SC-Männer wollen Weg aus der Delle finden

Die Trebbiner Handballmänner empfangen am Samstagabend den Tabellennachbarn, die zweite Vertretung der HSG Teltow/Ruhlsdorf, zum Duell im Sportkomplex (Anwurf: 18.30 Uhr). Dabei wollen die Clauertstädter nach zuletzt vier Niederlagen im Kalenderjahr 2024 wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

Am vergangenen Wochenende war eine Heimniederlage gegen Tabellenführer LGC Cottbus II (28:37) aufgrund der Dominanz der Lausitzer in dieser Spielzeit irgendwie eingeplant, doch die Auswärtspleite am Tag zuvor beim SV Chemie Guben (30:43) fiel überraschend deutlich aus. Die von Ausfällen geschwächte SC-Sieben knüpfte in Guben an das Hinspiel aus dem September an und entwickelt sich langsam zum „Lieblingsgegner“ der Niederlausitzer, da half auch die Rückkehr von Kreisläufer Silvio Kahle nicht. Kahle hatte im Sommer den SC Trebbin in Richtung des Oberligisten Ludwigsgelder HC verlassen, um dort auszuhelfen, und spielt nun wieder in der Clauertstadt.

Gegen Teltow/Ruhlsdorf II haben die Mannen um Spielertrainer Benjamin Stollin jedenfalls noch eine Rechnung aus der Hinrunde offen: Damals unterlagen die Trebbiner nach einer schwachen Angriffsleistung mit 21:24. Mit der Hilfe der Zuschauer wollen sie nun eine Kehrtwende einleiten, um den derzeitig neunten Tabellenplatz der Handball-Verbandsliga in Richtung Mittelfeld zu verlassen.

Mit Derby aus der Winterpause

Die Handballmänner des SC Trebbin eröffnen ihr Handballjahr 2024 am Samstagabend im Sportkomplex mit einem Paukenschlag: Um 18:30 Uhr ist der SV Blau-Weiß Dahlewitz, Gegner aus dem Landkreis und aktueller Tabellenführer der Verbandsliga Süd, zu Gast. Dir anderen SC-Mannschaften bestreiten Auswärtsspiele, unter anderem mit einem Doppel-Auswärtsspiel der B-Jugend und der Frauen in der Kreisliga in Werder am Sonntagnachmittag.

Gegen Dahlewitz wollen die SC-Männer das Positiverlebnis aus dem letzten Spiel in Ludwigsfelde, das die Clauertstädter durchaus überraschend mit 34:30 gewannen, mitnehmen. Allerdings liegt dieses letzte Ligaspiel auch schon sieben Wochen zurück. Damals hatte SC-Spielertrainer Benjamin Stollin einen Aufwärtstrend in der Trainings- und Spielbeteiligung ausgemacht – es wird sich zeigen, ob dieser Trend über die Feiertage aufrecht erhalten werden konnte.

Die Dahlewitzer jedenfalls sind mit nur einer Niederlage gegen den LHC Cottbus II bisher stark durch die Saison gekommen und haben auch Anfang des Jahres als Verbandsligist beim Final-Four-Turnier des HVB-Pokals teilnehmen dürfen, dort aber im Halbfinale klar gegen den Oberligisten MTV Altlandsberg verloren. Die Favoritenrolle liegt bei den Blau-Weißen, allerdings haben Derbys wohl immer eigene Gesetze. Genug Motivation auf Seiten der Hausherren und hoffentlich eine tolle Stimmung von den Rängen im Sportkomplex sollte jedenfalls vorhanden sein. Anwurf ist am Sanstag um 18:30 Uhr!

Mit Erfolgen in die Weihnachtszeit

Die Handballteams des SC Trebbin sind überaus erfolgreich in den Dezember gestartet: Während die Verbandsligamänner den Tabellendritten Ludwigsfelder HC II durchaus überraschend auswärts mit 34:30 besiegten, schaffte es die C-Jugend beim 41:38-Auswärtssieg beim VfL Potsdam, zum ersten Mal in der Trebbiner Vereinsgeschichte, Punkte vom großen Verein aus der Landeshauptstadt mitzubringen. Auch die Frauensieben und die Minis gewannen ihre Partien.

Beim Auswärtserfolg beim im bisherigen Saisonverlauf überzeugenden Aufsteiger vom Ludwigsfelder HC entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Die Trebbiner waren wieder mit einer größeren Mannschaftsstärke angereist, unter anderem kehrte Torsten Wagner in die SC-Mannschaft zurück. „Man hat es dem Spiel angemerkt, dass wir mehr Möglichkeiten hatten“ freute sich Spielertrainer Benjamin Stollin über die größere Bereitschaft seiner Mannschaft, „das war ein Schritt in die richtige Richtung.“

Mitte der ersten Hälfte konnten sich die Trebbiner erstmals etwas absetzen, der bestens aufgelegte Spielmacher Arne Pfaender (Topscorer mit sieben Toren) erzielte beim 9:13 die erste Vier-Tore-Führung für den SC. Dass die heimischen Automobilstädter bis zur Pause wieder zum 17:17 aufschließen sollten, hatten sie vor allem ihrem Toptorschützen Robin Langer zu verdanken, der auch selbst den Halbzeitstand erzielte: Der kleine, wendige Rückraumspieler fand zu leicht die Lücken in der SC-Abwehr und erwirkte einige Zeitstrafen gegen die Gäste.

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich eine offene Partie: Insbesondere auf der linken Angriffsseite taten sich aber für die Männer aus der Clauertstadt immer wieder Lücken auf, hier behielten die Trebbiner gegen Ex-SC-Spieler Matthias Frank in der Abwehr oft die Oberhand. Ein Zwischenspurt vom Stand von 25:27 (49. Minute) zum 25:31 drei Minuten später sollte die Vorentscheidung für die SC-Sieben bringen. Neben Pfaender und Rückkehrer Wagner überzeugten auf Seiten der Trebbiner auch der ebenfalls siebenmal erfolgreiche Linksaußen Peter Mahns und die Torhüter Jens Kowalewski und Michael Schlecht, die den Sieg im Derby am Ende festhielten.

Durch den 34:30-Erfolg kämpfen sich die Trebbiner Männer wieder an das Spitzentrio heran und überwintern mit ausgeglichener Punktebilanz auf Platz sechs. Das nächste Spiel im Januar (20.01., 18:30 Uhr) wird dann wieder ein Heimspiel sein – und dann gleich ein Derby gegen den Tabellenführer SV Blau-Weiß Dahlewitz.

Torsten Wagner, als Trainer auch für die SC-Frauen verantwortlich, reiste schon von deren Partie in Ahrensdorf mit einem guten Gefühl nach Ludwigsfelde: Die Trebbinerinnen gewannen bei der zweiten Vertretung der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst mit 18:16 und bleiben Kreisliga-Fünfte. Die frühere Wurf-Landesmeisterin in der Leichtathletik, Anika Schlappack, war mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin der SC-Damen.

Nicht gegen Ahrensdorf, sondern gemeinsam in der Kooperation mit den Jugendlichen der HSG, reiste die C-Jugend des SC nach Potsdam. Bei der dritten Vertretung des 1. VfL Potsdam, die auch mit einigen oberligaerfahrenen Spielern antrat, erreichte die Mannschaft von Trainer Robert Düsel-Eifler historisches und gewann erstmals ein Spiel im Trikot des SC beim VfL Potsdam. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe“ freute sich Trainer Düsel-Eifler, „mit, auch wenn man es bei dem Spielstand nicht vermuten möchte, starken Torhütern und Abwehrreihen.“ Mit diesem starken Ergebnis bleibt die Sieben aus Trebbin/Ahrensdorf in der Kreisliga-Spitzengruppe und freut sich auf das Heimspiel am zweiten Adventssamstag gegen Tabellenführer Grün-Weiß Werder (13 Uhr, Sporthalle Ahrensdorf).

Auch die Minis des SC Trebbin haben bei ihrem Heimspieltag überzeugen können und alle Spiele gewonnen – gegen den Ludwigsfelder HC, den HSC Potsdam und den HV GW Werder siegten die jüngsten Trebbiner Handballer. „Da ziehen alle an einem Strang“ freute sich Düsel-Eifler auch über den Einsatz der Eltern.

Nicht für alle SC-Teams lief es perfekt: Die B-Jugend unterlag dem Tabellenführer SV Lok Rangsdorf mit 24:48, und die E-Jugend verlor gegen die Spitzenteams Teltow/Ruhlsdorf und Rangsdorf genauso deutlich wie die zweite Männermannschaft das Vorspiel in Ludwigsfelde gegen deren dritte Vertretung. Trotzdem konnten die Trebbiner Handballer im Anschluss ihre Weihnachtsfeier am ersten Advent genießen.

Die Kooperation lebt – SC-Jugend mit starkem Spieltag

Die C- und D-Jugend der Handballer vom SC Trebbin haben einen tollen Spieltag hingelegt: Am letzten November-Wochenende, an dem die Erwachsenen-Mannschaften aus der Clauertstadt spielfrei hatten, siegten die SC-Teams in allen drei Partien. Besonders erfreulich: Die C-Jugend, die in einer Kooperation mit der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst antritt, zeigte eine kämpferisch starke Leistung.

In einem sehr fehlerbehafteten Spiel gegen die Mannschaft vom MTV Wünsdorf am Sonntagmorgen in der Sporthalle Ahrensdorf siegten die Trebbiner mit 23:22. „Niemand hat sich trotz der vielen Fehler aufgegeben“ lobte Trainer Robert Düsel-Eifler seine Sieben, „man merkt, dass die Jungs mittlerweile wirklich gut miteinander harmonieren.“ Insbesondere die Abwehrleistung überzeugte den SC-Trainer, der viele Jahre selbst in der Männermannschaft der HSG spielte.

Bereits am Samstag überzeugte auch die D-Jugend des SC mit zwei deutlichen Siegen: Sowohl beim 23:17 gegen die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf II als auch beim 42:13-Kantersieg über den Ludwigsfelder HC konnten die SC-Jungen viel ausprobieren und sich weiter einspielen.

Beide SC-Mannschaften bleiben damit auf dem vierten Platz ihrer Kreisligatabellen auf Tuchfühlung zur Spitze. Am kommenden ersten Adventswochenende tritt dann sowohl die zweite als auch die erste Männermannschaft in Ludwigsfelde (Samstag, 13:30 und 16 Uhr) zum Doppelspieltag an.

Licht und Schatten für SC-Handballteams

Die Trebbiner Verbandsligahandballer haben ihr nächstes Spiel in der Südstaffel verloren. Eine Woche nach dem ausgefallenen Spiel, das bei Tabellenführer LHC Cottbus II angesetzt war, unterlagen die Clauertstädter im Lokalderby bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst II mit 24:29. Besser lief es für die SC-Nachwuchshandballer, die bei Heimspielen brillieren konnten.

In Ahrensdorf mussten die SC-Männer, die zuletzt vor vier Wochen in der Liga in Schöneiche gewonnen hatten, mit elf Spielern abermals ersatzgeschwächt antreten. Mit einem gut aufgelegten Spielmacher Arne Pfaender (10 Tore) und dem treffsicheren Linksaußen Peter Mahns (7 Tore) hielten die Trebbiner die Partie gegen die heimstarken Ahrensdorfer lange offen, hielten bis zur 48. Minute den Anschluss (21:20). Am Ende entschied die mannschaftliche Ausgeglichenheit der Ahrensdorfer sowie einige Zeitstrafenprobleme auf Seiten der SC-Sieben gepaart mit der größeren personellen Breite bei den Hausherren das Derby. Die Clauertstädter rutschen damit auf Tabellenplatz Sieben ab, in zwei Wochen steht beim Ludwigsfelder HC II das nächste Derby an. Auch die zweite Männermannschaft musste die Punkte abgeben, mit 17:33 unterlag die SC-Reserve der dritten Vertretung der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf.

Die Minis traten zum Heimspieltag gegen die HSG Teltow/Ruhlsdorf, den HC BHJ Potsdam und den HV GW Werder an. Bis auf die Partie gegen Teltow, die die jüngsten Trebbiner Handballer mit einem Tor verloren, gewannen die SC-Minis ihre Spiele. „Die Jungs haben sehr souverän gespielt, hatten sehr viel Spaß und wir sind da auf einem sehr, sehr guten Weg“ freute sich Trainer Robert Düsel-Eifler.

Auch die C-Jugend des SC Trebbin gewann ihr Heimspiel mit 37:35 gegen Blau-Weiß Wusterwitz. Gegen die sehr groß gewachsenen Gäste, die auch in einem älteren Jahrgang sind als die SC-Kids, hielten die Trebbiner gut dagegen. „Die individuelle Stärke und die Abwehr haben das Spiel dann für uns entschieden“ so Handball-Abteilungsleiter Düsel-Eifler nach einem gelungenen Handballsonntag für die SC-Jugend.

Pokalfight zum Novemberstart

Es ist Mal wieder so weit: Ein Handball-Heimspiel unserer ersten Männermannschaft im Sportkomplex! Am ersten Novembersamstag zu ungewohnter Zeit empfangen die SC-Männer ab 11 Uhr die höherklassigen Teams aus Bad Liebenwerda (Brandenburgliga) und Werder (Oberliga Ostsee-Spree) zur zweiten Runde des HVB-Pokals. Das Dreierturnier beginnt um 11 Uhr, die weiteren Spiele über 2×20 Minuten Spielzeit finden um 12:30 Uhr und 14 Uhr statt. Zuschauer sind gern gesehen!

Direkt im Anschluss nämlich geht es weiter mit einem heißen Handballsamstag in Trebbin, wenn die SC-Frauen um 16 Uhr den Kreisliga-Tabellenführer HSG Teltow/Ruhlsdorf II empfangen. Die weiteren Trebbiner Teams haben spielfrei.

Mit deutlichem Sieg in die Herbstpause

Die Handballmänner des SC Trebbin haben ihren Mittelfeldplatz in der Verbandsliga Süd mit einem deutlichen 41:28-Auswärtssieg bei der SG Schöneiche gesichert. Bei der Partie gegen den Tabellenzehnten überzeugten vor allem Torhüter Jens Kowalewski und die Außenspieler Peter Mahns (11 Tore) und David Müller (7 Tore). Rückraumspieler Jared Ehresmann (5 Tore) übernahm durch das vorgezogene Spiel an einem sonst spielfreien Ligawochenende wieder die Führung in der Torjägerliste.

Vor etwa 80 Zuschauern in Mittenwalde traten die Clauertstädter mit deutlich mehr Personal an als zuletzt: Mit Rückraum-Verstärkung Jakob Henschke und drei Kreisläufern waren insgesamt 13 SC-Akteure auf dem Spielberichtsbogen vertreten. Dazu wurde das Team wie schon in den letzten Wochen von Silvio Kahle (wechselte vor der Saison in die Oberliga Ostsee-Spree zum Ludwigsfelder HC und erzielte am Samstag sein erstes Tor im LHC-Trikot) auf der Trainerbank begleitet.

Gleich zu Beginn der Partie erspielten sich die Gäste aus Trebbin mit schnellem Aufbauspiel klare Chancen und gingen folgerichtig mit 3:0 in Führung. Viele Durchbrüche im Eins-gegen-Eins, und ein Stockendes Aufbauspiel der Hausherren aus Schöneiche manifestierten den Vorsprung der Gäste. Außerdem nutzten die Trebbiner ihre breit besetzte Bank: So brachte sich Jakob Henschke kurz nach seiner Einwechslung mit einem Rückraumkracher unter angezeigtem passiven Spiel zur 10:7-Führung ein, Jared Ehresmann war auch gleich erfolgreich. Richard Schulz, zuvor schon zwei Mal erfolgreich, räumte seinen Platz für Paul Thiele, die Gäste verteilten die Kräfte.

Der wohl für den weiteren Spielverlauf interessanteste Wechsel: Jens Kowalewski kam im SC-Tor für den glücklosen Michael Schlecht ins Spiel und parierte gleich einen 7-m-Strafwurf der Hausherren. Eine kurzzeitige Verbesserung der Trebbiner Abwehr mit Jakob Henschke auf der Spitze sollte sich bald wieder in Luft auflösen, zu leicht kam Schöneiche-Topscorer und Rückraum-Ass Toni Sauerbrei (8 Treffer) zu Torerfolgen. Der fehlende letzte Biss in der Abwehr und überhastete Angriffsaktionen sorgten dafür, dass beim 15:20-Halbzeitstand kein vorentscheidender Vorsprung für die Trebbiner stehen blieb.

Dafür reagierten die Gäste nach Wiederanpfiff mit einer Manndeckung auf Sauerbrei, die das ganze Spiel über bestehen bleiben sollte. Der zweite gehaltene Strafwurf durch Kowalewski und eine bessere Chancenverwertung ließen die Trebbiner Führung bis zur 35. Minute auf 24:17 deutlich steigen.

Zwar kamen die Hausherren noch einmal auf 26:31 heran (50. Minute), doch der dritte gehaltene Strafwurf durch den SC-Schlussmann und gute Täuschungen von Henschke hielten die Trebbiner weiter vorn. Nach einer blauen Karte (rote Karte mit Disqualifikation) gegen SGS-Spieler Philipp Roth, der Jared Ehresmann beim Wurf im Gesicht traf und sich danach etwas zu lautstark darüber beschwerte, wirkten die Schöneicher, als hätten sie das Spiel abgeschenkt.

Die weiter bestehende Manndeckung gegen den Schöneicher Topscorer und ein ideenloser Angriff der Heimsieben luden die Gäste zu Ballgewinnen und vielen Tempogegenstößen ein. Der Vorsprung sollte sich bis zum Schlusspfiff deutlich auf 41:28 erhöhen. „Da haben sich die Hausherren etwas aufgegeben“ befand Spielertrainer Benjamin Stollin (selbst sieben Mal erfolgreich), „in der ersten Hälfte haben wir Sauerbrei zu leichte Tore erzielen lassen, da war die mannbezogene Abwehr genau das richtige Mittel.“ Maik Wettengel besiegelte mit dem vierzigsten Trebbiner Treffer den deutlichen Auswärtssieg und seine persönliche Bringschuld, am Ende setzten sich die SC-Männer nach dem Spielverlauf in der Höhe etwas zu deutlich durch.

Nach einer kleinen Herbstferienpause empfangen die Trebbiner Handballmänner am Samstag, 4. November, zu ungewohnter Zeit ab 11 Uhr den Brandenburgligisten HC Bad Liebenwerda und das Oberligateam vom HV Grün-Weiß Werder zum Achtelfinale des HVB-Pokals im Sportkomplex – endlich wieder ein Heimspieltag! Gleich im Anschluss nach den drei 2×20-Minuten langen Pokalspielen wird die SC-Frauensieben in der Kreisliga gegen Tabellenführer HSG Teltow/Ruhlsdorf II antreten.

Achterbahnfahrt der SC-Männer geht weiter

Eine Woche nach dem überzeugenden Auswärtssieg bei der HSG Schlaubetal/Odervorland haben die Trebbiner Handballmänner wieder einen Rückschlag hinnehmen müssen: Im fünften Verbandsliga-Saisonspiel unterlag der SC mit 20:26 beim TSV Germania Massen. Für die Nachwuchsteams aus der Clauertstadt lief es besser.

Mit nur elf Spielern reisten die Männer um Spielertrainer Benjamin Stollin am Samstagnachmittag zu einer ihrer längsten Auswärtsfahrten in die Niederlausitz. In der ersten Hälfte entwickelte sich ein Schlagabtausch, keine Mannschaft konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Insbesondere Außenspieler Peter Mahns, Topscorer mit 6 Treffern, hielt seine Mannschaft mit fünf Toren vor der Pause im Spiel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff mussten die Gäste dann jedoch einen Rückschlag hinnehmen: Torhüter Jens Kowalewski, vor einer Woche noch einer der Matchwinner beim 33:31-Sieg in Schlaubetal, eilte beim Gegenstoß aus seinem Tor heraus und stieß mit einem Gegenspieler zusammen. Folgerichtig erhielt der SC-Schlussmann die rote Karte.

Nach Wiederanpfiff wurden die Trebbiner immer wieder mit Zeitstrafen belegt. „Wir haben quasi die ganze zweite Hälfte in Unterzahl gespielt“ erklärte Stollin aufgrund der acht Zeitstrafen gegen seine Mannschaft, „haben uns zu Diskussionen mit den Schiedsrichtern hinreißen lassen.“ Beim 16:17 in der 42. Minute lagen die Trebbiner zum letzten Mal in Front, ehe ihnen nur noch drei Treffer gelingen sollten. „Das war spielerisch auch zu wenig“ analysiert Benjamin Stollin, „und fehlte oft der letzte Pass, der letzte entscheidende Durchbruch.“ Für den SC-Spielertrainer auch ein Zeichen der mangelhaften Trainingsbeteiligung in den letzten Wochen.

Matchwinner für die Hausherren aus Massen war der großgewachsene Torhüter Lukas Kaiser, der insbesondere in der oberen Torhälfte Stärken aufwies. Mit dem 26:20-Heimsieg der Massener über die SC-Handballer tauschen beide Teams die Tabellenplätze in der Verbandsliga Süd.

Die Handball-Frauen des SC Trebbin haben in einem Herzschlagfinale gegen den SV Brandenburg-West II noch ein 17:17-Unentschieden erreicht. Dabei lagen die Damen unter Trainer Torsten Wagner kurz nach der Pause mit 5:11 zurück, starteten dann aber mit Topscorerin Anika Schlappack (6 Tore) eine Aufholjagd und belohnten sich am Ende. In der Männer-Kreisliga unterlag der SC II einem der Staffelfavoriten, dem VfL Potsdam IV, mit 16:37.

Die Trebbiner B-Jugend überzeugte trotz einer 27:33-Niederlage beim VfL Potsdam III. Am besten lief es für die „Minis“ in der F-Jugend: Gegen die Mannschaften aus Teltow, Brandenburg und Dahlewitz in ihrer teilweise allerersten Punktspielsaison gab es drei klare Siege. „Alle Kinder haben Einsatzzeiten bekommen und sich klar gesteigert“ freute sich Handball-Abteilungsleiter und Teil des „Minis“-Trainerteams, Robert Düsel-Eifler, „wir Trainer sind überglücklich.“

Überraschender Auswärtssieg

Nach den Auftaktniederlagen gegen Guben und Teltow II kommen die Trebbiner Verbandsligahandballer immer besser in die Saison: Wie beim Vorwochen-Erfolg gegen die TSG Lübbenau 63 II (29:22) traten die Clauertstädter auch bei der HSG Schlaubetal/Odervorland mit einem knappen Aufgebot an. Trotzdem gingen umkämpfte Punkte mit dem 33:31-Endstand nach Trebbin. „Ich hoffe, das gibt jetzt ein bisschen Motivation, sodass unsere Spiel- und Trainingsbeteiligung besser wird“ zeigt sich SC-Spielertrainer Benjamin Stollin nachdenklich, „im letzten Jahr mussten wir noch die Zahl der spielbereiten Akteure reduzieren, jetzt freue ich mich, wenn ich zwölf Spieler zusammenbekomme.“

In Müllrose performten sogar nur zehn Handballer aus der Clauertstadt – dafür aber umso motivierter. Die Anfangsphase gehörte Rückraumspieler Jared Ehresmann, der bis zur 6:4-Führung für den SC bereits fünf Treffer erzielte. Folgerichtig wurde er von den Gastgebern in Manndeckung genommen, woraufhin die Hausherren das Spiel in der Abwehr wieder etwas sortieren konnten. Beim Stand von 15:13 für die Schlaubetaler nach einem direkt verwandelten Freiwurf mit der Pausensirene ging es in die Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff gelang es den SC-Männern, diszipliniert mit der Manndeckung umzugehen: Die Rückraumakteure Alexander Kumm und Arne Pfaender spielten die Angriffe geduldig aus, bis entweder für sie selbst ein Durchbruch möglich oder der Pass zu den treffsicheren Außenspielern Peter Mahns (7 Tore) oder David Müller (6 Tore) spielbar war. Müller markierte nach einer Dreiviertelstunde wieder eine Führung für die Gäste (24:23).

In der umkämpften Schlussphase gaben die Schlaubetaler ihre Manndeckung gegen Ehresmann wieder auf, woraufhin dieser als SC-Topscorer (10 Tore) weitere drei Treffer erzielen sollte. Dazu kam, dass der HSG-Spielmacher Marc Eschenbach verletzungsbedingt ausschied, woraufhin das Konzept im Spielaufbau der Hausherren verloren ging. Die Trebbiner Handballmänner festigten ihre Führung und gaben diese auch aufgrund von einigen Paraden des nach dem kurzfristigen Ausfall von Michael Schlecht auf sich allein gestellten Schlussmanns Jens Kowalewski nicht mehr her. Mit dem 33:31-Auswärtssieg festigen die SC-Männer ihren Mittelfeldplatz in der Südstaffeltabelle.

„Mit diesem Sieg habe ich nicht gerechnet“ freute sich Spielertrainer Stollin nach der Partie, „in dieser Woche war kaum Training möglich.“ Mahnende Worte an seine Sieben, denn es wird nicht einfacher: Vor den Herbstferien warten noch Auswärtsspiele in Massen und bei der SG Schöneiche auf die Trebbiner, ehe das Heimspiel-Pokalturnier gegen die höherklassigen Teams HC Bad Liebenwerda (Brandenburgliga) und HV Grün-Weiß Werder (Oberliga Ostsee-Spree) den November einläutet.

Die Frauen des SC Trebbin unterlagen beim MTV Wünsdorf mit 16:24 und bleiben im unteren Mittelfeld der Kreisliga-Tabelle. Die zweite Männermannschaft verlor beim SV Lok Rangsdorf mit 20:36.

Misslungener Saisonstart

Als Betrachter des Verbandsliga-Saisonauftaktes zwischen dem SC Trebbin und dem SV Chemie Guben wusste man am Samstagabend gar nicht so recht, ob die Clauertstädter ihre Auftaktpartie gegen den Brandenburgliga-Absteiger (29:35) nun im Angriff oder in der Abwehr verloren hatten. „35 Gegentore sind zu viel“ mahnte Spielertrainer Benjamin Stollin nach der Partie, „aber wir haben uns auch viele Tempogegenstöße eingefangen, weil wir im Angriff kein Wurfglück hatten.“ Mit der Heimniederlage zum Auftakt der neuen Spielzeit geraten die SC-Männer erst einmal ins Hintertreffen in der Südstaffel-Tabelle.

Zu Beginn der Partie vor nur 80 Zuschauern im Sportkomplex entwickelte sich das Spiel ‚Guben gegen Mahns‘ – die ersten vier Treffer der Hausherren gingen auf das Konto von Linksaußen Peter Mahns. Eine torreiche Anfangsphase, in der noch kein Torhüter Zugriff auf das Spiel bekam, sollte schon bald den ersten Knick im Trebbiner Angriffsspiel verzeichnen: Vor allem Spielmacher Arne Pfaender erwischte keinen guten Tag und scheiterte mehrmals am Aluminium oder Gubens Schlussmann Vladyslav Horbynko, die Gäste nutzten die SC-Wurfschwäche zu einem 4:0-Lauf.

Bis zum Pausenstand von 14:18 sollte dieser Abstand dann stabil bleiben, die SC-Männer kamen nicht näher heran. „Unser Innenblock war heute nicht existent“ nennt Stollin nach der Partie einen Grund, „da haben uns wichtige Spieler gefehlt.“ Mit nur 11 Spielern, und ohne die wichtigen Abwehrakteure Robert Düsel-Eifler, Maik Wettengel und Jakob Henschke mussten die Clauertstädter im Auftaktspiel auskommen. Dafür probierten es die Trebbiner ab der 20. Minute mit einer offensiven Manndeckung gegen zwei der starken Gubener Rückraumspieler um Linkshänder Jan Rietschel (7 Tore), was auch zeitweise gut funktionierte.

Dass die Chemiker auch in der zweiten Hälfte relativ ungefährdet ihren Vorsprung halten konnten, lag an dem einen oder anderen technischen Fehler zu viel im Angriffsspiel der Trebbiner – und deutlich zu vielen Fehlwürfen, die die Gästesieben förmlich zu leichten Gegenstoßtoren einlud. Topscorer Dan Klein (12/5 Tore) erhöhte für die Gubener nach vierzig Minuten sogar auf 25:18, nach einer Dreiviertelstunde lagen die Hausherren mit acht Treffern im Hintertreffen.

Dass sich die SC-Mannen noch gegen die Niederlage stemmten, lag vielleicht auch am Spielertrainer selbst: Mit gelebtem Willen und vielen Toren im Eins-gegen-Eins hielt Benjamin Stollin (7 Tore) seine Mannschaft in Schlagdistanz, dazu erwischte Schlussmann Michael Schlecht eine gute zweite Hälfte. Immer, wenn wieder etwas Hoffnung aufkeimte, erstickte die Durchsetzungskraft der Gäste oder ein technischer Fehler der SC-Angreifer diese jedoch im Keim – daran konnte auch eine starke Schlussphase von Topscorer Jared Ehresmann (10/4 Tore) nichts ändern.

Am Ende unterlagen die Trebbiner dem Absteiger aus der höherklassigen Brandenburgliga in einem Spiel vergebener Chancen (unter anderem vier Siebenmetern) verdient mit 29:35. Wenigstens das SC-Urgestein und langjähriger Kapitän Silvio Kahle konnte nach seinem in der Sommerpause vollzogenen Wechsel zum Oberligisten Ludwigsfelder HC noch gebührend verabschiedet werden, auch wenn sich die Mannschaft sicherlich ein anderes Ergebnis gewünscht hätte. Gleich am kommenden Samstag treten die Clauertstädter bei der 2. Vertretung der HSG Teltow/Ruhlsdorf an.

Auch die Frauensieben des SC verlor ihr Auftaktspiel: Gegen den Staffelfavoriten MBSV Belzig halfen auch acht Tore der sicheren Siebenmeterschützin Anika Schlappack (8/5) nicht, mit 18:23 ging das erste Heimspiel verloren. Die C-Jugend des Vereins verlor in Ludwigsfelde mit 24:41.