Sprung auf den dritten Platz

Die Trebbiner Handballmänner haben nach zuletzt zwei missglückten Schlussphasen die Nerven behalten: Im Landesliga-Derby beim SV Blau-Weiß Dahlewitz II gewannen die Clauertstädter trotz eines 4-Tore-Rückstands zur Pause noch mit 36:32. In der Vorwoche hatte die SC-Sieben nach langer Führung (29:28 noch fünf Minuten vor Ende) gegen den SSV Falkensee das Verbandspokal-Achtelfinale mit 29:32 aus der Hand gegeben; und auch im letzten Liga-Heimspiel gegen den MTV Wünsdorf II stand trotz einer Drei-Tore-Führung zweieinhalb Minuten vor dem Ende „nur“ ein 35:35-Unentschieden auf der Anzeigetafel. „Ich bin froh, dass wir uns von der Manndeckung am Ende nicht haben verunsichern lassen“ blickt SC-Spielertrainer Benjamin Stollin auf die Schlussphase in Dahlewitz, „wir haben das in der zweiten Hälfte viel cleverer gespielt.“ Die Trebbiner C-Jugend feierte am Wochenende außerdem den vierten Sieg im vierten Spiel.

Ohne die altbekannten Mitstreiter um Bert Bräuer, dafür mit zwei jungen Spielern aus der Verbandsliga-Sieben traten die Dahlewitzer am Sonntag in ihrem Heimspiel gegen die Trebbiner Männer an. Sonntagnachmittag, Klisterverbot – keine guten Vorzeichen für die SC-Männer; und das sollte sich auch in einem schnellen 9:5-Rückstand (14. Minute) widerspiegeln. Danach kamen die Gäste dann jedoch besser in Schwung, Bastian Reuther sollte nur fünf Minuten später einen 5:0-Lauf des SC Trebbin zur Führung abschließen. Zum Ende der ersten Hälfte hin häuften sich jedoch wieder die technischen Fehler im SC-Angriff, eine Dahlewitzer 18:14-Führung war die logische Konsequenz.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte sollten sich die Trebbiner langsam wieder herankämpfen: Die jungen Dahlewitzer Topscorer Nick Schmikowski (9 Tore) und Malvin Kadi (8) wurden enger bearbeitet, im SC-Angriff sollten die erfahrenen Torsten Wagner (8 Tore) und Silvio Kahle (7) die Akzente setzen. Nach vierzig Spielminuten (22:22) war die Partie ebenso ausgeglichen wie nach fünfzig (28:28). In der Schlussphase schafften es die Clauertstädter dann mit all ihrer Erfahrung, sich abzusetzen und mit einem 36:32-Erfolg ihren zweiten Saisonsieg einzufahren.

Nach dem Unentschieden gegen Wünsdorf und der Auftaktniederlage gegen den Tabellenführer TSG Lübbenau III finden sich die Trebbiner nun vorerst im oberen Tabellendrittel auf Platz drei wieder. Nach einer kurzen Herbstferienpause gastiert die SC-Sieben am 02.11. zum nächsten Sonntags-Auswärtsspiel bei der SG Schöneiche, ehe am 15. November das Derby gegen den Ludwigsfelder HC III (18:30 Uhr, Sportkomplex) in Trebbin steigt.

Die C-Jugend des SC Trebbin hat mit einem 38:16-Kantersieg gegen den SV Blau-Weiß Wusterwitz den vierten Sieg in Folge eingefahren und grüßt von der Kreisliga-Tabellenspitze. Die D-Jugend-Mannschaft hingegen musste vor einer Woche zwei knappe Niederlagen hinnehmen: Einem 10:11 gegen Wusterwitz folgte ein 18:20 gegen den MTV Wünsdorf.

Trebbiner Handballmänner legen den Schalter um

Die Handballer des SC Trebbin haben zu Saisonbeginn ein Wechselbad der Gefühle erlebt: Eine Woche nach einem überraschenden 33:31-Erfolg im HVB-Pokal gegen den höherklassigen Verbandsligisten VfL Potsdam II mussten sich die Clauertstädter im ersten Heimspiel in der Landesliga seit 2005 der TSG Lübbenau 63 III überraschend deutlich mit 17:33 geschlagen geben. Insbesondere die Angriffsleistung ließ deutlich zu wünschen übrig. Doch schon eine Woche später, beim ebenfalls im vergangenen Jahr noch in der höheren Verbandsliga startenden HC Spreewald II, erzielten die Trebbiner beim 21:19-Auswärtssieg einen Achtungserfolg. „Das war ein bisschen eine Wundertüte“, so Spielertrainer Benjamin Stollin, „wir wussten nicht, ob wir wie gegen Lübbenau auf einen Gegner gespickt mit ehemaligen Oberligaspielern treffen würden.“ Am Samstag (4. Oktober) wartet mit dem Heimspiel gegen den MTV Wünsdorf II (18:30 Uhr, Sportkomplex) das erste Derby.

Beim HC Spreewald II traf die SC-Sieben erst einmal auf schlechte Voraussetzungen: Nur elf Spieler standen – trotz des größeren Kaders nach Rückzug der zweiten Trebbiner Mannschaft aus der Kreisliga – zur Verfügung, während die Hausherren auf volle 16 Akteure zurückgreifen konnten. Davon ließen sich die Trebbiner allerdings nicht beeindrucken, nach einer umkämpften Anfangsphase sollten die Spreewälder erst kurz vor dem 12:12-Pausenstand durch ihren Toptorschützen und Spielmacher Nils Werner erstmals in Führung gehen. Der ehemalige Oberliga-Akteur sollte den SC-Männern einige Probleme bereiten und mit zehn Treffern Topscorer der Partie werden – „wir haben uns aber dagegen entschieden, ihn in Manndeckung zu nehmen“, so Stollin, „dadurch wäre zu viel Raum für seine Mitspieler entstanden, wir haben die Tore von Nils in Kauf genommen.“

Das sollte sich taktisch auszahlen: Immer wieder glänzte die Trebbiner Abwehr um den Mittelblock David Müller / Paul Thiele und das Torhüterduo Michael Schlecht / Christopher Meißner in der torarmen Partie; im Angriff konnte Jared Ehresmann (6 Tore) viele Akzente setzen. Fünf Minuten vor dem Ende erzielte Routinier Torsten Wagner beim 16:20 die Vorentscheidung zu Gunsten der Clauertstädter, die mit dem 21:19-Auswärtserfolg erst einmal durchatmen können.

Erfolgreich starteten auch die Trebbiner Jugendteams: Die C-Jugend gewann ihre Auftaktpartien gegen Grün-Weiß Werder (35:30) und Potsdam III (41:26); die D-Jugend war gegen Teltow/Ruhlsdorf (19:12) und den BHJ Potsdam (25:11) erfolgreich. Lediglich die B-Jugend musste sich zum Saisonstart knapp geschlagen geben, einem 27:28 gegen Falkensee II folgte eine 26:31-Niederlage in Belzig.

Bittere Auftaktpleite für SC-Männer

Die Trebbiner Handballmänner haben einen bitteren Ligaauftakt hinnehmen müssen: Im Heimspiel gegen die TSG Lübbenau 63 III, dem ersten Landesligaspiel seit zwanzig Jahren, haben die SC-Männer mit 17:33 verloren. „Kopf hoch und weiter, es hilft ja nichts“, gab ein zerknirschter SC-Spielertrainer Silvio Kahle nach der Partie zu Protokoll, „der Gegner war auch ein bisschen eine Wundertüte.“

Die ‚Wundertüte‘ bekamen die Clauertstädter gleich von Beginn an zu spüren. TSG-Keeper Steve Sangl, ehemalig in der ersten Lübbenauer Mannschaft in der Oberliga aktiv, drückte dem Spiel ebenso seinen Stempel auf wie der Topscorer der Partie, Gäste-Rückraumspieler Sebastian Schultz (11 Tore). Beim Stand von 2:8 nach einer Viertelstunde (!) aus Sicht der Trebbiner folgte eine erste Auszeit; manch Besucher im trotz sommerlichem Wetter gut gefüllten Sportkomplex rieb sich ob der wenigen Treffer der Hausherren verwundert die Augen.

Leider fruchtete auch eine Abwehrumstellung auf eine offensivere Variante nicht, die schnellen Gästespieler bekamen dadurch nur noch mehr Freiräume. Bei Rückkehr auf die 6:0-Variante riss dann wieder Topscorer Schultz die Fäden an sich; im Angriff hatten die Trebbiner immer wieder das Nachsehen gegen den starken TSG-Torhüter Sangl. Beim Stand von 7:16 wurden die Seiten gewechselt.

„Wir haben uns auch nicht mehr richtig getraut, in die Räume zu gehen“ resümierte Kahle ob der Härte der TSG-Abwehr, „das war dann leider schon ein Nackenschlag heute.“ Dabei hatten sich die SC-Männer nach dem überraschenden 33:31-Sieg in der ersten Runde des Verbandspokals gegen die junge Mannschaft des VfL Potsdam II mehr ausgerechnet, insbesondere aber nicht chancenlos zu sein. In der zweiten Hälfte trat aber genau das ein, das Spiel lief dahin und endete mit einer bitteren 17:33-Auftaktpleite für die Trebbiner Handballer.

„Im Training läuft es gerade wirklich gut“ warf Kahle einen Lichtblick für die kommenden Partien auf, „wir haben eine homogene Truppe beisammen, jeder hat Lust, etwas zu investieren.“ Nach dem Zusammenschluss der ersten und zweiten Mannschaft können die Clauertstädter aus einem größeren Personalpool schöpfen, wenngleich im Ligaauftakt mit Arne Pfaender und Maximilian Störl zwei wichtige Stützen gefehlt hatten. Vielleicht hilft diese im Vergleich zur letzten Saison sehr positive Eigenschaft, den Kopf vor dem ersten Auswärtsspiel beim HC Spreewald II (Samstag, 27. September, 16:15 Uhr in Lübben) wieder hoch zubekommen und den Spreewäldern einen harten Kampf zu liefern.

Die B-Jugend des SC hat sich im Vorfeld knapp mit 27:28 dem SSV Falkensee II geschlagen geben müssen.

SC-Handballer starten mit Rückenwind in die Saison

Am Samstagabend (20.09.25) ist es soweit: Nach über zwanzig Jahren Verbandsliga (oder höher) bestreitet der SC Trebbin wieder ein Spiel in der Landesliga. In Spiel Eins nach dem freiwilligen Abstieg empfangen die Handballmänner aus der Clauertstadt die TSG Lübbenau III im Sportkomplex Trebbin (Anwurf 18:30 Uhr). Mit dem kurzfristigen Rückzug der zweiten Männermannschaft aus der Kreisliga eröffnen sich auch neue Chancen, ist doch die Personaldecke der ersten Mannschaft bereits im Pokalspiel am vergangenen Samstag deutlich dicker gewesen.

Gegen den VfL Potsdam II (Verbandsliga Süd) sollte den Trebbinern ein stark einzuschätzender Gegner in der Auftaktrunde des Verbandspokals gegenüberstehen. Umso überraschender dann der Spielverlauf: Die jüngere Potsdamer Mannschaft, keineswegs nur mit halber Mannschaftsstärke angereist, offenbarte den Hausherren immer wieder Freiräume, die beispielsweise Topscorer Arne Pfaender (11 Tore) ausnutzen konnte. Auch das Tempospiel war im ersten eigentlichen Test für die SC-Männer ein Pfand, auf das gebaut werden konnte.

Nach einem 15:18-Rückstand zur Pause kämpften sich die Trebbiner wieder auf ein 22:22-Unentschieden (38. Minute) heran. Die erneute Drei-Tore-Führung der Gäste aus der Landeshauptstadt wussten die breit aufgestellten sechzehn SC-Handballer abermals auszugleichen; in der 54. Minute erzielte Maximilian Störl die erste Führung seit dem 6:5 für die Trebbiner. Ein Dreierpack von Benjamin Stollin stellte das durchaus überraschende 33:31-Endergebnis her, mit dem sich die Clauertstädter für die nächste Runde des Verbandspokals qualifizieren konnten.

Den Rückenwind aus dieser Partie wollen die SC-Mannen nun mit ins Liga-Auftaktspiel der zehn Mannschaften starken Süd-Ost-Staffel nehmen. „Man merkt schon, dass wir im Training durch die Verstärkung aus der ehemals zweiten Mannschaft mehr einstudieren können“ so Benjamin Stollin, „das wird uns gut tun.“ Neben Störl, der drei Mal traf, trugen sich auch Béla Schulze und Adrian Gentz aus der ehemaligen Kreisligasieben in die Torschützenliste ein; außerdem verstärkten Marcel Kroop und Sebastian Gluma die Mannschaft.

Als Saisonziel haben die Trebbiner vor dem Auftakt (inkl. Sponsorenempfang) das obere Tabellendrittel ausgegeben. Dauerkarten zum Preis von 18 € können am Samstag ebenfalls erworben werden – die Mannschaft freut sich auf viele Fans zum Auftakt im Sportkomplex!

Fünf Mannschaften im Spielbetrieb – Saisoneröffnung am 20. September

Die Spielpläne für die neue Handball-Saison haben Form angenommen: Fünf Mannschaften im männlichen Bereich schickt der SC Trebbin in den Spielbetrieb auf Landes- oder Kreisebene. Zur Saisoneröffnung wird es am 20. September im Sportkomplex kommen, dann treffen die SC-Männer in ihrem ersten Landesliga-Spiel seit 2005 auf die TSG Lübbenau 63 III. Die zweite Mannschaft und die B-Jugend treffen zuvor an diesem Samstag bereits auf die zweiten Vertretungen des SSV Falkensee.

Nach einer durchwachsenen Saison mit nicht allzu hoher Trainingsbeteiligung und dem neunten Tabellenplatz in der Verbandsliga Süd hatten sich die Trebbiner Handballmänner im Frühjahr dafür entschieden, sich freiwillig in die nächstniedrigere Landesliga zurück zu ziehen. Dort treffen die Clauertstädter in der Süd-Ost-Staffel nun ab September auf Mannschaften wie die SG Schöneiche, den HSV Frankfurt/Oder oder den SSV Rot-Weiß Friedland. Dazu kommen Derbys gegen zweite Vertretungen vom MTV Wünsdorf, dem HSV Wildau und dem SV Blau-Weiß Dahlewitz oder der dritten Mannschaft des Ludwigsfelder HC. Die Spreewald-Teams vom Auftaktgegner aus Lübbenau und vom HC Spreewald III runden die Zehnerstaffel ab.

Außerdem im Spielbetrieb in den Kreisligen stehen die zweite Männermannschaft, eine C- und eine B-Jugend. Die Jugendmannschaften dieser Altersklassen, die von Robert-Düsel Eifler und Marco Erdmann trainiert werden, treten in einer Kooperation mit der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst an – wie auch die Teams der D- und E-Jugend, die aber unter dem Vereinsnamen der Ahrensdorfer antreten werden. In der A-Jugend spielen einige Trebbiner in der Kooperationsmannschaft der HV Luckenwalde 09 mit.

Bereits am 13. September eröffnen die SC-Männer ihre Spielzeit mit einem Heimspiel im Verbandspokal gegen den 1. VfL Potsdam II (Verbandsliga), wahrscheinlich um 18:30 Uhr im Sportkomplex. Nach der Saisoneröffnung stehen weitere Doppel- oder Dreier-Spieltage an; vor Weihnachten beispielsweise am 04. Oktober oder 15. November. Am 20. Dezember wollen die SC-Männer mit einem guten Gefühl gegen den HSV Frankfurt/Oder in die Weihnachtsfeier gehen; am 28. Februar des neuen Jahres wartet dann ein „Doppel-Derby-Spieltag“ mit Spielen der zweiten und ersten Männer gegen Vertretungen aus Dahlewitz.

Ein nostalgischer Nachmittag

Das erste Handball-Legendenspiel zu Ehren der zwanzigsten „Verbandsliga-oder-höher-Saison“ hat am Pfingstsamstag einige Zuschauer in den Sportkomplex Trebbin gelockt. Angetreten waren neben der aktuellen Verbandsliga-Männermannschaft viele ehemalige Weggefährten, beispielsweise vom Landesligatitel 2005 oder der Verbandsligameisterschaft 2018. Außerdem stehen nun auch die neun Gegner der Landesligasaison 2025/26 fest, nachdem die Handballer des SC Trebbin ihren freiwilligen Rückzug in die tiefere Spielklasse verkündet hatten.

Mit einem emotionalen Auftakt begrüßte Kapitän Silvio Kahle die Freunde des Trebbiner Handballsports: Neben dem zwanzig Jahre alten Video-Zusammenschnitt der Aufstiegssaison in die Verbandsliga, die über den Beamer im Sportkomplex lief, machte Kahle mit einer imposanten Dankesrede Lust auf den launigen Handballnachmittag. Knapp 30 ehemalige und aktuelle SC-Akteure hatten sich zum Stelldichein eingefunden, beispielsweise der ehemalige Kapitän Jens Dröfke, Matthias Baumecker, Torhüter Hermann Glöde oder Kreisläufer Manuel Höhne, die in einem ersten Spieldrittel mit ihren immer noch aktiven Spielkollegen um Spielertrainer Benjamin Stollin, Arne Pfaender, Torsten Wagner oder Peter Mahns auf die restlichen Akteure trafen.

Im zweiten Spieldrittel traten dann geloste Teams an, ehe in den letzten zwanzig Minuten ein Team der ‚jüngeren Vergangenheit‘ gebildet wurde. Dies umfasste beispielsweise auch den eben erst mit der E-Jugend zum Kreismeister gekrönten Robert Düsel-Eifler, Jakob Henschke oder Maik Wettengel. Die Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen dabei sehenswerte Spielzüge, spektakuläre Paraden, wenig Abwehrarbeit, den ein oder anderen Fehlwurf und das lautstarke Jubeln und Fluchen von Ex-Rechtsaußen Thomas Polke zu sehen.

Ebenfalls mit dabei waren der ehemalige Torwarttrainer Ralph Kornack, 2018-Meistertrainer Sven Keck, Marcel Kroop, Danilo Hartmann, Chris Schönebeck oder der zum Schiedsrichter degtadierte Jared Ehresmann. „Du kannst ja dann zum 30-jährigen Jubiläum mit uns antreten“ scherzte Kahle über das Mikrofon, „auch, wenn du uns dann vielleicht in die Halle schieben musst.“

Aufgrund des fortgeschrittenen Alters großer Teile der SC-Mannschaft hatten sich die Trebbiner Handballmänner dafür entschieden, im kommenden Jahr freiwillig eine Liga tiefer in der Landesliga anzugreifen. Dabei treffen sie, so gab der Handballverband Brandenburg jetzt bekannt, auf Derbygegner wie den Ludwigsfelder HC III, den MTV Wünsdorf II, den HSV Wildau II, Blau-Weiß Dahlewitz II oder die SG Schöneiche. Dazu kommen in der „Süd-Ost-Staffel“ Fahrten nach Friedland, Lübbenau, Frankfurt/Oder oder zum HC Spreewald II. Kein Gegner der Trebbiner wird der langjährige Lokalrivale HV Luckenwalde 09 werden, die Kreisstädter treten in der Süd-West-Staffel an. Die Saison soll am Wochenende des 20./21. September starten!

SC-Handballer veranstalten Legendenspiel

Ein absolutes Highlight steht im Trebbiner Sportkomplex zum Abschluss der Handballsaison – und zum vorläufigen Ende der Verbandsligazeiten der Handballmänner – an: Am Samstag, 07. Juni, um 16:30 Uhr, werden die Clauertstädter ein „Legendenspiel“ veranstalten. „Denkbar sind verschiedene Mannschaftskonstellationen“ erklärt Benjamin Stollin, Spielertrainer des SC Trebbin, „wir haben viele, viele Zusagen bekommen.“ Als Tabellenneunter waren die SC-Männer dem sportlichen Abstieg entgangen, ziehen sich aber zur neuen Saison nach zwanzig Jahren in Brandenburgs höchsten Spielklassen freiwillig in die Landesliga eine Spielklasse tiefer zurück.

Wer weiß, wer am Samstag alles auf dem Parkett steht? Nach dem Aufstieg im Jahr 2005 durch die Meisterschaft im Duell gegen den HV Calau haben einige Persönlichkeiten den Hallenboden des Trebbiner Sportkomplexes bereichert. Man erinnere sich beispielsweise an heiße Derbys gegen Luckenwalde, Wünsdorf, Ahrensdorf oder Dahlewitz, Spiele gegen ewige Rivalen wie Calau oder Finsterwalde – die allesamt von großen Teilen der noch immer aktiven Mannschaft der Trebbiner bespielt wurden. Arne Pfaender, Torsten Wagner, David Müller, Michael Schlecht oder Silvio Kahle, alle neben Spielertrainer Stollin schon zu Beginn der Verbandsliga-Ära im SC-Dress dabei, treffen dabei als „Immer-noch-aktive“ auf alte Weggefährten.

Vielleicht schlüpft beispielsweise Sven Keck, damaliger Meistertrainer der Trebbiner beim Aufstieg in die Brandenburgliga 2018 und mittlerweile Präsident des Ludwigsfelder HC, wieder in sein Torhüter-Trikot? Oder werden Kapitän Jens Dröfke (ehem. Richter) und Kreisläufer Matthias Baumecker, Säulen der Meistermannschaft von 2005, noch einmal die Handballschuhe schnüren? Wird Thomas Polke sich wie in guten alten Zeiten demonstrativ vor der Partie im Mittelkreis dehnen? Oder Rückraum-Ass Chris Schönebeck seine gefürchtete Wurfkraft demonstrieren?

Alle Trebbiner Handballfreunde, Fans alter und aktueller Zeiten, werden am kommenden Samstagnachmittag auf ihre Kosten kommen. Zur „Kaffeezeit“ ist selbstverständlich auch für das leibliche Wohl gesorgt, und für den Abend nach dem Spiel können wir einen Besuch beim Lindenblütenfest in Löwendorf ans Herz legen! Wir freuen uns auf das Aufblühen alter Erinnerungen, in einem hoffentlich gut gefüllten Sportkomplex.

E-Jugend sichert sich den großen Triumph – alle Handball-Jugend-Teams begeistern

Die E-Jugend des SC Trebbin hat sich am letzten Spieltag Ende Mai den Kreismeistertitel gesichert und eine tolle Saison gekrönt. „Wir haben allen gezeigt, dass mit viel Engagement auch in einem kleinen Verein so etwas möglich ist“ freute sich Trainer Robert Düsel-Eifler, „insbesondere freue ich mich, dass wir vor den sonstigen Überfliegern aus Potsdam geblieben sind.“ Mit einem 19:14-Erfolg gegen Verfolger Blau-Weiß Wusterwitz rundete die Mannschaft die Spielzeit ab. Auch die anderen Jugendmannschaften des SC Trebbin hatten Grund zur Freude.

Mit nur drei Minuspunkten in einer zwölf Mannschaften starken Kreisliga hat die E-Jugend, die als allererste einen Titel in diesem Jugendbereich nach Trebbin holte, sicherlich das beste Jahr aller SC-Jugendteams hinter sich. „Leider müssen wir die Mannschaft zur neuen Saison teilen“ erklärt Düsel-Eifler die Problematik der Doppeljahrgänge, „der Großteil wird dann in der D-Jugend spielen, in der neuen E-Jugend werden wir gemeinsam mit der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst kooperieren.“ Etwas irritiert zeigte sich der Trainer und Abteilungsleiter Handball bezüglich der fehlenden Ehrung durch die Staffelleiterin; „aber wir haben dann selbst Pokale besorgt“, so Düsel-Eifler. Als kleine Belohnung darf die Mannschaft in Warnemünde beim Beach-Cup noch ein schönes (und hoffentlich genauso erfolgreiches) Wochenende verleben.

Die D-Jugend unter Trainer Marco Erdmann hat ebenso eine erfolgreiche Saison gespielt: Mit zwölf Siegen aus achtzehn Partien sicherte sich die Mannschaft den vierten Kreisliga-Platz und schrammte nur um einen Punkt nach zwei knappen Niederlagen am Saisonende gegen den Dritten aus Falkensee am Siegertreppchen vorbei. Diesen Platz sollte die C-Jugend, die bereits in der Kooperation mit Ahrensdorf antritt, erreichen: In der starken 14er-Liga gelangen der Sieben, ebenfalls von Düsel-Eifler trainiert, neunzehn Siege.

Der vielleicht überraschendste Erfolg gelang der B-Jugend, die gemeinsam und unter dem Namen des HV Luckenwalde 09 in der Kreisliga antrat: Auch der Mannschaft von Trainer Jens Kowalewski sollte der Sprung auf den dritten Platz in einer spannenden Staffel gelingen. „Wir hatten uns ja aus zwei Mannschaften zusammengeschlossen, die letztes Jahr noch auf dem letzten und vorletzten Platz landeten“ so Kowalewski, „wir haben Körperlichkeit, Tempo und Positionsspiel aus beiden Mannschaften sehr gut vereinen können.“ Mit einer besseren Hinrunde wäre sogar noch mehr möglich gewesen, „aber da mussten wir uns auch ein Stück weit noch finden“, ergänzt Kowalewski. Das gelang dem dann zusammengewachsenen Team in der Rückrunde, in der beispielsweise auch der Staffelsieger MTV Wünsdorf mit 24:20 geschlagen wurde. Im kommenden Jahr wird das Team aus Trainer Jens Kowalewski, Co-Trainer Guido Höhn und dem HVL-Verantwortlichen Marc Kühne mit der Mannschaft gemeinsam wieder in der Kooperation beider Vereine in der A-Jugend starten.

Das Beste kommt zum Schluss

Beim letzten Heimspiel der Verbandsligasaison haben die Trebbiner Handballmänner völlig überraschend den Tabellenzweiten BSV Grün-Weiß Finsterwalde mit 38:32 geschlagen und sicherten sich damit vor dem letzten Spieltag (kommenden Samstag beim Vorletzten SV Chemie Guben) den sportlichen Klassenerhalt.

„Jetzt haben wir uns belohnt“ freute sich Benjamin Stollin, Spielertrainer des SC Trebbin, „im Hinspiel haben wir auch lange mithalten können, aber heute haben wir es bis zum Ende gebracht.“ Die Handballer aus der Clauertstadt treten aufgrund ihrer Altersstruktur nach zwanzig Jahren Verbandsliga(oder höher)-Zugehörigkeit im kommenden Spieljahr freiwillig den Weg in die eine Klasse tiefer angesiedelte Landesliga an. Anfang Juni (7.6., 16:30 Uhr) wird es zur Feier der langen Ligazugehörigkeit der Mannschaft ein Legendenspiel im Sportkomplex geben.

Die Voraussetzungen vor dem Heimspielabschluss muteten auf Seiten der Hausherren nicht gerade rosig an – fehlte in Torsten Wagner doch schließlich ein wichtiger Faktor im Angriffsspiel und mit Silvio Kahle und Jakob Henschke die Abwehrstützen. So durfte Mail Wettengel mit noch müden Wandersstiefeln die Position am Kreis bekleiden – und das in den folgenden sechzig Spielminuten auch mit einer starken Leistung. Nur bis zum 3:6 aus Trebbiner Sicht deutete alles auf den erwarteten Auswärtssieg hin, danach rückten die neun übriggebliebenen SC-Feldspieler kämpferisch zusammen.

Immer wieder schafften es die Hausherren, die Lücke auf der halblinken Seite zu durchstoßen und somit bis nach einer Viertelstunde wieder auf 9:10 zu verkürzen. Mit Topscorer Jared Ehresmann (13 Tore) kam dann noch einmal neuer Schwung in den Trebbiner Rückraum, seine Schlagwürfe und acht Treffer allein in Halbzeit eins sollten die SC-Sieben bis zum Pausenpfiff sogar mit 17:15 in Front bringen. „Da hatte die Finsterwalder Abwehr mit zu kämpfen“ schätzte Stollin die Variabilität im Angriff als Erfolgskonzept ein.

Nach Wiederanpfiff zeigten die Gäste noch einmal kurz ihre Klasse und legten wie schon zu Beginn der Partie vor (17:18). In der Folge sollten allerdings nur noch die Gäste-Fans zeigen, dass sie zur Liga-Spitze gehören: Die SC-Sieben profitierte von einigen Leichtsinnsfehlern der Grün-Weißen, die beim Spielstand von 27:21 für den SC Trebbin in eine lautstarke Auszeit von Gästetrainer Toni Barthel mündeten.

Doch auch diese sollte nicht mehr die erhoffte Umkehr bringen: Mit einer konzentrierten Leistung, einigen Paraden der Torhüter Christopher Gubbe und Michael Schlecht in der Endphase sowie großem Kampfgeist gewannen die Trebbiner verdient mit 38:32 gegen den möglichen Vizemeister. Durch das wohl beste Heimspiel der Saison im letzten Auftritt vor heimischer Kulisse überholen die SC-Männer den MBSV Belzig und klettern auf Platz neun, mit einem Sieg in Guben können die Trebbiner Handballmänner die Saison versöhnlich abschließen.

Am Pfingstsamstag, 7. Juni, wird es ein „Legendenspiel“ im Sportkomplex Trebbin geben, Dort werden ca. 30 aktuelle wie ehemalige SC-Handballer aus zwanzig Jahren „Verbandsliga+“-Zugehörigkeit zeigen, warum sie den Verein aus der Clauertstadt immer bestens in der zweithöchsten Brandenburger Spielklasse vertreten haben. „Vielleicht kann unsere Jugend dann im kommenden Jahr in der Landesliga auch besser den Kontakt knüpfen“ meinte SC-Spielmacher Arne Pfaender nach dem Spiel – mit einem 43:35-Sieg beim VfL Potsdam III hat die drittplatzierte C-Jugend am Samstag in der Kreisliga zumindest schon einmal das nächste Erfolgserlebnis eingefahren.

Verbandsliga-Ära endet

Das letzte Saison-Heimspiel für die Trebbiner Verbandsligahandballer ist ein besonderes: Nach zwanzig Jahren „Verbandsliga oder höher“ hat der Verein ungeachtet der Tabellensituation keine Mannschaft mehr für diese Liga gemeldet. Das Spiel gegen den Tabellenzweiten, das am Samstag um 18:30 Uhr beginnt, beschließt somit nicht nur die Saison im Sportkomplex. Und: Nach dem Spiel wird es Freigetränke geben!

In der kommenden Spielzeit werden die Trebbiner Männer somit in der Landesliga antreten. „Wir haben uns für diesen Schritt entschieden, weil wir in diesem Jahr gemerkt haben, dass wir auch mit der Trainingsbeteiligung an Grenzen gestoßen sind“ so Spielertrainer Benjamin Stollin, „mit ein bisschen Glück kommen wir auch in eine Staffel mit vielen Derbys.“ So können sich Handballfreunde beispielsweise auf Spiele gegen die HV Luckenwalde freuen. „Außerdem können wir dann vielleicht teilweise mit der zweiten Mannschaft zusammen trainieren“ so Stollin zu einem möglichen verbesserten Trainingsbetrieb in Zusammenarbeit mit der Kreisligasieben.

Doch zuvor wollen die SC-Männer ihre vorerst letzte Verbandsligasaison gebührend beenden. Schließlich ist auch sportlich der Klassenerhalt noch nicht gesichert, derzeit befinden sich die Clauertstädter auf dem zehnten Tabellenplatz und könnten mit einer Niederlage gegen Finsterwalde in ein „Endspiel“ gegen Chemie Guben geraten. Damit es nicht dazu kommt, ist die Unterstützung der Trebbiner Fans gern gesehen; Anwurf ist um 18:30 Uhr.

Erst am vergangenen Wochenende haben die SC-Männer in knapper Besetzung eine 26:37-Niederlage bei der zweiten Vertretung des HC Spreewald hinnehmen müssen. Finsterwalde hingegen sammelte mit einem 36:18 gegen Schlusslicht Massen Selbstvertrauen auf dem Weg zur Vizemeisterschaft.

Besser lief es für die anderen SC-Mannschaften: Die angesprochene Kreisliga-Sieben gewann ihr letztes Saisonspiel mit 46:23 beim SV Motor Babelsberg II und beendet die Spielzeit auf Platz sieben. Die B-Jugend, die in Kooperation mit und unter Namen vom HV Luckenwalde 09 antritt, besiegte den VfL Potsdam III mit 36:31 und beendet die Kreisligasaison auf einem starken dritten Platz. Die C-Jugend gewann ihr Heimspiel gegen Dahlewitz II mit 38:25 und bleibt Tabellendritter, und die E-Jugend darf als Tabellenführer nach zwei Siegen gegen die SG Schöneiche (15:6 und 17:4) sowie einem 27:14-Erfolg gegen den HC BHJ Potsdam weiter vom Kreisliga-Titel träumen.