Spielabsage bei den Handballmännern

Die Handballer des SC Trebbin müssen auf das kommende Heimspiel gegen den HC Spreewald II (geplant ursprünglich für Samstag, 18. September) vorerst verzichten. Aufgrund von Spielermangels haben die Spreewälder eine Verlegung beantragt. Das erste Heimspiel der C-Jugend gegen den SSV Falkensee findet wie geplant am Samstag um 16 Uhr im Sportkomplex statt.


Auch das letzte Auswärtsspiel der Handballmänner aus der Clauertstadt bei der HSG Schlaubetal war bereits verschoben worden, hier allerdings auf Antrag des SC. Die Frauenmannschaft, seit dieser Spielzeit unter anderem verstärkt mit der ehemaligen Oberligaspielerin Susan Rieder, gewann unterdessen ihr erstes Auswärtsspiel in Wusterwitz mit 22:16. Am Samstag (15:30 Uhr) treten die SC-Damen in Wünsdorf an.

Unnötiger Fehlstart in die Verbandsliga

In ihrem ersten Verbandsligaspiel seit mehr als 1000 Tagen verloren die Trebbiner Handballmänner ihr Heimspiel gegen den Lokalrivalen MTV Wünsdorf mit 25:26. „Wir haben es uns selbst versaut“ analysierte ein zerknirschter SC-Spielertrainer Benjamin Stollin die Partie gegen die altbekannten ‚Wölfe‘, „aber es hat Spaß gemacht, wieder vor Zuschauern zu spielen.“

Achtzig Fans waren der Einladung in den Sportkomplex am ersten Septembersamstag unter Einhaltung des Hygienekonzepts gefolgt, darunter auch 25 Zuschauer aus der Bücher- und Bunkerstadt. Die sahen in der ersten Hälfte eine starke Abwehr der Hausherren, die vor dem Torhütergespann um Jan-Philipp Hilbert und Rückkehrer Michael Schlecht in seinem ersten Spiel seit mehr als fünf Jahren kaum Platz zum Durchkommen ließ. „Vielleicht haben wir noch nie so gut Abwehr gespielt“ lobte Stollin seine Hintermannschaft, „es ging nicht viel im Wünsdorfer Angriff.“ Nur fünf Tore sollten die MTV-Angreifer bis zum Pausenpfiff erzielen – zwei Siebenmeter und drei Treffer von Außenpositionen. Zu seinem ersten Einsatz mit erstem Treffer kam Neuzugang Steven Busek (vorher bei der HV Luckenwalde 09 aktiv).

Im Angriff lief es für die Clauertstädter aber nicht unbedingt gut, bis zur Halbzeit sollten sie nur zehn eigene Treffer markieren. Vergebene freie Möglichkeiten, Abspielfehler und Unkonzentriertheiten verhinderten eine eigentlich bei dieser Abwehrleistung obligatorische höhere Führung. „Wir hatten zu wenig Tempo nach vorn, und haben im Positionsangriff noch zu viel quer gespielt, statt in die Tiefe zu gehen“ bemängelte Benjamin Stollin, „wahrscheinlich war es auch ein mentales Problem, dass sich die Mannschaft schon zu sicher gefühlt hat.“

Nach der Pause nämlich kamen die Gäste, angeführt von ihrem starken Rückraumduo Lukas Seifert / Jakub Pawlicki (je 9 Tore) Treffer um Treffer heran. Nach einer Dreiviertelstunde war der Vorsprung weg – wie auch die Kondition in der Trebbiner Abwehr, die in der zweiten Hälfte 21 Gegentore hinnehmen musste. „Da waren wir bei weitem nicht mehr so beweglich wie in der ersten Hälfte“ so Stollin, „vielleicht hat auch ein wenig die Wettkampfhärte gefehlt.“

In der Schlussphase entwickelte sich ein spannendes Derby, in dem die Gäste in der 54. Minute wieder die Führung übernahmen (21:22). Zwar konnte SC-Toptorschütze Silvio Kahle vierzig Sekunden vor dem Ende mit seinem achten Treffer noch einmal ausgleichen, doch Jakub Pawlicki gelang Sekunden vor der Schlusssirene der umjubelte Siegtreffer zum Auswärtserfolg für die Wölfe. Damit müssen die Handballer aus der Clauertstadt bei ihrer Verbandsliga-Rückkehr eine Niederlage vor heimischer Kulisse hinnehmen und reihen sich vor dem Auswärtsspiel beim Staffelfavoriten HSG Schlaubetal erst einmal im unteren Mittelfeld ein. Die C-Jugend des SC Trebbin unterlag derweil beim Ludwigsfelder HC mit 12:30.

Es spielten: Hilbert, Schlecht; Busek (1), Kahle (8/5), Wagner (4), Müller (1), Pfaender (2), Stollin, Düsel (2), Löwe, Haupt, Ehresmann (1), Mahns (5), Schulz (1)

SC-Handballer starten mit Hygienekonzept und Derby

Am ersten Septembersamstag (4.9., 18:30 Uhr, Sportkomplex Trebbin) bestreiten die Trebbiner Verbandsligahandballer ihr erstes Punktspiel seit zehn Monaten – und das gegen keinen geringeren Gegner als den altbekannten Lokalrivalen MTV Wünsdorf. Fans haben dabei einiges zu beachten.

Zum ersten Verbandsliga-Spiel seit dem Aufstieg in die Brandenburgliga vor drei Jahren haben die Clauertstädter ein Hygienekonzept zum sicheren Ablauf für die Besucherinnen und Besucher erarbeitet. So gilt die „3G-Regel“ (ab 6 Jahren), nach der von den maximal 100 Fans ein Impf-, Genesungs- oder aktueller Testnachweis eingefordert und kontrolliert wird. Beim Betreten der Halle muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden, welcher am Sitzplatz abgenommen werden darf. Personen aus einem Haushalt dürfen Plätze nebeneinander einnehmen, ansonsten muss ein Abstand von 1 m eingehalten werden. Zugelassen sind 75 Heim- und 25 Gästefans, außerdem werden die Kontaktdaten erfasst (über die Luca-App oder auf einem analogen Erfassungsbogen). Dauerkarten werden in diesem Jahr nicht verkauft, die Eintrittspreise betragen 3 € (für Männerspiele) bzw. 1 € (für Spiele der SC-Frauen), Jugendspiele sind kostenfrei. Ein Verkaufsangebot wird trotzdem gewährleistet, wenngleich die Fans keinen Zutritt zum Vereinsraum haben.

Sportlich wollen die SC-Männer nach dem letztjährigen Rückzug aus der Brandenburgliga zu Beginn der ersten Corona-Unterbrechung wieder in der Verbandsliga ankommen. Die Südstaffel bietet einige reizvolle Duelle wie Derbys gegen Luckenwalde, Dahlewitz und Schöneiche oder eben am Samstag gegen die Wünsdorfer. Neben dem Abgang von Alexander Kumm können die Trebbiner auf eine ähnliche Sieben wie im vergangenen Jahr zurückgreifen, im Sommer absolvierten die Clauertstädter unter Leitung von Spielertrainer Benjamin Stollin auch wieder ein Trainingslager auf dem eigenen Sportplatz. Die C-Jugend des Vereins, die es erstmals nach vielen Jahren wieder im Spielbetrieb gibt, startet am Samstag mit einem Auswärtsspiel beim Ludwigsfelder HC (11 Uhr) in die Kreisliga-Saison, alle anderen SC-Teams steigen erst später in die Spielzeit ein.

Mit frischem Wind in die neue Saison – Interessierte Spieler gern gesehen

In der Handballabteilung des SC Trebbin steigt die Vorfreude auf eine hoffentlich unbeschwerte Spielzeit 2021/22: „Wir freuen uns ganz besonders, dass unsere Kinder-Trainingsgruppen so guten Zulauf haben“ so Abteilungsleiter Robert Düsel-Eifler, der auch ein altbekanntes Gesicht als Trainerin der „Minis“ begrüßen darf.

Kathleen Buß (ehemals Haase), die nach Sportschulzeiten zum Bundesliga-Kader des Frankfurter HC gehörte und nach einer Verletzung ihre Leistungssportkarriere leider beenden musste, engagiert sich seit dem Ende des letzten Lockdowns als Trainerin in ihrem Heimatverein. Sie leitet gemeinsam mit Jannis Kloß die Trainingsgruppe der Minis – mittlerweile trainieren in den Kinder-Trainingsgruppen 110 junge Handballerinnen und Handballer beim SC. Auch eine extra Trainingszeit konnte wegen des großen Zulaufs verhandelt werden.

Über diesen freuen sich auch weiterhin die Handballfrauen aus der Clauertstadt, die in eine weitere Kreisliga-Saison starten werden. Die erste Männermannschaft wird nach dem Rückzug aus der Brandenburgliga im November wieder in der Verbandsliga Süd antreten – und dort auf viele altbekannte Mannschaften wie den MTV Wünsdorf, die HV Luckenwalde 09 oder den SV Blau-Weiß Dahlewitz treffen. Mit einem stabilen Kader werden die SC-Männer dort antreten  –  bis auf Alexander Kumm, der sich eben genannten Dahlewitzern anschließen wird, haben die Trebbiner keine Abgänge zu beklagen.

Die zweite Männermannschaft hingegen wird sich wegen einer ungewissen Personalsituation, die auf familiären und beruflichen Verpflichtungen beruht, aus der Kreisliga zurückziehen, bleiben aber weiter als Trainingsgruppe bestehen. Trotz dieses Wermutstropfens blickt Abteilungsleiter Düsel-Eifler, insbesondere hinsichtlich der positiven Entwicklung im Jugendbereich, zuversichtlich auf die kommende Spielzeit. „Neue Spieler sind in allen Teams gern gesehen“ wirbt der Rückraumspieler der Männer-Sieben, Interessierte können sich gern zu den unten abgedruckten Trainingszeiten und nach vorheriger Ankündigung unter handball@sc-trebbin.de im Sportkomplex Trebbin melden.

Die Trainingsgruppen des SC Trebbin (Abteilung Handball), Stand 22.07.2021

NameTrainingszeitenTrainer*in
„Minis“ (5 bis 8 Jahre)Samstag 10:00 Uhr – 11:30 UhrKathleen Buß + Jannis Kloß
E-JugendMontag 14:30 Uhr – 16:00 Uhr, Mittwoch 15:30 Uhr – 17:00 UhrArne Pfaender + Robert Düsel-Eifler
D-JugendMittwoch 15:30 Uhr – 17:00 Uhr, Freitag 14:30 Uhr – 16:00 UhrArne Pfaender + Robert Düsel-Eifler
FrauenMittwoch 18:00 Uhr – 19:00 UhrTorsten Wagner
2. MännerFreitag 18:00 Uhr – 19:30 UhrChristian Schäle
1. MännerMontag 20:00 Uhr – 21:30 Uhr, Mittwoch 19:30 Uhr – 21:00 UhrBenjamin Stollin

Wiederaufnahme Training LA und Handball

Nach dem Außerkrafttreten der Bundesnotbremse für Teltow-Fläming am 09.05.2021 nimmt der SC Trebbin das Training unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen wieder auf.

Die Wiederaufnahme des Trainings der anderen Trainingsgruppen befindet sich in Klärung. Aktualisierungen werden in diesem Beitrag veröffentlicht.

Leichtathletik

Das Training der Kinder-Leichtathletik beginnt wieder mit dem 11.05.2021. Das Training findet immer dienstags von 14:15 Uhr bis 15:45 Uhr statt. Das Training richtet sich an die Kinder in den Altersgruppen von 7 bis 12 Jahren.

Das Training der Jugend-Trainingsgruppe startet wieder ab dem 17.05. zur üblichen Zeit von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr.

Für die Trainingsgruppe der Erwachsenen (donnerstags 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr) beginnt das Training ab dem 20.05.2021.

Handball

Die Handballtraining für Kinder (Minis, E-, D- und C-Jugend) findet aktuell freitags von 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr statt.

Amateursportbetrieb vor Restart

Der Breitensport steht nach den Beschlüssen der jüngsten Bund-Länder-Konferenz vor einem Wiedereinstieg: Auch die Handballer des SC Trebbin wollen bald unter Einhaltung der Hygienebestimmungen wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen. „Wir freuen uns sehr darauf, wieder sicher unseren Sport ausüben zu können“ beschreibt Abteilungsleiter Robert Düsel-Eifler die Sehnsucht nach dem harzigen Ball, welcher im Verein in der Clauertstadt in sechs Trainingsgruppen geworfen wird.

Die 1. Männermannschaft hatte sich nach der Saisonunterbrechung zum Rückzug aus der Brandenburgliga entschieden und wird im kommenden Jahr in der Verbandsliga neu angreifen. „Das wird eine spannende Herausforderung“ so Düsel-Eifler in Hinblick auf viele mögliche Derbys gegen Mannschaften wie Luckenwalde, Wünsdorf oder Dahlewitz aus dem TF-Kreis. Auch die 2. Männermannschaft will in der kommenden Saison wieder angreifen – so denn nicht die aktuelle noch fortgesetzt wird, bisher ist der Spielbetrieb in der Landesliga Mitte erstmal unterbrochen. Ein Saison-Endturnier oder die Fortführung der aktuellen Spielzeit mit Abschluss einer einfachen Spielrunde (nur Hinspiele) stehen noch im Raum.

Die im Kreis aktiven Mannschaften befinden sich ebenfalls noch im Unklaren, wie es um eine Fortführung des Spielbetriebs beschaffen ist: Neben der Frauenmannschaft können aber vielleicht die Jugendmannschaften etwas früher wieder in einen Trainingsbetrieb starten. Sowohl die D- als auch die E-Jugend und die Minis könnten von der Regelung profitieren, dass bald bis zu 20 Kinder (im Alter von bis zu 14 Jahren) plus ein Betreuer wieder zumindest kontaktlosen Sport unter freiem Himmel durchführen können. Für die Erwachsenenmannschaften ist eine Grenze von 10 Personen (kontaktlos, unter freiem Himmel) vorgesehen.

Die Handballer des SC Trebbin sind jedenfalls bereit und freuen sich auf einen baldigen Wiedereinstieg! Interessierte an einem Einstieg in die faszinierende Sportart Handball mit großem Teamspirit und viel Spaß können sich gern per E-Mail unter handball@sc-trebbin.de zu einem Probetraining anmelden.

Still, aber doch turbulent – Zeit zum Danke sagen!

Trotz der Corona-Lockdowns und viel Stillstand liegt ein turbulentes Jahr hinter den Handballerinnen und Handballern des SC Trebbin – in diesem Dankesschreiben soll ganz ausdrücklich allen gedankt werden, die ihren Anteil daran haben, dass im nächsten Jahr vielleicht wieder Handball in Trebbin gespielt werden kann.

Trotz des vorzeitigen Abbruchs gehört die Saison 2019/20 zu den erfolgreichsten Spielzeiten in der Geschichte der Clauertstädter: Der 1. Männermannschaft gelang wiederholt der Klassenerhalt in Brandenburgs höchster Spielklasse, und auch die zweite Männermannschaft verblieb mit einem engagierten Auftreten in der Landesliga. Unsere Frauenmannschaft hat einen großen Schritt nach vorn gemacht, und mit etlichen Siegen in der Kreisliga auch nochmal an Popularität gewonnen – was sich besonders an der steigenden Anzahl an Spielerinnen aus dem Umland feststellen lässt. Ein großes Pfund stellt mittlerweile die stark verbesserte Jugendarbeit dar: In den Ergebnissen spiegelt sich das für die D-Jugend in den Erfolgen in der Pokalrunde sowie technischen und spielerischen Fortschritten wieder. Die E-Jugend des Vereins stand bis zum Abbruch mit 12:4 Punkten auf dem zweiten Platz der Pokalrundentabelle. Und die Minis haben seit der Übernahme der Gruppe durch Richard Schulz einen großen Zulauf erlebt, und wird wie unsere Kindersportgruppe förmlich überrannt. 110 Kinder trainieren derzeit in den Trainingsgruppen. Gute Voraussetzungen dafür, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft wieder Ur-Trebbiner*innen in den Erwachsenenmannschaften auflaufen sehen können.

Die Schattenseite dieser Entwicklung wird sein, dass wir zur Absicherung des Spielbetriebs erstmals von der C- bis zur F-Jugend mindestens drei weitere ganzjährige Hallenzeiten sowie mindestens zwei weitere neue Trainer benötigen.Bezüglich der Saison 2020/21 gibt es nicht viele Worte zu verlieren: So haben die wenigsten Mannschaften viele Spiele bestreiten können. Der Rückzug der ersten Männermannschaft aus der Brandenburgliga war sicherlich das beherrschende Thema, sollte aus den damals genannten Gründen aber nachvollziehbar sein. Wir hoffen sehr, dass wir im nächsten Jahr mit allen Mannschaften wieder angreifen können! Dass es uns überhaupt möglich ist, in diesen Tagen vorauszuplanen, liegt an vielen Menschen, die hier erwähnt werden sollen, da viel zu selten Danke gesagt wird:

Wir danken ganz besonders unseren Sponsoren, die uns trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten die Treue gehalten haben und gezeigt haben, dass der Vereinssport beim SC Trebbin eine familiäre Angelegenheit ist.

Wir danken dem Vorstand des Vereins, der den SC Trebbin auch durch diese Pandemie besonnen führt.

Wir danken allen Übungsleitern der Abteilung für ihren unermüdlichen Einsatz, der die Ausübung des größten Hobbys vieler Menschen in Trebbin ermöglicht.

Wir danken allen Schiedsrichtern und Zeitnehmern für ihre großen Anstrengungen, ohne die der Spielbetrieb nicht möglich wäre.

Wir danken allen anderen Personen, die rund um die Spieltagsorganisation die Fäden in der Hand halten und jedes Handballspiel zu einem Erlebnis machen, sei es am Mikrofon, bei der Verpflegung oder an allen anderen Stellen, die sonst nicht so auffallen.

Und wir danken natürlich unseren Fans und Freunden, die uns auch bei wenigen Heimspieltagen im Jahr 2020 die Treue gehalten haben und hoffentlich bald wieder den Sportkomplex mit Leben erfüllen können.

Hoffentlich sind alle genannten Personen, unsere Sportler und neue Interessierte beim „Restart 2.0“ wieder mit dabei.

Die Handballabteilung des SC Trebbin wünscht allen ein frohes und gesundes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Optimismus für die anstehenden Aufgaben auch in einer schwierigen Zeit!

Im Namen der gesamten Abteilung

Robert Düsel-Eifler

Abteilungsleiter Handball SC Trebbin

Rückzug aus der Brandenburgliga

Die Handballabteilung des SC Trebbin hat sich zu einem schweren Schritt entschlossen: Am ersten Freitag im November hat der Verein aus der Clauertstadt seine erste Männermannschaft aus der Brandenburgliga, der höchsten Spielklasse des Landes, zurückgezogen. „Wir haben uns schweren Herzens kurzfristig zu diesem Schritt entschlossen, um den Männerhandball in Trebbin langfristig zu erhalten“ erklärte Abteilungsleiter Robert Düsel-Eifler den Rückzug.

Die Männermannschaft des SC Trebbin, die sich 2018 mit dem Gewinn des Verbandsligatitels einen großen Traum erfüllen konnte, überraschte im ersten Brandenburgliga-Jahr mit dem Klassenerhalt aus eigener Kraft. Doch bereits nach der ersten Saison in der neuen Liga hatte die Mannschaft mit einem starken Abgang von Spielern oder auch vom Meistertrainer Sven Keck (zum Ludwigsfelder HC) zu kämpfen. „Deshalb kam schon nach der ersten Saison der Gedanke auf, dass die Brandenburgliga vielleicht ein Tick zu ambitioniert ist“ so Düsel-Eifler, der selbst Teil der Mannschaft ist, „wir wollten uns aber sportlich beweisen und sind trotzdem angetreten.“ Der Beweis der sportlichen Zugehörigkeit gelang mit zum Teil überraschenden Erfolgen gegen gestandene Teams, wenngleich alle Akteure an der Belastungsgrenze für den Verein arbeiteten.

Nach dem pandemiebedingten Abbruch der vergangenen Saison war laut eines Beschlusses des Handballverbandes kein Szenario eines freiwilligen Abstieges und damit verbundenen Rückzuges in die Verbandsliga vorgesehen – lediglich ein Start in der Landesliga wäre für die Saison 2020/21 anhand der Regularien möglich gewesen. „Aufgrund des vorhergehenden Aufstieges unserer zweiten Männermannschaft in die Landesliga hätte das dieser Mannschaft allerdings das Startrecht genommen“ erklärt Düsel-Eifler, „deshalb haben wir uns noch einmal für einen Start in der Brandenburgliga in der Saison 2020/21 entschieden.“

Der Versuch, junge Spieler als Unterstützung für die gestandenen SC-Handballer zu akquirieren, glückte nur bedingt. Mit einem Altersdurchschnitt von 34 Jahren bei den Rückraumspielern starteten die Trebbiner in eine ungewisse Saison – „teilweise sind wir mit acht oder neun einsatzfähigen Spielern zu Auswärtsspielen gefahren.“ Bis zum zweiten Lockdown Anfang November hat die Mannschaft alle Spiele verloren.

„Für viele Spieler ist es ein unheimlicher Kraftakt, ihre beruflichen und familiären Verpflichtungen mit Spielen und dem notwendigen Training in der Brandenburgliga zu vereinbaren“ gibt Düsel-Eifler den Hauptgrund an, der letztlich zum Rückzug der Mannschaft geführt hat. „Bestünde generell die Möglichkeit eines freiwilligen Abstiegs, hätten wir die Saison zu Ende gespielt – da wir aber als Verein nicht wieder vor der gleichen Situation wie in der Saison 2019/20 stehen wollen, haben wir die sich uns durch die Corona-Sonderregelung des HV Brandenburg ergebene Chance ergriffen.“ Beim Saisonabbruch 2019/2020 gab es keine Absteiger; sollte diese Situation wieder eintreten, stünde der Verein nochmals vor der Wahl, der zweiten Mannschaft den Startplatz in der Landesliga zu nehmen oder noch ein Jahr Brandenburgliga mit geringen Erfolgsaussichten zu spielen.

„Wir wissen, dass das nicht der sportliche Weg ist, aber mit Blick auf die Altersstruktur der Mannschaften und der noch ausstehenden Hilfe durch die eigenen Jugendspieler war diese Entscheidung alternativlos“ entschuldigt sich Robert Düsel-Eifler im Namen des Vereins bei den anderen Mannschaften aus der Brandenburgliga. Ziel sei es laut dem Abteilungsleiter nun, das verlorene Selbstvertrauen und die Spielfreude nächste Saison in der Verbandsliga zurückzuholen und den Verein sowie die Jugend wieder auf Kurs zu bringen.

Sobald ein Mannschaftstraining wieder möglich sein wird, wird sich die erste Männermannschaft des SC Trebbin zusammensetzen und Ziele wie Pläne für die kommende Saison formulieren.

Dritte Niederlage für SC-Handballer

Auch das dritte Saisonspiel der Handball-Brandenburgliga haben die Männer des SC Trebbin verloren: Zum ersten Heimauftritt vor gut 45 Zuschauern im Sportkomplex war der HC Spreewald zu Gast, die Gäste gewannen mit 37:22.

Nach einer schmerzlichen Heimniederlage gegen den Aufsteiger VfL Potsdam II vor einer Woche hatten die Spreewälder, die als Aufstiegsaspirant und Vorjahreszweiter in die Saison gestartet waren, etwas gutzumachen. Das merkte man den Gästen auch an, nach einem ausgeglichenen Start (3:3, 6. Minute) zogen die HC-Männer das Tempo an. Während die Trebbiner zunehmend Fehlwürfe in ihren Angriffsphasen produzierten, nutzten die Gäste diese gnadenlos zu Gegenstößen und Toren aus der zweiten Welle.

„Das ist eben der Unterschied in dieser Liga“ meinte Spielertrainer Benjamin Stollin, „das Tempo wird dann gnadenlos gegangen, auch in der zweiten Welle ist nach einem Fehlwurf häufig jemand ungedeckt.“ Bis zur Pause erhöhten die Spreewälder ihren Vorsprung bereits auf 20:12, obwohl die SC-Angreifer um die Topscorer Alexander Kumm und Arne Pfaender (je 4 Tore) durchaus im Positionsangriff überzeugen konnten.

Die Stärke der Spreewälder im Tempospiel blieb auch in der zweiten Hälfte bestehen, jeder technische Fehler der Hausherren wurde ausgenutzt. Am Ende hatten sich die Gäste beim 37:22-Erfolg fünfzehn Tore Vorsprung herausgespielt und somit eine erfolgreiche Wiedergutmachung für ihre erste Saisonpleite betreiben können. Die Clauertstädter müssen derweil weiter mit dem letzten Tabellenplatz vorlieb nehmen. In zwei Wochen ist mit dem Auswärtsspiel beim SV Jahn Bad Freienwalde die nächste Partie angesetzt – inwieweit diese wegen der steigenden Infektionszahlen dann noch ausgetragen werden kann, ist nach zahlreichen Spielabsagen am vergangenen Wochenende sicherlich fraglich.

Einen großen Kampf im Sportkomplex lieferten unterdessen die SC-Frauen gegen ihren „Lieblingsgegner“ MTV Wünsdorf. Nach einem frühen 1:6-Rückstand sträubten sich die Trebbinerinnen gegen die drohende Niederlage und erzielten bis zur Pause den 13:14-Anschluss. Angeführt von Lisa Bogdan (12 Tore) und Hannah Kumm (7 Tore) gingen die SC-Damen wenig später gar mit 19:17 in Führung. Acht Minuten vor Spielende sollte diese immer noch halten (26:25), ehe sich die breitere Bank der Gäste bemerkbar machte und eine 29:31-Niederlage auf Seiten der Gastgeberinnen stand.

Auch die zweite Männermannschaft läuft in der Landesliga weiter den ersten Punkten hinterher: Beim Gastspiel bei der Oberligareserve der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf unterlagen die SC-Männer trotz der vierzehn Treffer von Außenspieler Patrick Schenk mit 26:36. Auch die SC-Reserve hat nun die rote Laterne inne.

Erstes Heimspiel unter Corona-Regeln

Am Samstagabend (18:30 Uhr, Sportkomplex) empfangen die Trebbiner Handballmänner den Staffelfavoriten HC Spreewald zu einem besonderen Heimspiel: Grund dafür ist nicht etwa der Gegner oder die Partie an sich, sondern es wird das erste Heimspiel unter Coronabedingungen sein. 100 Fans sind nach der Abnahme des Hygienekonzepts im Sportkomplex zugelassen – aber nur, wenn sie vorher den Kontaktbogen ausfüllen und mitbringen.

Die SC-Männer sind mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet: Während die 23:31-Auftaktpleite beim Vorjahresdritten TSG Lübbenau 63 noch erwartbar war, unterlagen die Trebbiner auch dem letztjährigen Schlusslicht aus Finsterwalde mit 20:25. Dass nun auch noch der Vorjahreszweite HC Spreewald in den Sportkomplex kommt, erleichtert die Situation keineswegs. Ein Lichtblick bleibt vielleicht: Am vergangenen Samstag unterlagen die Spreewälder überraschend vor heimischer Kulisse dem Aufsteiger VfL Potsdam II mit 21:22, außerdem sahen die Trebbiner in der vergangenen Spielzeiten gegen den HCS nicht schlecht aus.

Die Zulassung der Zuschauer erfolgt nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Außerdem werden nur Fans eingelassen, die den Kontaktbogen für eine eventuelle Nachverfolgung korrekt ausgefüllt haben. Dieser ist unter folgendem Link zu finden: https://www.sc-trebbin.de/wp-content/uploads/2020/10/Kontaktdatenerfassung.pdf

Ein Mund-Nasenschutz ist ebenfalls mitzuführen, außerdem dürfen nur markierte Plätze benutzt werden. Das Ordnungspersonal wird auf die Einhaltung der Hygieneregeln achten, für Gästefans ist ein separater Bereich vorgesehen.

Bereits um 16 Uhr steigt der Heimspielauftakt der SC-Frauenmannschaft, die sich nach der 17:32-Niederlage beim Kreisliga-Favoriten HSV Falkensee II jetzt gegen den MTV Wünsdorf Chancen auf einen Punktgewinn ausrechnet.