Ehrung der Landesbesten in eisiger Kälte

Im Rahmen des Trebbiner Weihnachtsmarkts hat Bürgermeister Ronny Haase am ersten Adventssamstag die Leichtathletinnen und Leichtathleten des SC Trebbin geehrt. Ausgezeichnet wurden die sechs Landessieger, die in ihrer Disziplin in diesem Jahr die Goldmedaille bei den Landesmeisterschaften gewannen – alles natürlich unter der strengen Aufsicht von Hans Clauert und SC-Vereinspräsidentin Beate Rantzsch auf der Bühne.

Der Trebbiner Bürgermeister sprach im Rahmen der ersten Auszeichnung den Teamgeist der Leichtathletik an: Passend, denn Paula Walter stand als Startläuferin der erfolgreichen U16-Staffel unter dem Hallendach für den Start der Goldserie. Übergeben hat Paula den Staffelstab an Liana Kegel, die neben der Staffel noch drei Einzel-Landesmeistertitel gewann (60 m, 60 m Hürdenlauf, 300 m Hürdenlauf) und der trotz Verletzungssorgen sogar die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften gelang.

Der Erfolg steckt in der Familie: Lianas Schwester Laila gewann wie auch im Vorjahr den Hochsprung-Landesmeistertitel und wurde dafür ausgezeichnet. Beim Hochsprung macht ihr keiner was vor – mit dem Stab überquert jedoch Tessa Böttner, die Stabhochsprung-Landesmeisterin in der Halle und unter freiem Himmel, noch größere Höhen.

Auch mit Wurfgeräten haben die Leichtathleten des SC Trebbin im Jahr 2023 die Konkurrenz des Landes hinter sich lassen können: Julina Arndt war nicht nur die beste 15-jährige Kugelstoßerin Brandenburgs, sondern wurde bei den Norddeutschen Meisterschaften auch die beste Diskuswerferin aus ganz Norddeutschland.

Ole Zerning hält die Fahne der SC-Jungen in der Reihe mit den erfolgreichen Mädchen hoch: Ole wurde beim historischen SC-Dreifachtriumph Ballwurf-Landesmeister vor Erik Gross und Lauri Hohtari. Ronny Haase fand lobende Worte für die sechs SC-Sportler: „Ihr steht für eine richtig starke Trainingsgruppe stellvertretend hier“, so der Bürgermeister, „wir sind stolz auf euch und sagen Danke dafür, dass ihr unsere Stadt Trebbin so erfolgreich in Brandenburg und sogar deutschlandweit repräsentiert.“

Durchwachsener Start in die Hallensaison

Die Trebbiner Leichtathleten sind am letzten Novemberwochenende traditionell beim Stützpunktpokal in Potsdam, bei dem sich alle Leichtathletik-Landesstützpunkte duellieren, in die Hallensaison gestartet. In diesem Jahr allerdings kurioserweise, ohne mit einem Stützpunktteam am Start zu sein. Dabei erwischte das kleine SC-Team nicht den besten Tag und will es in drei Wochen beim Adventssportfest an gleicher Stelle besser machen.

Aufgrund einer Regelung, dass Sportschüler/innen ab der 8. Klasse nicht für einen Stützpunkt starten dürfen, fehlten dem Team aus der Startgemeinschaft WSG Königs Wusterhausen, RSV Mellensee und SC Trebbin gleich mehrere starke Mädchen, weshalb sich die Leichtathletinnen aus Mellensee gegen einen Stützpunktstart entschieden und stattdessen an einem Hallensportfest in Senftenberg teilnahmen. „Wir haben uns gemeinsam mit Königs Wusterhausen aber dazu entschieden, wenigstens bei den Jungen teilzunehmen“ erklärt SC-Trainerin Sophie Weigelt die Teilnahme ohne eine Wertung in der Gesamtwertung aller Geschlechter, „wir wollten auch die guten Bedingungen in Potsdam zum Start in die Hallensaison nutzen.“ Nach einigen Ausfällen kam aber nur noch ein kleines Team zustande.

Für den SC durfte sich Willy Soeberdt über die sechstbeste 60-m-Hürdenlaufzeit freuen, blieb dabei aber drei Zehntel über seiner Bestleistung. Illia Lazarenko kam in seinem allerersten Hürdenwettkampf gut mit dem Dreierrhythmus zurecht und lief ins Mittelfeld.

In der Weitsprunggrube ließen die Trebbiner allerdings viele Punkte liegen, sowohl bei dem Sportler aus KW als auch bei Ole Zerning lief es nicht gut. Auch mit der Kugel blieben die SC-Jungen unter den Erwartungen: Für Willy Soeberdt, der in den Trainingswochen zuvor an der 12-Meter-Marke gekratzt hatte, blieb aber immerhin noch eine gute Weite von 10,59 m stehen. Dank seiner starken Kugelstoßleistungen darf sich Willy über die Aufnahme in den Landeskader Wurf 2023, genauso wie Ballwurf-Landesmeister Ole Zerning, freuen!

Im 800-m-Lauf klappte es besser für das Stützpunktteam: Sowohl Linus aus KW als auch Erik Gross vom SC liefen persönliche Bestzeiten. Verhext zu sein scheint hingegen die abschließende Staffel, bei der die Trebbiner über 300 m lang in Führung lagen, und dann nach einem Malheur noch auf den vierten Platz abrutschten. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Patzer in der Staffel den Gesamtsieg gekostet – „wenigstens das konnte gestern nicht passieren, wir waren nicht in den Medaillenrängen“ nahm Trainerin Weigelt das Missgeschick mit Humor.

Am Ende stand der siebte Platz für den Stützpunkt der U14 mit den Trebbiner Leichtathleten, die dann bei der Rückfahrt passend zum durchwachsenen Ergebnis noch in einen Stau gerieten. Beim Adventssportfest in drei Wochen wird es dann besser aussehen, gibt sich Trainerin Weigelt optimistisch.

Ehrung der Landesmeister/innen 2022

Laila Kegel, Julina Arndt, Liana Kegel und Ole Zerning: So heißen sie, die vier Landesbesten der Leichtathletik-Abteilung des SC Trebbin im Jahr 2022. Für ihre tollen Erfolge bekamen die vier Sportlerinnen und Sportler am 24.10. im Sportkomplex einen Pullover mit der Aufschrift „Landesmeister 2022“ verliehen.

Trebbins Bürgermeister Ronny Haase sponserte die Kleidungsstücke und setzte damit die Tradition seines Vorgängers Thomas Berger fort. „Es ist ein schönes Zeichen, dass unsere Sportler/innen, die Trebbin auf Landesebene so erfolgreich repräsentiert haben, auch von der Stadt für ihre hervorragenden Leistungen honoriert werden“ freut sich SC-Trainerin Sophie Weigelt über die Anerkennung. Die Auszeichnung der Landessieger vom SC Trebbin aus dem Jahr 2023 soll in Kürze öffentlichkeitswirksam stattfinden.

Erfolge 2022

Laila Kegel: Hochsprung-Titel Halle & Freiluft

Julina Arndt: Kugel-Titel & Diskus-Titel

Liana Kegel: 60-m-Hürden-Titel & Blockmehrkampf-Titel

Ole Zerning: Ballwurf-Titel

Bronze strahlt wie Gold

Zum Abschluss der Freiluftsaison haben die Trebbiner Leichtathleten noch eine Medaille auf Landesebene gewonnen: Bei den Team-Landesmeisterschaften der U14 kam die Mannschaft der Startgemeinschaft bestehend aus fünf Sportlern des SC Trebbin und je einem aus Königs Wusterhausen und Mellensee (StG Dahme-Fläming) auf den dritten Platz hinter den Favoriten aus Potsdam und Hohen Neuendorf. „Der Zusammenhalt im Team war toll“ lobten die Trainerinnen Sophie Weigelt und Ronja Meißner ihre Jungs nach dem Wettkampf, „wir freuen uns über die Bronzemedaille.“

Beim Team-Mehrkampf gibt es die Einschränkung, dass jeder Athlet nur in drei Disziplinen starten darf – und in jeder Disziplin zwei Sportler in die Wertung kommen müssen. „Dadurch mussten wir abwägen, wer wo startet“ erklärt Weigelt, „nicht jeder konnte in seiner Lieblingsdisziplin antreten.“ Bereits im 60-m-Hürdenlauf spielte das Team der Startgemeinschaft Trebbin/KW/Mellensee auf Risiko: Nur Willy Soeberdt und Lauri Hohtari starteten für die Mannschaft, um andere Kapazitäten für andere Disziplinen zu haben. Die beiden legten allerdings einen starken Auftritt hin und platzierten ihre Mannschaft zunächst auf Rang Zwei hinter den Sportschülern vom SC Potsdam.

In der zweiten Disziplin Hochsprung, in der mit Illia Lazarenko ein Ukrainer als neues Gesicht in Reihen der SC-Athleten mitsprang, überzeugte abermals Willy Soeberdt, der mit 1,53 m eine starke Steigerung hinlegte und etliche Sportschüler hinter sich ließ. Dazu kam Ole Zerning, der mit 1,44 m der Beste des jüngeren 2011er-Jahrgangs war – die Mannschaft um die SC-Jungen verteidigte Platz zwei.

Beim Weitsprung danach starteten auch drei Athleten: „Dort kann es ja immer passieren, dass ein Sportler zu viele ungültige Versuche hat“ erklärt Sophie Weigelt, „wir wollten keinen Salto Nullo riskieren.“ Zittern musste die Startgemeinschaft trotzdem: Ole Zerning produzierte zwei ungültige Versuche und einen missglückten, ehe er im letzten Versuch mit 4,37 m eine persönliche Bestleistung beisteuerte. Linus Natusch (KW) sprang sogar auf 5 Meter und hielt damit das Team der Startgemeinschaft Dahme/Fläming auf dem zweiten Rang.

Im 75-m-Sprint verloren dann alle vier Starter Punkte und blieben deutlich unter ihren Bestleistungen – eine Aufholjagd musste her. Mit dem Schlagball schafften die Trebbiner das auch, Ole Zerning (52,50 m) und Erik Gross (49,50 m) als Landesmeister und Vizelandesmeister gelangen die zwei besten Weiten des Tages, immer noch Platz zwei insgesamt. Im 800-m-Lauf und der abschließenden 4×75-m-Staffel dann sollten die Hohen Neuendorfer aber ihre Stärken ausspielen und die Dahme-Fläminger noch einholen.

In der Altersklasse U12, in der es keine feste Startgemeinschaft gibt, halfen die Dahme-Fläminger kurzfristig noch den Gastgebern aus Luckenwalde, weil diese kein Team zustande bekamen und nahmen deren Sportler mit ins Team auf. Für die U12 mit den SC-Startern Johannes Schmeil und Elias Siegmann, die beide ihren ersten Wettkampf machten, reichte es am Ende zu einem guten Platz fünf. Mit der Bronzemedaille der U14 verabschieden sich die Leichtathleten des SC Trebbin in eine wohlverdiente Herbstpause.

Ein großer Dank gilt Liana Kegel, Josephine Müller und Paula Walter, die als Kampfrichterinnen unterstützten und so beim Hoch-und Weitsprung ganz nah an ihren Trainingskollegen dran waren.

Keiner bleibt ohne Medaille

Am hochsommerlichen zweiten Septembersonntag haben die Leichtathletinnen und -Athleten des SC Trebbin einen erfolgreichen Start in den zweiten Teil der Freiluftsaison hingelegt. Bei den Internationalen Löwenspielen in Löwenberg gab es für jede Starterin und jeden Starter aus der Clauertstadt mindestens eine Medaille. „Alle haben ihr Bestes gegeben und wurden belohnt“ freute sich das SC-Trainerteam Sophie Weigelt und Ronja Meißner, „wir hatten eine tolle Medaillenquote.“

Für das Highlight des Tages sorgte Liana Kegel (W15), die im 100-m-Sprint ihrer Vereinskollegin Paula Walter den Vereinsrekord, erst im Juli aufgestellt, abjagte und in 13,08 s nah an die 13-Sekunden-Schallmauer heranlief. Beide Sprinterinnen gehörten auch zu einer siegreichen 4×100-m-Staffel der Startgemeinschaft, die in 52,23 s eine starke Bestzeit erzielte.

Sportschülerin Julina Arndt, ebenfalls W15, siegte mit dem Diskus (31,06 m) und trat im Kugelstoß-Wettbewerb der bis zu zwei Jahre älteren Sportlerinnen in der U18 an – der zweite Platz dort mit 11,78 m ebenfalls ein toller Erfolg! Eine ebenfalls gute Werferin des SC, Emely Soeberdt (U18), wurde hinter Julina Dritte mit der Kugel – und startete dann gemeinsam mit Kilian Albrecht und zwei Sportlern aus Königs Wusterhausen in einem neuen Wettbewerb: Mit der 4×100-Mixedstaffel wurde das Team Erster. „Spannend ist dort natürlich der Wechsel von den Jungen auf die Mädchen, wegen der unterschiedlichen Geschwindigkeiten“ erklärt Weigelt, „aber das haben sie super gemacht, eine gelungene Premiere“. Tessa Böttner (U16) gewann im Hochsprung der U18 die Bronzemedaille und erzielte als Fünfte eine neue Bestweite mit dem Speer (25,78 m).

Bei den Jungen erwischte Willy Soeberdt (M13) einen starken Tag – Zweiter mit dem Diskus, und im sonst von ihm nie angepeilten Hochsprung-Wettbewerb gewann Willy sogar die Goldmedaille mit 1,45 m. Dazu gelang dem SC-Athleten eine riesige Steigerung seiner Bestweite mit der Kugel – um fast eineinhalb Meter auf 11,51 m, wieder Gold!

Gemeinsam mit Lauri Hohtari und Erik Gross (M12) erreichte Willy die Silbermedaille in der Staffel. Lauri und Erik hatten es als jüngerer Jahrgang in der U14-Wertung schwer, schafften aber gute Leistungen für sich – und Lauri belohnte sich am Ende über 800 m in brütender Hitze nach beherztem Endspurt sogar noch mit der Bronzemedaille.

Somit fahren die Trebbiner Leichtathleten mit einem guten Gefühl zu den Team-Landesmeisterschaften am kommenden Wochenende in Luckenwalde.

Liana Kegel behauptet sich gegen Deutschlands Beste

„Wir trainieren zwei Mal pro Woche, ihre Gegnerinnen von den Sportschulen zum Teil zwei Mal am Tag“ erklärte Sophie Weigelt, Leichtathletik-Trainerin des SC Trebbin nach dem Auftritt von Liana Kegel bei den Deutschen Meisterschaften der Unter-16-Jährigen, „wir sind wahnsinnig stolz, es ist toll, dass Liana dabei sein konnte.“

Trotz der Teilnahme im Konzert der Besten 300-m-Hürdenläuferinnen Deutschlands und einer von Verletzungssorgen geplagten Saison war Liana nach ihrem Vorlauf, den sie mit einer Zeit von 48,87 s auf Platz sechs beendete, nicht ganz zufrieden. Das mag zum einen daran liegen, dass sie nach einem guten Start im Endspurt nicht mehr zulegen konnte; zum anderen daran, dass eine Verbesserung ihrer Bestzeit von 47,66 s um eine Zehntelsekunde sogar zu einer Finalteilnahme gereicht hätte.

„Sie konnte wochenlang überhaupt keine Läufe im Training machen, das fehlt dann schon“ so Weigelt, die die junge Sportlerin vom SC Trebbin nach Stuttgart begleitete, „wir hatten eigentlich kaum noch mit der Norm gerechnet.“ Dass Kegel trotzdem die Richtzeit schaffte und dann als einzige Hürdenläuferin Berlins und Brandenburgs in Stuttgart teilnahm, verdeutlicht den großen Erfolg der Hürdenläuferin, die bald auch wieder auf der Kurzhürdenstrecke angreifen will. „Liana konnte hier viele Erfahrungen sammeln, es war ja der erste Wettkampf so weit weg“ freute sich Trainerin Weigelt – vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr wieder mit der Teilnahme im Hürdenwald der besten deutschen Talente.

Beeindruckende Kontinuität

Die Trebbiner Grundschulstaffel hat sich zum 26. Mal für den 16×50-m-Staffellauf im Rahmen des Internationalen Stadionfests ISTAF am 03. September im Berliner Olympiastadion qualifiziert. „Das ist ein toller Erfolg“ freut sich Grundschullehrer und Trainer des SC Trebbin, Frank Ueckert, der auch das Ziel für den Endlauf formuliert. „Wenn alles gut läuft, wollen wir unter die ersten drei“, so der ehemalige Leichtathletik-Abteilungsleiter des Vereins aus der Clauertstadt.

Seit 1996 nehmen die Trebbiner Grundschüler am Lauf auf der berühmten, mittlerweile blauen Tartanbahn im Westend teil. Beste Ergebnisse waren zwei zweite Plätze in den Jahren 2011 und 2013. Beim Vorausscheid kurz vor den Sommerferien in Berlin-Hohenschönhausen belegten die Clauertstädter nach einer Schrecksekunde den siebten Platz: Eine ukrainische Schülerin hatte den Staffelstab gerade noch innerhalb der Wechselzone übernehmen können. Begleitet von sicherlich wieder vielen Eltern, Freunden und Fans werden die Trebbiner Anfang September einen erneuten Angriff auf das Siegerpodest beim ISTAF nehmen.

Liana Kegel knackt die DM-Norm

Hürdenspezialistin Liana Kegel hat es geschafft: Die Leichtathletin vom SC Trebbin bestätigte eine Woche nach ihrem Landesmeistertitel über 300 m Hürden, bei dem sie auch die Richtzeit für die Deutschen Meisterschaften in Stuttgart knackte, ihre Teilnahme an den Bundestitelkämpfen mit einer zweiten Norm.

Bei einem Abendsportfest in Berlin-Wilmersdorf reichten Liana gute 1,50 m im Hochsprung, um ihre DM-Teilnahme zu sichern. „Ihre Sprünge waren alle klasse“ freute sich SC-Trainerin Sophie Weigelt, „trotz der Tatsache, dass sie über eine Stunde warten musste, bis sie in den Wettkampf einsteigen konnte.“

Josephine Müller (U20) wollte eigentlich im Hochsprung-Wettkampf mitspringen, um Liana Pausen zwischen ihren Versuchen zu ermöglichen, konnte aber aufgrund der Verzögerung nicht mehr helfen. Dafür gelangen ihr passable 30,50 m mit dem Speer, in dieser Disziplin möchte sie gern in diesem Jahr noch den Vereinsrekord von knapp 35 m knacken. Paula Walter lief über 100 m eine gute Zeit von 13,53 s.

Beim Max-Mirsch-Gedenksportfest einige Tage später am 15./16.07. wollte Liana Kegel nach langer Verletzungspause dann sogar noch die 80-m-Hürden-Normzeit (12,2 s) für die Deutschen Meisterschaften angreifen. Bei hohen Temperaturen und einer weiteren Startverzögerung reichte es aber dazu nicht mehr (12,68 s).

Ballwurf-Landesmeister Ole Zerning gewann mit 32,01 m die Speerwurf-Konkurrenz, verpasste aber den anvisierten Vereinsrekord. Lauri Hohtari siegte mit neuer Bestleistung im Hochsprung (1,36 m) und belegte die Plätze sieben und vier (100 m und 800 m). Tessa Böttner verbesserte ihre Stabhochsprung-Leistung auf 2,20 m – Vereinsrekord!

Ein weiterer Vereinsrekord fiel dann noch überraschend: Handballer Benjamin Stollin verbesserte bei einem Spaß-Zehnkampf in Wittenau den M35-Hochsprung-Rekord von Thomas Stollin um 1 cm auf 1,52 m.

Historischer Dreifach-Triumph und DM-Norm

Der Saisonhöhepunkt für die Leichtathletik-Abteilung des SC Trebbin mit einer lange nicht mehr dagewesenen Fülle an Medaillen auf Landesebene ist vorüber: Bei den Landesmeisterschaften der Altersklassen U14, U16 und U20 haben die Leichtathletinnen und Leichtathleten aus der Clauertstadt vier Titel und sieben weitere Medaillen mit nach Hause genommen. Highlight des Tages war der Dreifach-Triumph der Ballwerfer in der Altersklasse 12 – „Das gab es noch nie“, freute sich SC-Trainerin Sophie Weigelt. Außerdam knackte Liana Kegel die Richtzeit für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.

Ole Zerning vor Erik Gross und Lauri Hohtari – so lautete die Reihenfolge auf dem Siegertreppchen am Samstag in Brandenburg/Havel. Mit 55 m und neuer Bestleistung ließ Ole der Konkurrenz keine Chance, elf Meter hinter ihm sicherte sich Erik die Silbermedaille. Lauri musste bis zum letzten Versuch kämpfen, ein Athlet aus Hohen Neuendorf kam ihm noch gefährlich nahe – aber am Ende war der Dreifacherfolg für die Trebbiner Jungen perfekt.

Ole Zerning durfte sich neben der Titelverteidigung mit dem Schlagball auch über Silber im Hochsprung mit 1,38 m freuen. Lauri und Erik folgten als Sechst- bzw. Siebtplatzierte. „In dieser Disziplin sind alle drei im Training zuletzt besser gesprungen“ deutete Weigelt weiteres Potenzial an. Erik Gross musste im 75-m-Sprint in den zweiten Startversuch, erwischte dann leider keine gute Startphase und verpasste das Finale knapp. Lauri Hohtari lief über 800 m ein gutes Rennen und in die Nähe seiner Bestleistung auf Platz elf. Gemeinsam mit zwei Sportlern aus Königs Wusterhausen und Mellensee liefen Lauri und Erik mit der 4×75-m-Staffel der Startgemeinschaft Dahme/Fläming auf Platz fünf.

In Berlin-Hohenschönhausen fanden parallel die Landestitelkämpfe der Altersklasse U16 sowie die Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften der U20 statt. Tessa Böttner (W14) bestätigte ihren tollen Erfolg mit dem ersten Stabhochsprung-Titel aus der Wintersaison und siegte auch unter freiem Himmel mit übersprungenen 2,10 m. Paula Walter (W15) zeigte sich überraschend stark und knackte den Vereinsrekord von Vivien Bayer bei ihrem 100-m-Vizelandesmeistertitel (13,11 s). „Sie war selbst völlig baff über diese neue Bestzeit“ so Weigelt nach dem Wettkampf, „nach einem durchwachsenen Winter mit viel Krankheit ist es umso schöner, dass der Sommer jetzt so weitergeht.“ Auch in der Weitsprung-Konkurrenz sprang Paula zur Silbermedaille (4,63 m), in der Staffel der Startgemeinschaft mit Mellensee und KW überholte sie als Schlussläuferin noch die Staffel der LG Prignitz und sicherte dem Team ebenfalls den Vizelandesmeistertitel.

Das ‚Sorgenkind‘ Liana Kegel (W15), seit fünf Wochen verletzt, überraschte nach schmerzfreien Tagen mit einer Teilnahme im 300-m-Hürdenlauf – und wie! Mit einer Steigerung ihres eigenen Vereinsrekordes um mehr als eine Sekunde distanzierte sie die Brandenburger Konkurrenz deutlich und wurde Landesmeisterin. Dabei knackte Liana auch die Norm für die Deutschen Meisterschaften, zur Teilnahme fehlt ihr jetzt noch eine Bestätigungsnorm – ein Riesenerfolg. „Und das nach fünf Wochen ohne Sprints und Läufe“ freute sich Sophie Weigelt, „wir nehmen die Bestätigungsnorm im Hoch- oder Weitsprung in der kommenden Woche in Angriff.“

Lianas Schwester Laila Kegel (U20) feierte nach einer Fußverletzung unter Begleitung von Trainer Johann Dauss ebenfalls ein erfolgreiches Comeback: Mit übersprungenen 1,61 m verteidigte sie ihren Berlin-Brandenburgischen Hochsprung-Titel aus dem Vorjahr. Josephine Müller (U20) komplettierte das tolle SC-Leichtathletik-Wochenende als Bronzemedaillen-Gewinnerin im Hochsprung und mit dem sechsten Platz im Speerwurf.

Norddeutscher Meistertitel für den SC Trebbin

Sportschülerin Julina Arndt (W15) hat am 18. Juni bei den Norddeutschen Meisterschaften in Hamburg den großen Coup gelandet und sich zur Norddeutschen Meisterin im Diskuswurf gekrönt. Außerdem sicherte sich Julina die Silbermedaille im Kugelstoßen und rundete einen erfolgreichen Tag für den SC Trebbin ab.

Trotz der prallen Hitze gelang es Julina, ihre Bestweite mit dem Diskus, die sie erst vier Tage zuvor beim Abendsportfest in Potsdam aufgestellt hatte, noch einmal leicht zu verbessern. Mit 34,68 m, gleichbedeutend mit einem neuen Vereinsrekord, landete Julina mit 16 cm Vorsprung knapp vor ihrer Konkurrentin aus Zehlendorf. Im Kugelstoßen lag Julina sogar noch etwas unter ihren Möglichkeiten, durfte sich aber über eine tolle Silbermedaille und 10,67 m freuen. Bereits bei den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften zuvor hatte Julina mit zwei Bronzemedaillen in den genannten Disziplinen bewiesen, dass sie zu den Besten des Landes gehört.

Eine kleine Trebbiner Delegation war neben Julina Arndt in Mahlow erfolgreich: Da sich in diesem Jahr kein Ausrichter für eine Einzel-Kreismeisterschaft findet, bleiben die Wettkämpfe im Mehrkampf der Altersklassen bis U14 der einzige Vergleich auf Landkreisebene. Die älteren Sportlerinnen und Sportler traten in Mahlow zu einem Sportfest an. Mit Erik Gross (M12), der als Mitfavorit ins Rennen des Vierkampfes (75 m, Ballwurf, Weitsprung, 800m) ging, hatte der SC Trebbin gleich sein erstes Drama zu erleben: Nachdem Erik im Weitsprung nach zwei ungültigen Versuchen nur noch einen Sicherheitssprung in die Grube brachte und viele Punkte verlor, holte er als Sprintschnellster und Zweitbester mit dem Schlagball viele Punkte auf. Nach dem 800-m-Lauf, den Erik mit deutlichem Vorsprung gewann, fehlten ihm nur 3 Punkte zur Goldmedaille. „In Anbetracht des Weitsprungs war das Glück im Unglück“ freute sich SC-Trainerin Sophie Weigelt über die Silbermedaille ihres Schützlings.

Mit einer starken Willensleistung gewann Lauri Hohtari vom SC die Bronzemedaille hinter Erik, nachdem er – die Medaille vor Augen – seine Bestzeit im 800-m-Lauf um 7 Sekunden steigern konnte.

In den Einzeldisziplinen der älteren Sportler freute sich Liana Kegel (W15) trotz Verletzung über die Goldmedaille im Kugelstoßen. Für eine Überraschung sorgte Emely Soeberdt (U18), die neben ihrem Sieg im Kugelstoßen mit 10,31 m auch im 100-m-Sprint mit einer riesigen Steigerung ihrer Bestzeit gewann. Kilian Albrecht (U18) gewann ebenfalls mit Bestleistung den 100-m-Sprint, während Jonas Fraedrich (U20) mit einer starken Bestweite (5,77 m) die Goldmedaille im Weitsprung holte. Josephine Müller (U20) wurde Zweite mit der Kugel.

Aufgrund des einsetzenden Unwetters durften sich die Sportlerinnen und Sportler über Siegerehrungen im Vereinsheim freuen. „Siegerehrungen am Kuchenbuffet haben wir auch noch nicht erlebt“ berichteten die Trainerinnen Sophie Weigelt und Ronja Meißner über die Spontanität der Ausrichter vom Mahlower SV, „so standen bei den Siegerehrungen viel mehr Menschen und applaudierten, das war für die Sportler sehr schön.“ Til Parchmann und Johann Dauss unterstützten den Wettkampf als Kampfrichter, gemeinsam mit den älteren SC-Sportlerinnen und Sportlern, die vor ihren erst nachmittags beginnenden Wettbewerben noch im Kampfgericht an der Sprint-Station aushalfen.