegen Meckerns zwei Zeitstrafen absitzen, und kurz nach dem 4:7 durch Gäste-Rückraumspieler und Ex-SC-Angreifer Alexander Kumm erhielt Henschke die rote Karte und noch eine weitere Zeitstrafe, die die Trebbiner personell schwächte. Im Angriff kam die Heimsieben im Sportkomplex überhaupt nicht zurecht, der Halbzeitstand von 6:10 ließ Erinnerungen an Handballspiele vor vierzig Jahren aufkommen.

Auch der Beginn der zweiten Hälfte gehörte den Dahlewitzern, die in dieser Saison stark aufspielen und erst eine Partie gegen Tabellenführer Wünsdorf verloren hatten. Ncah wenigen Minuten hatte sich der Vorsprung der Gäste, angeführt vom Toptorschützen Robert Lutze (6 Tore), auf 14:8 vergrößert. Doch die folgenden Minuten sollten den SC-Angreifern gehören, die endlich Gästetorhüter Bombich überzwingen sollten: Mit einem 5:1-Lauf verkürzten die Trebbiner und waren wieder im Spiel. Die Trebbiner Toptorjäger Robert Düsel-Eifler und Silvio Kahle (je 5 Tore) machten Druck, und trotz eines Zwischenspurts der Blau-Weißen zur erneuten Fünf-Tore-Führung war das Spiel zwei Minuten vor Spielende wieder offen (23:25).

Ein Doppelschlag des Tabellenzweiten machte die Trebbiner Hoffnungen jedoch zunichte, ehe sich Spielertrainer Stollin – unzufrieden mit der Leistung der Unparteiischen – mit drei Zeitstrafen noch eine persönliche Strafe abholte. „Daran lag es aber nicht“ relativierte er später, „wir haben unsere Chancen nicht nutzen können.“ Allein die vier vergebenen 7m-Strafwürfe hätten die 23:27-Niederlage wettmachen können, aber die Sieger an diesem Tag hießen verdient Stefan Bombich und seine Dahlewitzer Sieben.

Die C-Jugend des SC Trebbin unterlag zuvor ebenfalls den Blau-Weißen, aber aus Wusterwitz, mit 10:30- während die Trebbiner Frauenmannschaft weiter auf ihr erstes Spiel im Jahr 2022 wartet.

SC-Männer mit Freud und Leid

Die Handball-Männer des SC Trebbin haben sich in der Verbandsliga-Südstaffel nach einer unglücklichen Niederlage beim HC Spreewald II mit einem 28:26-Erfolg gegen Tabellenschlusslicht HSV Wildau II zurückgemeldet. Dabei war der scheinbar knappe Erfolg ein sportlich sehr wertvoller, sind die Gäste doch mit weiten Teilen ihrer höherklassigen Brandenburgligamannschaft im Sportkomplex angetreten.

Das Nachholspiel zur Trainingszeit am Mittwochabend begann mit einem starken Start der Gäste, die in den ersten zwölf Spielminuten neun Treffer bis zu einer 9:6-Führung erzielen sollten. „Das waren zu viele Gegentore“ monierte Spielertrainer Benjamin Stollin, „aber danach hatten wir einen besseren Zugriff in der Abwehr.“ Bis zum Pausenpfiff sollten die Hausherren lediglich noch vier Gegentore zulassen, beim 13:13-Pausenstand war die Partie wieder ausgeglichen.

Nach Wiederanpfiff überraschte die SC-Sieben nach einem Tipp von Ex-Trainer und Zuschauer Sven Keck die Wildauer mit einer 4:2-Abwehr – dabei wurden die bis dato erfolgreichsten Wildauer Sebastian Kroll (6 Tore) und Florian Weber (4) konsequent in Manndeckung genommen. Im Angriff ließen die Hausherren zwar noch den ein oder anderen Gegenstoß ungenutzt, dafür punkteten allerdings Linksaußen Peter Mahns (Toptorschütze mit 6 Toren) und Robert Düsel-Eifler (5). Auch Torsten Wagner, der die Mannschaft kurzfristig noch verstärkte, entpuppte sich als große Verstärkung mit fünf Toren.

So hatte sich die SC-Sieben acht Minuten vor Abpfiff eine 24:19-Führung erarbeitet, die die Gäste aus Wildau nur noch einmal auf 25:26 verkürzen konnten. Mit dem 28:26-Heimsieg im Nachholspiel klettern die Trebbiner in der Tabelle auf Rang fünf und halten Anschluss an das Spitzenquartett.

„Es ist ein bisschen schade, dass die Spiele so wenig planbar sind“ merkte Spielertrainer Stollin angesichts der Tatsache an, dass zum zweiten Mal binnen Tagen viele Spieler aus anderen Mannschaften bei den Reservevertretungen der Gegner aushalfen. Bereits am Samstag zuvor beim HC Spreewald II, den die Clauertstädter zuvor noch daheim klar mit 31:17 bezwangen, halfen die spiellosen Handballer der ersten Mannschaft und anderer Teams aus. In Luckau unterlagen die Trebbiner der starken Heimsieben so mit 27:28. „Aber auch da hätten wir mehr Chancen nutzen müssen“ ärgerte sich Benjamin Stollin über vergebene Konter, erst zwei Sekunden vor Spielende markierte Spreewalds Jannes Kreutz das Siegtor.

Nach einer kurzen Winterpause geht es für die Trebbiner Handball-Männer am 12. Februar mit einem Heimderby gegen Blau-Weis Dahlewitz, derzeit Tabellendritter mit nur zwei Minuspunkten, weiter. Die Spiele der anderen SC-Mannschaften im Januar mussten leider abgesagt werden.

Start mit Kantersieg

Die Trebbiner Verbandsligahandballer sind mit einem 31:17-Kantersieg gegen den HC Spreewald II in das Kalenderjahr 2022 gestartet. Trotz des ungefährdeten Erfolgs war Spielertrainer Benjamin Stollin nicht ganz zufrieden und mahnte: „Am kommenden Wochenende wird das ein ganz anderes Spiel.“ Dann treten nämlich die Clauertstädter beim gleichen Gegner in Luckau an.

Die Gäste aus dem Spreewald reisten ersatzgeschwächt nach Trebbin, lediglich sieben Feldspieler und zwei Torhüter standen am Samstagabend im Sportkomplex auf dem Parkett. „Großes Kompliment an unsere Gäste, dass sie trotzdem angereist sind“ lobte Stollin die Spreewälder, „andere Mannschaften hätten das bei der Besetzung vielleicht nicht gemacht.“ In der Anfangsphase präsentierte sich die Oberliga-Reserve aus dem Südosten Brandenburgs jedenfalls gut und hielt bis zum 8:6 nach einer Viertelstunde den Anschluss. Die Trebbiner schienen sich erst einmal wieder an das Handballspiel gewöhnen zu müssen, hatten sie doch nach der Corona-Pause erst vor rund zwei Wochen wieder mit dem Training begonnen.

Bis zum Halbzeitstand sollte den Gästen dann kein Treffer mehr gelingen, während die Hausherren weitere sieben nachlegten. „Da haben wir sehr gut verteidigt und nicht viel zugelassen“ lobte der SC-Trainer seine Sieben, „im Angriff haben wir jedoch einiges liegenlassen.“ Topscorer Jared Ehresmann (7 Tore) markierte mit der Sirene den 15:6-Pausenstand.

Nach Wiederanpfiff spielten die Clauertstädter die vorentschiedene clever herunter, alle Feldspieler kamen zum Einsatz. Insbesondere die anderen Außenspieler Moritz Löwe (4 Tore) und Peter Mahns (5) konnten sich neben Ehresmann in die Torschützenliste eintragen, auch Steven Busek traf viermal. Bei den Gästen hielt Norwin Dommaschk mit zehn Treffern dagegen. Durch den letztlich ungefährdeten 31:17-Kantersieg klettern die SC-Handballmänner in der Südstaffel-Tabelle auf Platz fünf. Am kommenden Wochenende ist beim Heimspiel allerdings nicht mit einer arg dünnen Besetzung des HC Spreewald II zu rechnen, zumal auch einige Spieler der Oberliga-Sieben aushelfen könnten. Am Samstagnachmittag (22.01., 16 Uhr) greifen dann auch die SC-Frauen als Tabellenführer der Kreisliga TF wieder zum Ball und empfangen den Tabellenvierten aus Wünsdorf.

Es spielten: Schlecht, Hilbert; Busek (4), Kahle (2), Wagner (3), Stollin (1), Thiele, Mahns (5), Wettengel (2), Düsel (1), Löwe (4), Henschke (1), Ehresmann (7), Schulz (1)

Wiederbeginn unter ungewissen Vorzeichen

Am zweiten Januarsamstag empfangen die Handballer des SC Trebbin in der Verbandsliga Süd den HC Spreewald II (18:30 Uhr, Sportkomplex) zum ersten Spiel des neuen Jahres – und zur ersten Partie seit der Corona-bedingten Unterbrechung Anfang November. 75 Zuschauer*innen sind unter 2G-Bedingungen laut geltender Hygieneverordnung zugelassen, benötigen zur Einlasskontrolle ihren Immunitätsnachweis und auch den Personalausweis. Es gilt eine Maskenpflicht im Gebäude.

Mit einem Doppelpack gegen die Spreewälder – eine Woche nach der Partie in der Clauertstadt reisen die SC-Männer nach Luckau – und unter ungewissen Vorzeichen starten die Trebbiner in das neue Kalenderjahr. Dabei gilt es, den derzeit siebten Tabellenplatz mit allerdings den wenigsten ausgetragenen Spielen aller Südstaffel-Teams Stück für Stück zu verbessern. Ein erster Schritt könnte gegen die Spreewälder getan werden, die in den ersten Spielen der Hinrunde allerdings oft ersatzgeschwächt antreten mussten und derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz stehen. Somit bahnt sich ein Spiel mit wenig „Orakel“-Potenzial an, werden doch beide Teams zeigen müssen, wo sie nach der langen Pflichtspielpause stehen. Vielleicht können die Fans im Sportkomplex ja den Ausschlag für einen guten Start der SC-Männer in das Spieljahr geben.

Spielabsagen bei Männern und Frauen

Das Heimspiel der Trebbiner Handballmänner am Samstagabend gegen den HSV Wildau II ist wegen Spielermangels aufgrund von Coronafällen abgesagt worden. Die Partie der Kreisliga-Frauen, derzeit Tabellenführer, gegen den ersten Verfolger HSV Falkensee II ist ebenfalls abgesagt worden. Beide Spiele sollen nachgeholt werden, der Termin wird bekannt gegeben.