Unglückliche Last-Second-Niederlage

Die Handballer des SC Trebbin haben ihr Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn SSV Rot-Weiß Friedland am dritten Adventssamstag mit 38:39 verloren – in letzter Sekunde vergab SC-Angreifer Torsten Wagner den möglichen Ausgleichstreffer. „Vielleicht war nach der Führung der Kopf nicht mehr dabei“ gab Spielertrainer Benjamin Stollin nach der Partie zu Protokoll und sprach dabei die Fünf-Tore-Führung an, die sich die Trebbiner in der zweiten Hälfte herausgespielt hatten. Ein Heimspiel wartet zum Jahresabschluss am Samstag, 20.12., um 16 Uhr im Sportkomplex noch auf die Fans: Dann empfangen die SC-Männer den HSV Frankfurt/Oder.

Von Beginn an entwickelte sich das erwartete Duell auf Augenhöhe: während die Clauertstädter wieder mit deutlich besser besetzter Bank als bei der 20:24-Niederlage Ende November in Wildau antraten, stellten die Hausherren aus Friedland eine junge Mannschaft mit Routinier Frank Ulbrich als Anführer. SSV-Akteur Ulrich gelang es dann auch immer wieder, seine Mitspieler – insbesondere die Kreisläufer – klug in Szene zu setzen. Auf Trebbiner Seite sollte Spielmacher Arne Pfaender, der fünf der ersten acht SC-Treffer erzielte, die Anfangsphase prägen. Erst beim Stand von 16:18 für die Gäste führte eine Mannschaft erstmals mit mehr als einem Treffer Differenz, mit einer 20:17-Führung ging die Sieben aus der Clauertstadt in die Pause.

Nachdem die Trebbiner diese Führung bis auf 25:20 ausgebaut hatten (36. Minute), kämpften sich die Friedländer wieder heran (29:31 nach einer guten Dreiviertelstunde). Mit der Disqualifikation gegen Routinier Ulrich in eben jener 47. Minute verstärkte sich der Kampfgeist der Hausherren nur noch – „vielleicht war das auch gar nicht so gut für uns in dem Moment“, so Stollin. In der Folge sprangen die anderen SSV-Rückraumakteure in die Bresche; innerhalb von vier Minuten wandelten die Hausherren ein 30:33 in eine 34:33-Führung um.

In der umkämpften Schlussphase sollte der auch vom Kreis sehr treffsicheren SC-Toptorschütze Silvio Kahle (9/2 Tore) dann erst den 38:38-Ausgleich erzielen, ehe die 39:38-Führung durch SSV-Spieler Erik Stethauer und ein Trebbiner Ballverlust fast schon die Niederlage besiegelte. Doch sechs Sekunden vor Spielende sollte die Gästesieben noch eine Chance bekommen, die junge Heimmannschaft gab den Ball noch einmal her. Der mit sieben Feldtoren zweiterfolgreichste SC-Schütze Torsten Wagner sollte den Ball jedoch nicht mehr im Tor unterbringen können.

Mit der dritten Saisonniederlage rutschen die Clauertstädter auf den vierten Platz der Landesliga Süd/Ost ab und erwarten am kommenden Samstag wieder ein Duell gegen einen Tabellennachbarn: Der fünftplatzierte HSV Frankfurt/Oder kommt zur ungewöhnlichen Anwurfzeit um 16 Uhr in den Sportkomplex Trebbin.

Die C-Jugend des SC Trebbin hat unterdessen nach der ersten Saisonniederlage in Werder vor einer Woche wieder in die Erfolgsspur gefunden: Gegen den 1. VfL Potsdam III gelang der Mannschaft ein 35:25-Sieg. Die B-Jugend unterlag beim SV 63 Brandenburg/West mit 31:40.

Ausfall- und angriffsgeschwächt

Die Trebbiner Handballmänner haben von Ausfällen geschwächt die zweite Saisonniederlage in der Landesliga Süd-Ost hinnehmen müssen: Beim 20:24 bei der zweiten Vertretung des HSV Wildau zeigte insbesondere der Angriff der Clauertstädter ungewohnte Defizite. Aufgrund der Niederlage der Konkurrenz aus Wünsdorf bleiben die Handballer des SC Trebbin vorerst auf Rang zwei, haben aber ein Spiel mehr absolviert.

In Wildau musste die SC-Sieben insbesondere im Rückraum Ausfälle verkraften: Durch die Absagen von Torsten Wagner und Jared Ehresmann fehlten nicht nur die beiden besten Saisontorschützen, auch Spielmacher Arne Pfaender und Maximilian Störl standen für den SC-Rückraum nicht zur Verfügung. „Das führte natürlich dazu, dass wir verbliebenen Rückraumspieler nur jeweils vier bis fünf Minuten Pause bekommen haben“ so Spielertrainer Benjamin Stollin, der am Samstag mit sieben Treffern erfolgreichster Trebbiner Feldtorschütze war, „im Angriff ist uns die Luft ausgegangen“.

In der ersten Hälfte hatten sich die Hausherren aus Wildau – angeführt von ihrem Toptorschützen Jim Winter (10 Tore) bis zur 20. Minute bereits eine 10:5-Führung herausgespielt. Nach dem 15:10-Halbzeitstand kämpften sich die Gäste aus Trebbin zwar noch einmal auf 17:19 heran (48. Minute), am Ende reichten aber die Kräfte nicht mehr für eine Aufholjagd. Ein Sonderlob erarbeitete sich neben dem Abwehr-Torhüter-Verband auch Bastian Reuther, der mit 8 Treffern (davon 4 Siebenmeter) bester Trebbiner Torschütze war. Nach einem spielfreien Wochenende haben die SC-Männer noch schwere Aufgaben vor sich: Am dritten Adventssamstag müssen sie beim Tabellenvierten Rot-Weiß Friedland antreten, am 20. Dezember (Achtung: Anwurf bereits um 16 Uhr) empfangen sie im Sportkomplex den HSV Frankfurt/Oder.

Die C-Jugend befindet sich derweil weiterhin auf Erfolgskurs: Beim SV Lok Rangsdorf verdoppelte der weiterhin ungeschlagene Tabellenführer der Kreisliga die Tourausbeute der Hausherren, das Spiel endete 16:32. Die B-Jugend musste sich derweil beim SSV Falkensee II mit 32:41 geschlagen geben und bleibt noch ohne Punkte.

Trebbiner Handballer übernehmen Platz zwei

„Das positive ist erstmal, dass wir dieses Spiel gewonnen haben“ freute sich Benjamin Stollin, Spielertrainer des SC Trebbin, über den 37:32-Heimsieg der Trebbiner Handballer am vergangenen Samstagabend gegen den Ludwigsfelder HC III – zu bemängeln gab es allerdings, dass die Clauertstädter einen Zwölf-Tore-Vorsprung fast wieder verspielt hätten. Mit dem Sieg der Männer ging ein erfolgreiches Wochenende aller Trebbiner Mannschaften einher: Auch die Jugendteams feierten zwei Siege.

In der Anfangsphase des Derbys gegen die Ludwigsfelder, bei denen Ex-SC-Spieler Pierre Salo mit zehn Treffern bester Torschütze war, legten die Trebbiner los wie die Feuerwehr: Nach einer Viertelstunde hatten sie die Gäste vor die Wand gespielt, beim 13:3 schien die Vorentscheidung bereits gefallen. Insbesondere mit Torsten Wagner (mit acht Toren am Ende bester SC-Schütze) hatte die LHC-Deckung in dieser Phase Probleme. Bis zum Halbzeitstand von 20:13 sollten die Ludwigsfelder auch nicht signifikant verkürzen.

Die zweite Hälfte begann aus Trebbiner Sicht ähnlich stark; in der 40. Minute erzielte David Müller mit dem 28:16 die höchste Führung des Abends. „Danach ist in der Abwehr auch so ziemlich der Schlendrian eingekehrt“ resümierte Trainer Stollin, „Respekt an die Gäste, die auch einfach ihren Stiefel unbeeindruckt weitergespielt haben.“

Tor um Tor kämpfte sich der LHC wieder heran, bis zum 31:28 in der 52. Spielminute waren die Gäste wieder in Reichweite. Wie gut, dass die Heimsieben auf Topscorer Wagner zählen konnte: nach seinen vier Treffern in der Anfangsphase steuerte er nun weitere vier Treffer zum 37:32-Erfolg bei. Neben Wagner überzeugten im Angriff auch Spielmacher Arne Pfaender (7 Tore) sowie Maximilian Störl und Bastian Reuther (je 5 Tore). Mit dem dritten Sieg in Serie übernehmen die SC-Männer vorerst Platz zwei der Landesliga Süd-Ost, die drittplatzierten Wünsdorfer haben allerdings noch ein Nachholspiel zu absolvieren.

Am großen Handballsamstag im Trebbiner Sportkomplex durfte gleich morgens schon die D-Jugend jubeln: Gegen den SSV Falkensee II gelang ein 22:15-Erfolg. Leider unterlag die Mannschaft danach dem MBSV Belzig mit 18:15, bleibt aber vorerst auf Kreisliga-Platz eins. Die B-Jugend unterlag nach hartem Kampf dem SV Blau-Weiß Wusterwitz mit 29:32, während die C-Jugend am Sonntag den SSV Falkensee II mit 36:23 überrollte und weiter ungeschlagener Tabellenführer ist.

Heimspieltag mit Derby steht bevor

Die Trebbiner Handballmannschaften haben einen großen Heimspiel-Samstag vor sich: Ab 12 Uhr bieten die Mannschaften des SC Trebbin tollen Sport im Sportkomplex der Clauertstadt. Den krönenden Abschluss wird das Landesliga-Derby SC Trebbin – Ludwigsfelder HC III um 18:30 Uhr darstellen.

Die SC-Männermannschaft hatte zuletzt eine Siegesserie gestartet und geht dementsprechend mit der Motivation, diese aufrechtzuerhalten, in das Spiel gegen die Automobilstädter. Der Gegner aus Ludwigsfelde konnte nach einem schwierigen Spielplan zu Saisonstart, unter anderem schlugen Niederlagen gegen die Spitzenteams TSG Lübbenau 63 III und SSV RW Friedland zu Buche, erst einen Liga-Erfolg erringen und findet sich auch nach der klaren 28:37-Niederlage gegen Wünsdorf II vor einer Woche nur auf dem achten Tabellenplatz wieder. Die drittplatzierten Trebbiner wissen nichtsdestotrotz um die Qualitäten der Gäste, bei denen mit Pierre Salo (aktuell Platz 3 der Landesliga-Torschützenliste), Patrick Schenk und Moritz-Michael Löwe auch ehemalige SC-Akteure auflaufen könnten.

Bereits ab dem Mittag möchte die D-Jugend des Vereins, derzeit Kreisliga-Zweiter, ihren Positivtrend fortführen: Um 12:00 Uhr treffen die Trebbiner auf den SSV Falkensee II (Platz neun), direkt im Anschluss (13 Uhr) steht eine Partie gegen den MBSV Belzig (Platz sechs) auf dem Programm. Der D-Jugend-Spieltag mit den Nicht-SC-Mannschaften beginnt bereits um 11 Uhr. Zwischen dem jüngsten SC-Team und der Männer-Sieben liegt um 16 Uhr noch die B-Jugend-Partie SC Trebbin – SV Blau-Weiß Wusterwitz: Nach zwei Niederlagen zum Start möchten die Trebbiner ihren ersten Saisonsieg einfahren. Alle Teams freuen sich auf reges Treiben auf den Tribünen!

Starker Start in den November

Die Trebbiner Handballmänner haben nach einem durchwachsenen Saisonstart die Nerven behalten: Im Landesliga-Derby beim SV Blau-Weiß Dahlewitz II gewannen die Clauertstädter trotz eines 4-Tore-Rückstands zur Pause noch mit 36:32. Auch im ersten November-Auswärtsspiel bei der SG Schöneiche gelang den Clauertstädtern eine mentale Energieleistung; einen 13:10-Pausenrückstand drehte die SC-Sieben noch zu einem 26:23-Auswärtserfolg. Damit glückt den Männern des SC Trebbin der Sprung auf den dritten Tabellenplatz der Landesliga Süd-Ost.

Zuvor verlief der Saisonstart durchwachsen: Nach einer hohen 17:33-Niederlage im Heimspiel gegen Tabellenführer TSG Lübbenau 63 III wusste niemand so richtig, wo sich die Trebbiner, die sich ja freiwillig in die Landesliga zurückgezogen hatten, stehen würden. Einer Niederlage im Verbandsligapokal-Achtelfinale gegen den SSV Falkensee trotz einer Drei-Tore-Führung kurz vor Schluss folgte auch im ersten Oktober-Heimspiel gegen den MTV Wünsdorf II „nur“ ein 35:35-Unentschieden – ebenfalls trotz einer Drei-Tore-Führung zweieinhalb Minuten vor dem Ende. Nun scheint der Schalter umgelegt, insbesondere in den Schlussphasen zeigt sich die Erfahrung des SC-Teams, in dem sich auch immer besser die jungen Spieler oder die Akteure der zweiten Mannschaft zurecht finden.

Nach dem Derby gegen den Ludwigsfelder HC III (15. November) treten die SC-Männer in der Adventszeit noch zwei Mal auswärts an (29.11., 17 Uhr beim HSV Wildau II; 13.12. zum schweren Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten SSV Rot-Weiß Friedland), ehe kurz vor Weihnachten ein Heimspiel auf dem Programm steht: Am 20.12. empfangen die Trebbiner zur ungewohnten Anwurfzeit um 16 Uhr den HSV Frankfurt/Oder. Bis dahin wollen sie ihren schwer erkämpften dritten Tabellenplatz verteidigen.

Auch die Jugendmannschaften kommen immer besser in Fahrt: Die D-Jugend des SC Trebbin leitete den November mit zwei Kantersiegen (27:13 gegen Brandenburg/West, 31:10 gegen den SV Lok Rangsdorf II) ein.  Die C-Jugend des SC Trebbin hat mit einem 38:16-Erfolg gegen den SV Blau-Weiß Wusterwitz den vierten Sieg in Folge eingefahren und grüßt von der Kreisliga-Tabellenspitze.

Sprung auf den dritten Platz

Die Trebbiner Handballmänner haben nach zuletzt zwei missglückten Schlussphasen die Nerven behalten: Im Landesliga-Derby beim SV Blau-Weiß Dahlewitz II gewannen die Clauertstädter trotz eines 4-Tore-Rückstands zur Pause noch mit 36:32. In der Vorwoche hatte die SC-Sieben nach langer Führung (29:28 noch fünf Minuten vor Ende) gegen den SSV Falkensee das Verbandspokal-Achtelfinale mit 29:32 aus der Hand gegeben; und auch im letzten Liga-Heimspiel gegen den MTV Wünsdorf II stand trotz einer Drei-Tore-Führung zweieinhalb Minuten vor dem Ende „nur“ ein 35:35-Unentschieden auf der Anzeigetafel. „Ich bin froh, dass wir uns von der Manndeckung am Ende nicht haben verunsichern lassen“ blickt SC-Spielertrainer Benjamin Stollin auf die Schlussphase in Dahlewitz, „wir haben das in der zweiten Hälfte viel cleverer gespielt.“ Die Trebbiner C-Jugend feierte am Wochenende außerdem den vierten Sieg im vierten Spiel.

Ohne die altbekannten Mitstreiter um Bert Bräuer, dafür mit zwei jungen Spielern aus der Verbandsliga-Sieben traten die Dahlewitzer am Sonntag in ihrem Heimspiel gegen die Trebbiner Männer an. Sonntagnachmittag, Klisterverbot – keine guten Vorzeichen für die SC-Männer; und das sollte sich auch in einem schnellen 9:5-Rückstand (14. Minute) widerspiegeln. Danach kamen die Gäste dann jedoch besser in Schwung, Bastian Reuther sollte nur fünf Minuten später einen 5:0-Lauf des SC Trebbin zur Führung abschließen. Zum Ende der ersten Hälfte hin häuften sich jedoch wieder die technischen Fehler im SC-Angriff, eine Dahlewitzer 18:14-Führung war die logische Konsequenz.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte sollten sich die Trebbiner langsam wieder herankämpfen: Die jungen Dahlewitzer Topscorer Nick Schmikowski (9 Tore) und Malvin Kadi (8) wurden enger bearbeitet, im SC-Angriff sollten die erfahrenen Torsten Wagner (8 Tore) und Silvio Kahle (7) die Akzente setzen. Nach vierzig Spielminuten (22:22) war die Partie ebenso ausgeglichen wie nach fünfzig (28:28). In der Schlussphase schafften es die Clauertstädter dann mit all ihrer Erfahrung, sich abzusetzen und mit einem 36:32-Erfolg ihren zweiten Saisonsieg einzufahren.

Nach dem Unentschieden gegen Wünsdorf und der Auftaktniederlage gegen den Tabellenführer TSG Lübbenau III finden sich die Trebbiner nun vorerst im oberen Tabellendrittel auf Platz drei wieder. Nach einer kurzen Herbstferienpause gastiert die SC-Sieben am 02.11. zum nächsten Sonntags-Auswärtsspiel bei der SG Schöneiche, ehe am 15. November das Derby gegen den Ludwigsfelder HC III (18:30 Uhr, Sportkomplex) in Trebbin steigt.

Die C-Jugend des SC Trebbin hat mit einem 38:16-Kantersieg gegen den SV Blau-Weiß Wusterwitz den vierten Sieg in Folge eingefahren und grüßt von der Kreisliga-Tabellenspitze. Die D-Jugend-Mannschaft hingegen musste vor einer Woche zwei knappe Niederlagen hinnehmen: Einem 10:11 gegen Wusterwitz folgte ein 18:20 gegen den MTV Wünsdorf.

Trebbiner Handballmänner legen den Schalter um

Die Handballer des SC Trebbin haben zu Saisonbeginn ein Wechselbad der Gefühle erlebt: Eine Woche nach einem überraschenden 33:31-Erfolg im HVB-Pokal gegen den höherklassigen Verbandsligisten VfL Potsdam II mussten sich die Clauertstädter im ersten Heimspiel in der Landesliga seit 2005 der TSG Lübbenau 63 III überraschend deutlich mit 17:33 geschlagen geben. Insbesondere die Angriffsleistung ließ deutlich zu wünschen übrig. Doch schon eine Woche später, beim ebenfalls im vergangenen Jahr noch in der höheren Verbandsliga startenden HC Spreewald II, erzielten die Trebbiner beim 21:19-Auswärtssieg einen Achtungserfolg. „Das war ein bisschen eine Wundertüte“, so Spielertrainer Benjamin Stollin, „wir wussten nicht, ob wir wie gegen Lübbenau auf einen Gegner gespickt mit ehemaligen Oberligaspielern treffen würden.“ Am Samstag (4. Oktober) wartet mit dem Heimspiel gegen den MTV Wünsdorf II (18:30 Uhr, Sportkomplex) das erste Derby.

Beim HC Spreewald II traf die SC-Sieben erst einmal auf schlechte Voraussetzungen: Nur elf Spieler standen – trotz des größeren Kaders nach Rückzug der zweiten Trebbiner Mannschaft aus der Kreisliga – zur Verfügung, während die Hausherren auf volle 16 Akteure zurückgreifen konnten. Davon ließen sich die Trebbiner allerdings nicht beeindrucken, nach einer umkämpften Anfangsphase sollten die Spreewälder erst kurz vor dem 12:12-Pausenstand durch ihren Toptorschützen und Spielmacher Nils Werner erstmals in Führung gehen. Der ehemalige Oberliga-Akteur sollte den SC-Männern einige Probleme bereiten und mit zehn Treffern Topscorer der Partie werden – „wir haben uns aber dagegen entschieden, ihn in Manndeckung zu nehmen“, so Stollin, „dadurch wäre zu viel Raum für seine Mitspieler entstanden, wir haben die Tore von Nils in Kauf genommen.“

Das sollte sich taktisch auszahlen: Immer wieder glänzte die Trebbiner Abwehr um den Mittelblock David Müller / Paul Thiele und das Torhüterduo Michael Schlecht / Christopher Meißner in der torarmen Partie; im Angriff konnte Jared Ehresmann (6 Tore) viele Akzente setzen. Fünf Minuten vor dem Ende erzielte Routinier Torsten Wagner beim 16:20 die Vorentscheidung zu Gunsten der Clauertstädter, die mit dem 21:19-Auswärtserfolg erst einmal durchatmen können.

Erfolgreich starteten auch die Trebbiner Jugendteams: Die C-Jugend gewann ihre Auftaktpartien gegen Grün-Weiß Werder (35:30) und Potsdam III (41:26); die D-Jugend war gegen Teltow/Ruhlsdorf (19:12) und den BHJ Potsdam (25:11) erfolgreich. Lediglich die B-Jugend musste sich zum Saisonstart knapp geschlagen geben, einem 27:28 gegen Falkensee II folgte eine 26:31-Niederlage in Belzig.

Bittere Auftaktpleite für SC-Männer

Die Trebbiner Handballmänner haben einen bitteren Ligaauftakt hinnehmen müssen: Im Heimspiel gegen die TSG Lübbenau 63 III, dem ersten Landesligaspiel seit zwanzig Jahren, haben die SC-Männer mit 17:33 verloren. „Kopf hoch und weiter, es hilft ja nichts“, gab ein zerknirschter SC-Spielertrainer Silvio Kahle nach der Partie zu Protokoll, „der Gegner war auch ein bisschen eine Wundertüte.“

Die ‚Wundertüte‘ bekamen die Clauertstädter gleich von Beginn an zu spüren. TSG-Keeper Steve Sangl, ehemalig in der ersten Lübbenauer Mannschaft in der Oberliga aktiv, drückte dem Spiel ebenso seinen Stempel auf wie der Topscorer der Partie, Gäste-Rückraumspieler Sebastian Schultz (11 Tore). Beim Stand von 2:8 nach einer Viertelstunde (!) aus Sicht der Trebbiner folgte eine erste Auszeit; manch Besucher im trotz sommerlichem Wetter gut gefüllten Sportkomplex rieb sich ob der wenigen Treffer der Hausherren verwundert die Augen.

Leider fruchtete auch eine Abwehrumstellung auf eine offensivere Variante nicht, die schnellen Gästespieler bekamen dadurch nur noch mehr Freiräume. Bei Rückkehr auf die 6:0-Variante riss dann wieder Topscorer Schultz die Fäden an sich; im Angriff hatten die Trebbiner immer wieder das Nachsehen gegen den starken TSG-Torhüter Sangl. Beim Stand von 7:16 wurden die Seiten gewechselt.

„Wir haben uns auch nicht mehr richtig getraut, in die Räume zu gehen“ resümierte Kahle ob der Härte der TSG-Abwehr, „das war dann leider schon ein Nackenschlag heute.“ Dabei hatten sich die SC-Männer nach dem überraschenden 33:31-Sieg in der ersten Runde des Verbandspokals gegen die junge Mannschaft des VfL Potsdam II mehr ausgerechnet, insbesondere aber nicht chancenlos zu sein. In der zweiten Hälfte trat aber genau das ein, das Spiel lief dahin und endete mit einer bitteren 17:33-Auftaktpleite für die Trebbiner Handballer.

„Im Training läuft es gerade wirklich gut“ warf Kahle einen Lichtblick für die kommenden Partien auf, „wir haben eine homogene Truppe beisammen, jeder hat Lust, etwas zu investieren.“ Nach dem Zusammenschluss der ersten und zweiten Mannschaft können die Clauertstädter aus einem größeren Personalpool schöpfen, wenngleich im Ligaauftakt mit Arne Pfaender und Maximilian Störl zwei wichtige Stützen gefehlt hatten. Vielleicht hilft diese im Vergleich zur letzten Saison sehr positive Eigenschaft, den Kopf vor dem ersten Auswärtsspiel beim HC Spreewald II (Samstag, 27. September, 16:15 Uhr in Lübben) wieder hoch zubekommen und den Spreewäldern einen harten Kampf zu liefern.

Die B-Jugend des SC hat sich im Vorfeld knapp mit 27:28 dem SSV Falkensee II geschlagen geben müssen.

SC-Handballer starten mit Rückenwind in die Saison

Am Samstagabend (20.09.25) ist es soweit: Nach über zwanzig Jahren Verbandsliga (oder höher) bestreitet der SC Trebbin wieder ein Spiel in der Landesliga. In Spiel Eins nach dem freiwilligen Abstieg empfangen die Handballmänner aus der Clauertstadt die TSG Lübbenau III im Sportkomplex Trebbin (Anwurf 18:30 Uhr). Mit dem kurzfristigen Rückzug der zweiten Männermannschaft aus der Kreisliga eröffnen sich auch neue Chancen, ist doch die Personaldecke der ersten Mannschaft bereits im Pokalspiel am vergangenen Samstag deutlich dicker gewesen.

Gegen den VfL Potsdam II (Verbandsliga Süd) sollte den Trebbinern ein stark einzuschätzender Gegner in der Auftaktrunde des Verbandspokals gegenüberstehen. Umso überraschender dann der Spielverlauf: Die jüngere Potsdamer Mannschaft, keineswegs nur mit halber Mannschaftsstärke angereist, offenbarte den Hausherren immer wieder Freiräume, die beispielsweise Topscorer Arne Pfaender (11 Tore) ausnutzen konnte. Auch das Tempospiel war im ersten eigentlichen Test für die SC-Männer ein Pfand, auf das gebaut werden konnte.

Nach einem 15:18-Rückstand zur Pause kämpften sich die Trebbiner wieder auf ein 22:22-Unentschieden (38. Minute) heran. Die erneute Drei-Tore-Führung der Gäste aus der Landeshauptstadt wussten die breit aufgestellten sechzehn SC-Handballer abermals auszugleichen; in der 54. Minute erzielte Maximilian Störl die erste Führung seit dem 6:5 für die Trebbiner. Ein Dreierpack von Benjamin Stollin stellte das durchaus überraschende 33:31-Endergebnis her, mit dem sich die Clauertstädter für die nächste Runde des Verbandspokals qualifizieren konnten.

Den Rückenwind aus dieser Partie wollen die SC-Mannen nun mit ins Liga-Auftaktspiel der zehn Mannschaften starken Süd-Ost-Staffel nehmen. „Man merkt schon, dass wir im Training durch die Verstärkung aus der ehemals zweiten Mannschaft mehr einstudieren können“ so Benjamin Stollin, „das wird uns gut tun.“ Neben Störl, der drei Mal traf, trugen sich auch Béla Schulze und Adrian Gentz aus der ehemaligen Kreisligasieben in die Torschützenliste ein; außerdem verstärkten Marcel Kroop und Sebastian Gluma die Mannschaft.

Als Saisonziel haben die Trebbiner vor dem Auftakt (inkl. Sponsorenempfang) das obere Tabellendrittel ausgegeben. Dauerkarten zum Preis von 18 € können am Samstag ebenfalls erworben werden – die Mannschaft freut sich auf viele Fans zum Auftakt im Sportkomplex!

Fünf Mannschaften im Spielbetrieb – Saisoneröffnung am 20. September

Die Spielpläne für die neue Handball-Saison haben Form angenommen: Fünf Mannschaften im männlichen Bereich schickt der SC Trebbin in den Spielbetrieb auf Landes- oder Kreisebene. Zur Saisoneröffnung wird es am 20. September im Sportkomplex kommen, dann treffen die SC-Männer in ihrem ersten Landesliga-Spiel seit 2005 auf die TSG Lübbenau 63 III. Die zweite Mannschaft und die B-Jugend treffen zuvor an diesem Samstag bereits auf die zweiten Vertretungen des SSV Falkensee.

Nach einer durchwachsenen Saison mit nicht allzu hoher Trainingsbeteiligung und dem neunten Tabellenplatz in der Verbandsliga Süd hatten sich die Trebbiner Handballmänner im Frühjahr dafür entschieden, sich freiwillig in die nächstniedrigere Landesliga zurück zu ziehen. Dort treffen die Clauertstädter in der Süd-Ost-Staffel nun ab September auf Mannschaften wie die SG Schöneiche, den HSV Frankfurt/Oder oder den SSV Rot-Weiß Friedland. Dazu kommen Derbys gegen zweite Vertretungen vom MTV Wünsdorf, dem HSV Wildau und dem SV Blau-Weiß Dahlewitz oder der dritten Mannschaft des Ludwigsfelder HC. Die Spreewald-Teams vom Auftaktgegner aus Lübbenau und vom HC Spreewald III runden die Zehnerstaffel ab.

Außerdem im Spielbetrieb in den Kreisligen stehen die zweite Männermannschaft, eine C- und eine B-Jugend. Die Jugendmannschaften dieser Altersklassen, die von Robert-Düsel Eifler und Marco Erdmann trainiert werden, treten in einer Kooperation mit der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst an – wie auch die Teams der D- und E-Jugend, die aber unter dem Vereinsnamen der Ahrensdorfer antreten werden. In der A-Jugend spielen einige Trebbiner in der Kooperationsmannschaft der HV Luckenwalde 09 mit.

Bereits am 13. September eröffnen die SC-Männer ihre Spielzeit mit einem Heimspiel im Verbandspokal gegen den 1. VfL Potsdam II (Verbandsliga), wahrscheinlich um 18:30 Uhr im Sportkomplex. Nach der Saisoneröffnung stehen weitere Doppel- oder Dreier-Spieltage an; vor Weihnachten beispielsweise am 04. Oktober oder 15. November. Am 20. Dezember wollen die SC-Männer mit einem guten Gefühl gegen den HSV Frankfurt/Oder in die Weihnachtsfeier gehen; am 28. Februar des neuen Jahres wartet dann ein „Doppel-Derby-Spieltag“ mit Spielen der zweiten und ersten Männer gegen Vertretungen aus Dahlewitz.